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vom 28.01.2018, aktuelle Version,

Kleinmürbisch

Kleinmürbisch
Wappen Österreichkarte
Wappen von Kleinmürbisch
Kleinmürbisch (Österreich)
Kleinmürbisch
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Güssing
Kfz-Kennzeichen: GS
Fläche: 4,29 km²
Koordinaten: 47° 2′ N, 16° 19′ O
Höhe: 260 m ü. A.
Einwohner: 230 (1. Jän. 2017)
Postleitzahl: 7540
Vorwahl: 03322
Gemeindekennziffer: 1 04 22
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kleinmürbisch 1
7540 Kleinmürbisch
Website: www.kleinmuerbisch.at
Politik
Bürgermeister: Martin Frühwirth (SPÖ)
Gemeinderat: (2017)
(9 Mitglieder)
4
4
1
4  4  1 
Insgesamt 9 Sitze

Lage der Gemeinde Kleinmürbisch im Bezirk Güssing
BildeinBocksdorfBurgauberg-NeudaubergEberauGerersdorf-SulzGroßmürbischGüssingGüttenbachHackerbergHeiligenbrunnHeugrabenInzenhofKleinmürbischKukmirnMoschendorfNeuberg im BurgenlandNeustift bei GüssingOlbendorfOllersdorf im BurgenlandRauchwartRohr im BurgenlandSankt Michael im BurgenlandStegersbachStinatzStremTobajTschanigrabenWörterbergBurgenland Lage der Gemeinde Kleinmürbisch im Bezirk Güssing (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Kleinmürbisch ist eine Gemeinde mit 230 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Güssing im Burgenland in Österreich. Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Felsömedves, und der kroatische Ortsname Mali Medveš.

Geografie

Die Gemeinde liegt im Südburgenland. Kleinmürbisch ist der einzige Ort in der Gemeinde.

Filialkirche Kleinmürbisch

Geschichte

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Felsömedves verwendet werden.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).

Kleinmürbisch war bis 31. Dezember 1970 eine selbständige Gemeinde. Im Zuge des Gemeindestrukturverbesserungsgesetzes vom 1. September 1970 wurde per 1. Jänner 1971 Kleinmürbisch mit den vordem ebenfalls eigenständigen Gemeinden Glasing, Großmürbisch, Inzenhof, Neustift bei Güssing und Tschanigraben zur neuen Großgemeinde Neustift bei Güssing vereinigt.[1] Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs erhielt Kleinmürbisch per 1. Juni 1991 wieder die Selbständigkeit. Bis 1997 fand die Verwaltung von Kleinmürbisch im Gemeindeverband in Güssing statt.[2]

Bevölkerungsentwicklung

Politik

Gemeinderat

Gemeinderatswahl 2017
 %
60
50
40
30
20
10
0
46,70
(-11,41)
40,53
(n. k.)
12,78
(n. k.)
n.  k.
(-41,89)
LK-ÖVP A1





Gemeindeamt und Feuerwehrhaus

Der Gemeinderat umfasst aufgrund der Anzahl der Wahlberechtigten insgesamt 9 Mitglieder.

Ergebnisse der Gemeinderatswahlen seit 1997
Partei 2017[3] 2012[4] 2007[5] 2002[6] 1997[6]
Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M.
SPÖ 106 46,70 4 129 58,11 5 124 54,63 5 83 39,90 5 60 29,56 3
LK-ÖVPA1 92 40,53 4 nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert
ÖVP nicht kandidiert 93 41,89 4 95 41,85 4 97 46,63 5 115 56,65 5
FPÖ 29 12,78 1 nicht kandidiert 8 3,52 0 28 13,46 1 28 13,79 1
Wahlberechtigte 248 248 247 257 220
Wahlbeteiligung 94,76 % 93,55 % 93,12 % 87,94 % 93,64 %
A1 Liste Kleinmürbisch & Andere - Volkspartei

Bürgermeister

Bürgermeister ist Martin Frühwirth (SPÖ).

Nachdem die Gemeinde mit 1. Juni 1991 wieder ihre Selbständigkeit erhielt, wurde Ferdinand Semler (ÖVP) zum Bürgermeister gewählt.[2] Bei der Bürgermeisterdirektwahl gelang Martin Frühwirth ein richtiger „Husarenstreich“, denn obwohl die ÖVP die Mehrheit im Gemeinderat behielt, wurde der SPÖ-Listenführer mit 51,75 % zum neuen Bürgermeister gewählt. Semler kam nur auf 48,25 % und musste nach 21 Jahren als Bürgermeister abtreten.[6] Bei den folgen Wahlen 2007 konnte er seine Zustimmung auf 55,11 % und 2012 sogar auf 63,76 % weiter ausbauen.[5][4] Bei der Wahl am 1. Oktober 2017 bekam es Frühwirth mit zwei Mitbewerbern zu tun. Für die gemeinsame Liste Kleinmürbisch & Andere - Volkspartei trat Wolfgang Wolf an und für die FPÖ Edmund Hamerl. Im ersten Wahlgang kam Frühwirth nur auf 46,26 %, Wolf auf 44,93 % und Hamerl auf 8,81 %.[7] Damit mussten Frühwirth und Wolf am 29. Oktober in eine Stichwahl, bei der sich der amtierende Bürgermeister mit 51,26 % knapp durchsetzte.[3]

In der konstituierenden Sitzungdes Gemeinderats wurde Ewald Schaberl (ÖVP) zum Vizebürgermeister gewählt.[8]

Leiter des Gemeindeamts ist Willibald Klucsarits.[9]

  Commons: Kleinmürbisch  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Land Burgenland: Landesgesetzblatt für das Burgenland, 17. Stück aus 1970, Gesetz Nr. 44 (pdf-Dokument; abgerufen am 24. Jänner 2018)
  2. 1 2 ÖVP Kleinmürbisch: Gemeinde-Verwaltung (abgerufen am 25. Jänner 2018)
  3. 1 2 Land Burgenland: Wahlergebnis Kleinmürbisch 2017 (abgerufen am 25. Jänner 2018)
  4. 1 2 Land Burgenland: Wahlergebnis Kleinmürbisch 2012 (abgerufen am 25. Jänner 2018)
  5. 1 2 Land Burgenland: Wahlergebnis Kleinmürbisch 2007 (abgerufen am 25. Jänner 2018)
  6. 1 2 3 Land Burgenland: Wahlergebnis Kleinmürbisch 2002 (abgerufen am 25. Jänner 2018)
  7. Land Burgenland: Ergebnis Bürgermeisterwahl Kleinmürbisch 2017 (abgerufen am 25. Jänner 2018)
  8. Gemeinde Kleinmürbisch: Gemeinde (abgerufen am 25. Jänner 2018)
  9. Gemeinde Kleinmürbisch: Team der Gemeinde (abgerufen am 25. Jänner 2018)