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vom 16.01.2019, aktuelle Version,

Lilienfeld

Stadtgemeinde
Lilienfeld
Wappen Österreichkarte
Wappen von Lilienfeld
Lilienfeld (Österreich)
Lilienfeld
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Lilienfeld
Kfz-Kennzeichen: LF
Fläche: 54,06 km²
Koordinaten: 48° 1′ N, 15° 36′ O
Höhe: 383 m ü. A.
Einwohner: 2.833 (1. Jän. 2018)
Bevölkerungsdichte: 52 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3180
Vorwahl: 02762
Gemeindekennziffer: 3 14 07
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dörflstraße 4
3180 Lilienfeld
Website: www.lilienfeld.at
Politik
Bürgermeister: Wolfgang Labenbacher (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(21 Mitglieder)
15
5
1
15  5  1 
Insgesamt 21 Sitze
Lage von Lilienfeld im Bezirk Lilienfeld
AnnabergEschenauHainfeldHohenbergKaumbergKleinzellLilienfeldMitterbach am ErlaufseeRamsauRohrbach an der GölsenSt. Aegyd am NeuwaldeSt. Veit an der GölsenTraisenTürnitzNiederösterreich Lage der Gemeinde Lilienfeld im Bezirk Lilienfeld (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Lilienfeld ist eine Stadtgemeinde mit 2833 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2018) und die Bezirkshauptstadt des gleichnamigen Bezirks Lilienfeld in Niederösterreich.

Bekannt ist die Stadt vor allem für das hier liegende Stift Lilienfeld.

Geografie

Geografische Lage

Lilienfeld liegt im Tal der Traisen im Mostviertel in Niederösterreich. Das Gebiet gehört zu den Voralpen.

Ausdehnung des Stadtgebiets

Die Fläche der Stadtgemeinde umfasst 53,95 Quadratkilometer. 78,33 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung

Ortschaften (Einwohner, Stand: 1. Januar 2018): Dörfl (495), Hintereben (37), Jungherrntal (38), Lilienfeld (447), Marktl (616), Schrambach (456), Stangental (687), Vordereben (3) und Zögersbach (54).[1]

Geschichte

Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Noricum.

Bevölkerungsentwicklung

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Stiftskirche: Innenansicht Richtung Hochaltar
Sarkophag Leopolds vor dem Hochaltar der Stiftskirche

Naturdenkmäler

  • Muckenkogel: Auf den Hausberg, den Muckenkogel, führt ein einsitziger Sessellift. (Im Winter 2012/13 musste der Lift vorübergehend stillgelegt werden[2]. Nach einer umfassenden Sanierung konnte er den Betrieb ab Juli 2013 wieder aufnehmen.) Der Lift überquert den felsigen Fallgraben, durch den der Muckenkogel auch zu Fuß über den so genannten Wasserfallsteig erreichbar ist.
    Die Bergstation des Liftes befindet sich in der Nähe des Almgasthauses Klosteralm (in 1067 m ü. A.) auf der gleichnamigen Alm; etwas weiter unten steht in 956 m ü. A. die Lilienfelder Hütte des Österreichischen Alpenvereins. In 30 bis 40 Minuten ist die Traisener Hütte der Naturfreunde in 1311 m ü. A. zu erreichen. Sie steht auf der Traisener Hinteralm, dem südlichen Nachbargipfel des Muckenkogels.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Nostalgie-Skirennen im Gedenken an Mathias Zdarsky: Auf dem Hausberg von Lilienfeld, dem Muckenkogel, findet jedes Jahr bei der Traisner Hütte an einem Sonntag um den 19. März im Gedenken an Mathias Zdarsky ein Nostalgieskirennen statt, das weltweit das Einzige unter streng historischen Bedingungen wie zu Zdarskys Zeiten ist. Historische Ausrüstung vom Kopf bis zum Ski und Einstocktechnik sind Bedingung für die Teilnehmer, der Kurs wird mit originalgetreuen Fahnen gesteckt und die Zeitnehmung erfolgt händisch.

Wirtschaft und Infrastruktur

Im Jahr 2001 gab es 169 nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten, sowie 52 land- und forstwirtschaftliche Betriebe laut einer Erhebung 1999. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug 1341 (Volkszählung 2001). Die Erwerbsquote lag 2001 bei 45,34 Prozent.

Ansässige Unternehmen

Zu den wichtigen ansässigen Unternehmen gehören:

Öffentliche Einrichtungen

In der Ortschaft befindet sich das 1903 gegründete Landesklinikum Voralpen Lilienfeld.

Bildung

  • Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Lilienfeld
  • Mittelschule und Michaela Dorfmeister Skimittelschule Lilienfeld
  • Volkshochschule Lilienfeld

Politik

Gemeinderat

Gemeinderatswahlen
 %
80
70
60
50
40
30
20
10
0
68,13  %
(-2,76 %p)
25,40  %
(+2,34 %p)
6,47  %
(+0,42 %p)
2010
  
2015
  

Der Gemeinderat hat 21 Sitze.

Bei der Gemeinderatswahl 2005 erreichte die ÖVP 16 und die SPÖ 7 Mandate.[3] Bei der Gemeinderatswahl 2010 verlor die SPÖ je einen Sitz an die ÖVP und FPÖ.[4] Bei der Gemeinderatswahl 2015 verlor die ÖVP aufgrund der Reduktion der Sitze von 23 auf 21 zwei Mandate.[5]

Bürgermeister

  • Wolfgang Labenbacher (ÖVP)

Wappen

In Rot einen eingebogenen silbernen Sparren und drei goldene Lilien.

Städtepartnerschaften

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

  • Johann Rennhofer (* 1936), Beamter und Lokalpolitiker
  • Christine Rothstein (* 1945), Prinzipalin des Puppentheaters Arlequin in Wien, geboren und aufgewachsen in Lilienfeld, Witwe von Arminio Rothstein, bekannt als „Clown Habakuk“
  • Bernhard Paul (* 1947), Direktor des Circus Roncalli (geboren in Lilienfeld, aufgewachsen in Wilhelmsburg)
  • Franz Sales Sklenitzka (* 1947), Kinderbuchautor (geboren und aufgewachsen in Lilienfeld), bekannt geworden u. a. durch „Drachen haben nichts zu lachen“ und „Drachen kann man nicht bewachen“
  • Alfred Schirlbauer (* 1948), österreichischer Bildungs- und Erziehungswissenschaftler (geboren in Lilienfeld)
  • Karl Bader (* 1960), Politiker, Abgeordneter zum Landtag von Niederösterreich
  • Anton Pfeffer (* 1965), ehemaliger österreichischer Fußballspieler (geboren in Lilienfeld, jedoch aufgewachsen und seit jeher wohnhaft in Türnitz)
  • Martin Berger, bekannt als Mista M (* 1991), Rapper (geboren in Lilienfeld)
  • Alexandra Schmid, geboren und aufgewachsen in Lilienfeld, Schauspielerin im Kabarett Simpl, Wien
  • Philipp Lienhart (* 1996), Fußballspieler

Personen mit Beziehung zur Stadt

  • Mathias Zdarsky (1856–1940), der Schöpfer des modernen Skilaufs
  • Franz Schönbauer (1886–1932), Bezirks- und Primararzt
  • Sebastian Klug (* 1984), Satiriker, wohnhaft in Marktl
  • Michaela Dorfmeister (* 1973), Skiweltmeisterin, ist die erfolgreichste Absolventin der Schihauptschule in Lilienfeld und seit 2006 die Namensgeberin.[6]
  • Martin Prinz (* 1973), Schriftsteller, aufgewachsen in Lilienfeld
  Commons: Lilienfeld  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2018 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2018), (Excel)
  2. Meldung des ORF Niederösterreich, abgerufen am 10. Januar 2013
  3. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005 in Lilienfeld. Amt der NÖ Landesregierung, 4. März 2005, abgerufen am 22. November 2018.
  4. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in Lilienfeld. Amt der NÖ Landesregierung, 8. Oktober 2010, abgerufen am 22. November 2018.
  5. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Lilienfeld. Amt der NÖ Landesregierung, 1. Dezember 2015, abgerufen am 22. November 2018.
  6. Chronik der Schihauptschule Lilienfeld