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vom 13.05.2017, aktuelle Version,

Lo Breier

Lodewijk Breier (* 24. Jänner 1953 in Wien) ist ein deutsch-österreichisch-niederländischer Gestalter und Layouter sowie Gründer des Designstudios Büro X in Hamburg und Wien. Zudem war Breier Mitgründer und Artdirektor des deutschen Zeitgeist-Magazins Tempo sowie des Magazins Wiener.

Leben

Breier verdiente sein erstes Geld mit dem Verkauf von Jimi Hendrix-Plakaten, die er selbst mit Siebdruck herstellte. Seine Abnehmer fand er dabei im Wiener Szenelokal Camera, wo auch Falco regelmäßig verkehrte.

Mit dem Abschluss der Meisterklasse an der Graphischen in Wien ließ der erste Erfolg nicht lange auf sich warten:[1] Breier erzielte den 1. Platz für das beste Plakat des Jahres für die Stadt Wien. Später arbeitete Breier für Designbüros wie Fuhrherr sowie Mark & Nevosad. Prägend war für Breier das Jahr 1980, und damit die Arbeit für die Wiener Werbeagentur GGK, welche die Gestaltung des renommierten Magazins Wiener für Gert Winkler beinhaltete. 1984 erschien das von ihm gestaltete Falco Album Junge Römer.[2]

Tempo und Springer

1985 holte Markus Peichl Breier schließlich nach Hamburg, wo ein weiteres Magazin mit seiner grafischen Linie entstand: Tempo.[3] Von den 80ern in die 90er Jahre arbeitete Breier zusammen mit Neville Brody am Tempo Wendeheft. Zwei Jahre später gründete er seine Designagentur mit dem Namen Büro X. Kunden waren ARD, Swatch, Die Woche, Museumsquartier Wien und die Münchner Rück. 2005 wurde Breier als Professor für Corporate Design an die Universität Essen berufen.[4] Gemeinsam mit Peter Wippermann und Bernhard Prinz (Photograph) unterrichtete er auf der ehemaligen Folkwangschule.

2007 wechselte er nach Berlin zum Springer Verlag als Artdirektor für Bild am Sonntag.[5] Danach arbeitete er für Kunden wie die Uni Wien, das Magazin der Deutschen Bahn Mobil und den ADC „WirD! 50 Ideen für Deutschland“. Breier ist Mitglied des Art Directors Club (ADC) und des Creativ Club Austria (CCA) sowie Vorstandsmitglied der Lead Academy.

Ausstellungen und Bücher

Im Mai 2016 gestaltete Breier seine eigene Ausstellung „Los Hawara“.[6] Zu sehen war diese bei designxport im Hamburger Hafen.

WirD! 50 Ideen für Deutschland. Seltmann+söhne, Berlin 2015, ISBN 978-3-944721-49-1.

Einzelnachweise

  1. https://www.uni-due.de/de/presse/meldung.php?id=6924 Pressemitteilung der Universität Essen, 18.3.2005 (Link geprüft am 12. April 2017)
  2. https://www.discogs.com/de/Falco-Junge-Roemer/release/2210209 (Link geprüft am 12. April 2017)
  3. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13516331.html Presseartikel des SPIEGELS, „Schöne Aussicht“, 25.11.1985 (Link geprüft am 12. April 2017)
  4. https://www.uni-due.de/de/presse/meldung.php?id=6924 Pressemitteilung der Universität Essen, 18.3.2005 (Link geprüft am 12. April 2017)
  5. http://www.redbox.de/rubrik/lo-breier-verlaesst-die-bild-am-sonntag Presseartikel der Redbox, „Lo Breier verlässt die Bild am Sonntag“, 12.09.2015 (Link geprüft am 12. April 2017)
  6. http://www.abendblatt.de/kultur-live/article207560401/Ein-Blick-zurueck-auch-auf-zehn-Jahre-Tempo.html Presseartikel des Hamburger Abendblatts, „Ein Blick zurück, auch auf zehn Jahre Tempo“, 13.5.2016