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vom 20.07.2018, aktuelle Version,

Militär-Jubiläumskreuz

Avers
Revers
Der spätere Kaiser Karl I. mit dem Orden vom Goldenen Vlies (links), der Militär-Verdienstmedaille (mittig) und dem Militär-Jubiläumskreuz (rechts), 1915

Das Militär-Jubiläumskreuz wurde am 14. August 1908 durch Kaiser Franz Joseph I. anlässlich seines 60. Regierungsjubiläums gestiftet und war die für Angehörige der bewaffneten Macht bestimmte Variante des Jubiläumskreuzes 1908. Anspruchsberechtigt waren nahezu alle zum Stiftungszeitpunkt dem Aktivstand angehörigen Berufsmilitärs des Heeres, der Kriegsmarine und der Gendarmerie, alle Mannschaftspersonen, sofern sie zum Stichtag mindestens dem zweiten Präsenzjahrganges angehörten, sowie alle jene Krieger ohne Ansehen des Ranges und der Stellung, die 1848 mit dem Kaiser unter Führung des Feldmarschalls Radetzky am Feldzug in Italien und an einem Gefecht teilgenommen hatten.

Ordenszeichen

Die Form des Ordenszeichens entsprach den anderen Versionen des Jubiläumskreuzes 1908: Die vom Kammermedailleur Rudolf Marschall geschaffene Dekoration ist ein Tatzenkreuz von 37 mm Durchmesser, dessen Kreuzarme durch einen Lorbeerkranz verbunden sind. Die Kreuzmitte wird von einem runden Medaillon von 20 mm Durchmesser überdeckt, auf dem das nach links gewendete Brustbild des Stifters abgebildet ist. Der Regent trägt die Uniform eines Feldmarschalls und den Orden vom Goldenen Vlies. Am linken Rand des Medaillons ist die Inschrift FRANC IOS I zu erkennen. Die Rückseite des Kreuzes ist glatt und trägt auf dem runden Mittelschild die zweizeilig angeordneten Jahreszahlen 1848 1908.

Ordensband

Die Dekoration wurde an einem 40 mm breiten weißen mit je einem 5 mm breiten und 3 mm vom Rand entfernten roten Seitenstreifen durchzogenen Dreiecksband auf der linken Brustseite getragen.

Siehe auch

Literatur

  • Johann Stolzer, Christian Steeb: Österreichs Orden vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz 1996, ISBN 3-201-01649-7, S. 260–261.
  • Roman von Procházka: Österreichisches Ordenshandbuch. Graf Klenau oHG, München 1974.