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vom 02.01.2016, aktuelle Version,

Manfred Tisal

Manfred Tisal (* 23. September 1953 in Villach, Kärnten) ist ein österreichischer Kabarettist, Moderator, Autor und Journalist. Bekannt wurde er durch seine Rolle als „EU-Bauer“ beim Villacher Fasching sowie als Mitglied der Kärntner Kabarettgruppe Lei Drei. Im Laufe seiner Karriere erhielt er bereits zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt im November 2011 den Ettlinger Narrenbrunnenpreis.

Jugend-Ausbildung-Beruf

Geboren wurde Tisal als erstes Kind von Elfriede (Buchhalterin) und Anton Tisal (ÖBB-Bediensteter). Er hat drei jüngere Geschwister. Manfred Tisal wuchs in Villach auf, absolvierte dort seine Pflichtschuljahre sowie eine Lehre als Koch. Weitere Stationen seiner beruflichen Karriere waren:

  • Saisonjobs als Koch und Kellner in diversen österreichischen Fremdenverkehrsorten und am Schiff
  • Moderator und Redakteur beim ersten österreichischen Privatsender Tele Uno der seinen Standort in Italien hatte
  • freier Redaktionsmitarbeiter der Kleinen Zeitung in Villach
  • Mitglied der Arnoldsteiner Gemeinderates (unabhängige Liste Arnoldstein = ULA)
  • seit 2000 ist er freiberuflich als Moderator, Autor und Kabarettist tätig
  • seit 2005 moderiert Tisal auch als freier Mitarbeiter Frühschoppensendungen bei Radio Kärnten

Manfred Tisal, verheiratet mit Daniela, ist Vater von vier Kindern und zweifacher Großvater. Die Freizeit verbringt Tisal am Liebsten zu Hause und im Kreis der Familie. Zudem widmet er sich gerne der Malerei und der Fotografie. Er war jahrelang Präsident des ersten KBCV (Kärntner Bowling Club Villach) und über sechs Jahren Präsident des Villacher Musikvereines.

Villacher Narr

1990 war das Startjahr für einen Villacher Narren und der Beginn einer Karriere als Akteur, „EU-Bauer“, Texter, Co-Regisseur, Minister und Vorstandsmitglied der Villacher Faschingsgilde. Daraus erwuchs zudem eine Freundschaft, die zur Gründung der Kärntner Kabarettgruppe Lei Drei führte. Gemeinsam mit den Villacher Faschings-Stars „Nachzipfer“ Hannes Höbinger und „Noste“ Manfred Obernosterer tourte Tisal über ein Jahrzehnt erfolgreich durch ganz Österreich. Mit Lei Drei nahm Manfred Tisal auch einmal an der Vorausscheidung zum Grand Prix der Volksmusik teil.

Mit seinen Soloauftritten „Lachen ist gesund“ und „Lachen ist der Stuhlgang der Seele“ ist Tisal im In- und Ausland unterwegs. Die freie Zeit, die Tisal bei seinen Tätigkeiten bleibt, verbringt er mit dem Schreiben von Büchern sowie Geschichten und Auftragsgedichten.

Publikationen

  • 1994: „Da ane und da ondare“, Klagenfurt, Kärntner Druck- und Verlags-Gesellschaft, ISBN 3-85391-122-6
  • 1997: „Kleiner Ratgeber für Kärnten Besucher“
  • 1998: „Willkommen in Kärnten : kleiner Ratgeber für Kärnten-Besucher“, Illustration von Norbert Mößlacher (ca. 1998)
  • 1999: „Kärntner Schoppen’gschichten“, Klagenfurt, Verlag Johannes Heyn, ISBN 3-85366-942-5
  • 2000: „Zeit für Heiterkeit“, Klagenfurt, Edition Norica
  • 2006: „Niedergschriebn zum Weitersogn“
  • 2007: „Stommtisch-gschichtn“
  • 2009: „Best O(f)f“
  • 2010: „Heiter geht’s weiter…“
  • 2010: „Weihnachtsgeschichten zum Nachdenken und Lachen“
  • 2012: „Anfoch lesn, anfoch lochn“
  • 2014: Kuhmentare - Tagebuch aktueller Unzulänglichkeiten

Den täglichen „Kuhmentar“ zum politischen Tagesgeschehen gibt es in Facebook.

Diskographie

  • 2008: 15 Jahre EU-Bauer – Wie ein Stuhlgang der Seele (Tyrolis)
  • 2013: Fegerländer Schoppen mit Manfred Tisal (Eigenverlag)

Auszeichnungen

Neben zahlreichen Auszeichnungen, die er unter anderem von der Stadt Villach, diversen Vereinen, Organisationen und Faschingsgilden erhielt, schaffte es Tisal im Laufe seiner „EU-Bauer“-Karriere einmal sogar auf eine Seite der New York Times und einer russischen Tageszeitung. Über zwei Dutzend mal zierte sein Konterfei die Titelblätter der größten österreichischen Tageszeitungen.

Am 19. November 2011 erhielt Tisal den „Narrenbrunnenpreis“ der Faschingsgilde Ettlingen.[1] Die Laudatio hielt Villacher-Bier-Chef Mag. Clemens Aigner.

Einzelnachweise

  1. Faschingspreis an Manfred Tisal: Narrenbrunnenpreis an EU-Bauer Manfred Tisal verliehen - Kleine Zeitung, 22. November 2011