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vom 15.06.2017, aktuelle Version,

Pettenbach (Oberösterreich)

Pettenbach
Wappen Österreichkarte
Wappen von Pettenbach
Pettenbach (Oberösterreich) (Österreich)
Pettenbach (Oberösterreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Kirchdorf an der Krems
Kfz-Kennzeichen: KI
Fläche: 54,7 km²
Koordinaten: 47° 58′ N, 14° 1′ O
Höhe: 486 m ü. A.
Einwohner: 5.226 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 96 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4643
Vorwahl: 07586
Gemeindekennziffer: 4 09 12
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Pettenbach 71
4643 Pettenbach
Website: pettenbach.at
Politik
Bürgermeister: Leopold Bimminger (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(31 Mitglieder)
15
10
6
15  10  6 
Von 31 Sitzen entfallen auf:

Lage der Marktgemeinde Pettenbach im Bezirk Kirchdorf an der Krems
Edlbach Grünburg Hinterstoder Inzersdorf im Kremstal Kirchdorf an der Krems Klaus an der Pyhrnbahn Kremsmünster Micheldorf in Oberösterreich Molln Nußbach Oberschlierbach Pettenbach Ried im Traunkreis Rosenau am Hengstpaß Roßleithen St. Pankraz Schlierbach Spital am Pyhrn Steinbach am Ziehberg Steinbach an der Steyr Vorderstoder Wartberg an der Krems Windischgarsten Oberösterreich Lage der Gemeinde Pettenbach (Oberösterreich) im Bezirk Kirchdorf an der Krems (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap

Pfarrkirche hl. Benedikt und Marktgemeindeamt im Zentrum
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Pettenbach ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Kirchdorf an der Krems im Traunviertel mit 5111[1] Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017). Der zuständige Gerichtsbezirk ist Kirchdorf an der Krems.

Geographie

Pettenbach liegt auf 486 m Höhe im Traunviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 8,8 km und von West nach Ost 11,3 km. Die Gesamtfläche beträgt 54,8 km². 15,7 % der Fläche sind bewaldet und 73,7 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 10 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2015[2]):

  • Dürndorf (889)
  • Etzelsdorf (316)
  • Gundendorf (185)
  • Hammersdorf (322)
  • Lungendorf (369)
  • Magdalenaberg (214)
  • Mitterndorf (797)
  • Pettenbach (1373)
  • Pratsdorf (521)
  • Steinfelden (141)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Gundendorf, Hammersdorf, Lungendorf, Mitterndorf, Pettenbach, Pratsdorf, Seisenburg und Unterdürndorf.

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind: Eberstalzell, Inzersdorf im Kremstal, Ried im Traunkreis, Scharnstein, Schlierbach, Steinbach am Ziehberg, Vorchdorf und Wartberg an der Krems.

Vorchdorf Eberstalzell Ried
Wartberg, Schlierbach
Scharnstein Steinbach Inzersdorf
Magdalenaberg

Pettenbach grenzt an die Bezirke Gmunden und Wels-Land.

Einwohnerentwicklung

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 4.297 Einwohner, 2001 dann 4.747 Einwohner. Am 1. Januar 2016 hatte die Marktgemeinde Pettenbach bereits 5.182 Einwohner und ist weiterhin Zuzugsgemeinde.

Wappen

Offizielle Beschreibung des 1977 verliehenen Gemeindewappens: Unter rotem Schildhaupt, darin von der rechten zur linken Schildhälfte ein silberner Schräglinksbalken, gespalten; links in Grün ein goldener Kelch mit einer goldenen, rechtsgewendeten, in einem Bogen durch die Kuppa kriechenden, vorne und hinten aufgerichteten Schlange; rechts in Gold ein grüner, gestürzter Morgenstern. Die Gemeindefarben sind Grün-Gelb.

Der Kelch mit der Schlange deutet einerseits auf den hl. Benedikt als den Patron der Kirche und unterstreicht andererseits symbolisch die Zugehörigkeit der frühen Missionspfarre zum Benediktinerstift Kremsmünster.

Der als „Morgenstern“ bezeichnete Streitkolben soll als typische Bauernkriegswaffe an den Pettenbacher Wirt Georg Tasch erinnern, der mit Hans Salig aus Kematen Hauptanführer beim Aufstand der Traunviertler Bauern im Jahre 1596 war.

Das in Rot-Weiß-Rot gehaltene Schildhaupt betont die Verbundenheit der Gemeinde mit dem Staate Österreich.

Geschichte

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet.

Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt.

Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Schloss Pettenbach

Politik

Bürgermeister
  • bis 2012 Friedrich Schuster (ÖVP)
  • seit 2012 Leopold Bimminger (ÖVP)

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Das Schrift und Heimatmuseum Bartlhaus birgt die Lebenswerke der Schriftenkünstler Leopold Feichtinger, der in Pettenbach lebte und wirkte, und Friedrich Neugebauer. Ausgestellt sind verschiedenste Exlibris, Spruchkarten und -blätter, Urkunden, Wappen uvm. Jedes Jahr gibt es auch zusätzliche Sonderausstellungen und es werden Schriftkurse angeboten. Ebenso birgt das Museum das Heimatmuseum von Pettenbach mit einer Sonderausstellung über die Ruine Seisenburg. Im Jahr 2006 ist das Museum durch ein Druckereimuseum erweitert worden. Herausragende Persönlichkeit des Vereins ist der in St. Georgen an der Gusen wohnhafte Ottmar Premstaller, dem 2010 auch die Jahresausstellung des Museums gewidmet war.
  • Die Pfarrkirche Pettenbach wurde im Jahr 1484 als spätgotische, dreischiffige Hallenkirche erbaut. Besonders sehenswert ist die barocke Altarausstattung.
  • Die Pfarr- und Wallfahrtskirche Magdalenaberg wurde um das Jahr 1500 ebenso als spätgotische, zweischiffige Hallenkirche erbaut. Nach einem Brand erhielt die Kirche um das Jahr 1629 ein Renaissance-Gewölbe. Die Ausstattung ist im barocken Stil gehalten. Bemerkenswert ist hier das barocke Altarbild der Hl. Maria Magdalena. Alljährlich finden zahlreiche Wallfahrten auf den Magdalenaberg statt. In Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat der Marktgemeinde Pettenbach wird mehrmals im Jahr zur „Musikalischen Wallfahrt“ eingeladen.
  • Die Filial- und Wallfahrtskirche Heiligenleithen: Diese wurde im Jahr 1431 im spätgotischen Stil als einschiffige Hallenkirche erbaut und ist mit barocken Seitenaltären und einem neugotischen Hochaltar ausgestattet. Ein besonderes Kleinod ist eine St. Leonhardstatue aus dem 15. Jhdt. Die Kirche ist weit über die Grenzen von Pettenbach hinaus durch den alljährlich um den 6. November stattfindenden Leonhardiritt bekannt.
  • Friedenskreuz Oberkaibling: Im Oktober 1967 wurde das 20 Meter hohe beleuchtete Metallkreuz auf Initiative des Kameradschaftsbundes des Bezirkes Kirchdorf a. d. Krems als Dank für die Heimkehr vieler Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg errichtet. Beleuchtet ist es bis weit in den Zentralraum hinein sichtbar und stellt ein Symbol des Friedens dar.
  • Seisenburg: Im 12. Jahrhundert wurde eine Festung Seisenburg das erste Mal erwähnt und 1609 zu einem Renaissanceschloss umgebaut. Nach dem Ersten Weltkrieg verfiel das Schloss mehr und mehr, bis nur mehr eine Ruine übrig blieb. Zurzeit sind fleißige Helfer aus Pettenbach dabei, die Reste der Ruine in Stand zu setzen und die Mauern vom Schutt zu befreien und zu sichern. Eine Ausstellung im Museum Bartlhaus bietet einen faszinierenden Eindruck vom einstigen Renaissanceprachtbau. Drei gut erhaltene so genannt Totenschilde von der Seisenburg aus der Zeit der Herrschaft der Grafen Engel befinden sich im Marktgemeindeamt.
Pettenbach im oberösterreichischen Alpenvorland

Vereine und Organisationen

  • Camerata Vocalis (Gesangsverein – vierstimmiger Chor seit 1995)
  • Fußballverein Union Sparkasse Pettenbach
  • Musikverein Pettenbach
  • Freiw. Feuerwehr Eggenstein
  • Freiw. Feuerwehr Gundendorf
  • Freiw. Feuerwehr Magdalenaberg
  • Freiw. Feuerwehr Pettenbach
  • Freiw. Feuerwehr Pratsdorf-Hammersdorf
  • Freiw. Feuerwehr Steinfelden
  • Faschingsverein Sauzipfler
  • Tischtennisverein Pettenbach
  • Sportunion Pettenbach – Sektion Reiten
  • Theaterverein Kunstbrettl AGe
  • UTC Pettenbach (Tennis)
  • SU-Tritec Pettenbach (Sektion Schi der Union Pettenbach)
  • ESVU Pettenbach (Sektion Stockschießen der Union Pettenbach)
  • Brand- und Robothilfeverein Pettenbach
  • Fetznplattler (Schuhplattler)

Verkehr

Pettenbach liegt an der Almtalbahn, einer nicht elektrifizierten Nebenbahn von Wels nach Grünau im Almtal. Im Gemeindegebiet liegen der Bahnhof Pettenbach sowie die Haltestellen Wilfling, Diensthubersiedlung und Steinbachbrücke.

Wirtschaft

  • IT-SERVICES Holzmayr
  • FRONIUS International GmbH
  • Gruber & Co. GmbH
  • proserver1.at EDV-Dienstleistungen (u.a. pettenbach.net)
  • Spedition Strauss GmbH
  • Staudinger Bau GmbH

Erziehung und Bildung

  • Bildungsberatung für Frauen
  • Caritashort Pettenbach
  • Freie Schule Kremstal
  • Neue Mittelschule Pettenbach
  • Kindergruppe Moos – Ganzheitliches Wachsen
  • Landesmusikschule Pettenbach
  • Pfarrcaritas-Kindergarten Pettenbach
  • Volkshochschule OÖ - Pettenbach
  • Volksschule Pettenbach
  • Jugendzentrum Bauhof

Persönlichkeiten

  Commons: Pettenbach  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Pettenbach im Almtal. In: www.oberoesterreich.at. Abgerufen am 6. Dezember 2016.
  2. Statistik Austria, Bevölkerung am 1.1.2015 nach Ortschaften