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vom 21.03.2017, aktuelle Version,

Pfarrkirche Straden

Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt

Die römisch-katholische Pfarrkirche Straden als zentrale Kirche einer ehemaligen Kirchenburg steht in der Marktgemeinde Straden in der Steiermark. Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt gehört zum Dekanat Radkersburg in der Diözese Graz-Seckau. Die Kirche steht unter Denkmalschutz.

Geschichte

Die Kirche wurde 1188 urkundlich genannt. Durch einen Brand wurde die Kirche 1460 zerstört. Mit dem St. Georgs-Orden wurde die Kirche von 1469 bis 1472 wieder aufgebaut. Von 1700 bis 1702 erfolgten barocke Anbauten. Das Kirchendach und der obere Bereich des Kirchturmes wurden 1945 durch den Krieg zerstört und 1947 wieder aufgebaut. 1958 war eine Außenrestaurierung, 1970 eine Innenrestaurierung.

Architektur

Die spätgotische Kirche hat einen zweijochigen Chor mit einem Fünfachtelschluss und ein Netzrippengewölbe auf Wanddiensten und flache Strebepfeiler. Das vierjochige Langhaus in der Breite des Chores hat ein Vierrautensterngewölbe auf Wanddiensten mit Konsolen. Die ungegliederte Westfassade hat ein gekehltes Spitzbogenportal. Die ab 1700 angebauten Seitenschiffe mit Emporen haben die Aufgänge zu den Emporen im ersten abgeschrägten Joch. Der spätgotische dreiachsige Orgelchor ruht auf einem Netzrippengewölbe. Der spätgotische quadratische Turm steht an der Nordseite des Chores. Das Glockengeschoss und der Zwiebelhelm wurde 1771 aufgesetzt. Die Taufkapelle ist im Erdgeschoss des Turmes mit einem Kreuzrippengewölbe und einem spätgotischen Portal. Über dem Turmportal ist ein Wappenschild mit der Jahresangabe 1513. Im Obergeschoss des Turmes war ehemals eine Rüstkammer.

Außen an der Kirche ist ein Grabstein zu G. Janesius († 1707). Innen ist eine Epitaph I. Neuhofer († 1677) und ein figurgeschmücktes Grabmal zum Pater Joh. A. de Luca († 1714).

Von der alten Kirchhofmauer ist im Nordosten ein 2,20 m hoher Mauerrest mit Schießscharten erhalten. Die Kirchhofmauer schließt die Filialkirche hl. Sebastian ein. Es gibt eine hohe Futtermauer aus Tuffsteinquadern mit Stützpfeilern, südöstlich mit einer spätgotischen Nische mit 1521 bezeichnet. Daneben ist eine Steinfigur Pietà mit der Angabe 1758 in einer gemauerten Ädikula. An der Kirchhofmauer stehen biedermeierliche Verkaufsläden.

Ausstattung

Der Hochaltar mit einem lockeren Säulenaufbau mit einer Volutenkrone aus dem 3. Viertel des 18. Jahrhunderts trägt in der Mitte eine gotische Marienfigur um 1520. Die Kanzel um 1769 schuf der Bildhauer Matthias Leitner und wurde urkundlich 1768 gefasst. Die Seitenaltäre aus 1913 baute die Firma Vogl in Hall.

Die Orgel mit der Orgelchorbrüstung ist aus 1760.

Literatur