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vom 17.06.2017, aktuelle Version,

SV Horn

SV Horn
Verein
Name Sportverein Horn
Sitz Horn, Niederösterreich
Gründung 21. Oktober 1922
Farben blau-weiß
Vorstand Rudolf Laudon
Yoji Honda
Fußballunternehmen
Name SV Horn Profi Betriebs GmbH
Gesellschafter 51 %: Verein
49 %: Honda Estilo Co., Ltd.
Geschäftsführer Yoji Honda
Website svhorn.at
Erste Mannschaft
Trainer Carsten Jancker
Stadion Waldviertler Volksbank Arena
Plätze 3.500
Liga Regionalliga Ost
2016/17 10. Platz (Erste Liga)
Heim
Auswärts
Die Mannschaft des SV Horn in der Saison 2009/10
Ehrenpräsident und Ehrenobmann: Thomas Kronsteiner. Unter ihm gelang Horn 2012 erstmals der Aufstieg in den Profifußball.

Der Sportverein Horn, kurz SV Horn, ist ein österreichischer Fußballverein aus der niederösterreichischen Bezirkshauptstadt Horn. Er wurde am 21. Oktober 1922 gegründet. Die Vereinsfarben sind Blau-Weiß.

Die Profifußballabteilung ist in die SV Horn Profi Betriebs GmbH ausgegliedert, deren Gesellschafter zu 51 Prozent der Verein und zu 49 Prozent die Honda Estilo Co., Ltd. um den japanischen Fußballspieler Keisuke Honda sind.[1] Die erste Herrenmannschaft spielt ab der Saison 2017/18 in der dritthöchsten Spielklasse in Österreich, der Regionalliga.

Die Frauenmannschaft spielt in der zweithöchsten Spielklasse für Frauenfussball in Österreich, der 2. Liga Ost. Außerdem unterhält der SV Horn eine B-Mannschaft (Gebietsliga NW/Waldviertel), eine Frauen B-Mannschaft und acht Jugendmannschaften.

Heimstätte

Der SV Horn trägt seine Heimspiele in der Waldviertler Volksbank Arena aus, die knapp 3.500 Zuschauer fasst.

Geschichte

Gründung und Anfangsjahre

Gegründet wurde der SV Horn am 21. Oktober 1922. Bei der ersten Hauptversammlung wurde Rudolf Zotter zum Obmann und Otto Wimmer zum Obmann Stellvertreter des neu gegründeten Vereins gewählt. Die bis heute bestehenden Vereinsfarben blau und weiß, die den Horner Stadtfarben entsprechen, wurden am 21. Juni 1923 beschlossen. Im Jahr 1927 änderte der SV Horn seinen Namen auf Rapid Horn. Zwei Jahre nach der Gründung des SV Horns bildete sich 1924 mit dem ASK Horn ein zweiter Fußballverein in Horn. Die Vereinigung dieser zwei Vereine zum SV Horn erfolgte im Jahr 1947.

Die ersten Spiele wurden 1923 auf einem Platz an der Frauenhofnerstraße ausgetragen. Im Jahr 1927 übersiedelte der Verein in den Hopfgarten, dem heutigen Union-Platz, wo bis 1949 die Fußballspiele ausgetragen wurden. Danach trug der SV Horn seine Spiele in der neuen Heimstätte auf der Jahnwiese aus. Ein erneuter Wechsel der Heimstätte erfolgte 1957, als dem SV Horn ein Grundstück im Hopfgarten angeboten wurde und die Spiele ab 10. Oktober 1958 am Sportplatz Hopfgarten ausgetragen wurden. In den 1970er Jahren erfolgte ein Ausbau der Sportanlage, wobei am 2. August 1972 in einem Spiel gegen den oftmaligen österreichischen Fußballmeister Rapid Wien die neue Flutlichtanlage eröffnet. Im Jahr 2007 wurde die Tribüne erneut erweitert und 2008 um eine fernseh- und bundesligataugliche Flutlichtanlage erweitert. Die letzte umfassende Modernisierung der Stadionanlage erfolgte im Winter 2011/12, wobei der Stadionname auf den heute verwendeten Namen Waldviertler Volksbank Arena umbenannt wurde.

Der SV Horn spielte die ersten Jahrzehnte seines Bestehens in unteren Spielklassen des niederösterreichischen Landesverbandes. Der erstmalige Aufstieg in die niederösterreichische Landesliga erfolgte in der Saison 1987/88, den erstmaligen Aufstieg in die Regionalliga Ost schaffte der SV Horn in der Saison 1990/91. Dort konnte sich der Verein anfangs einige Jahre lang halten, stieg in der Saison 1996/97 wieder in die Landesliga ab. Dort schafften sie in der Saison 1997/98 den sofortigen Wiederaufstieg in die Regionalliga, wo sie nach zwei weiteren Saisonen aber wieder abstiegen.

Erster nachhaltiger Aufstieg

In der Saison 2006/07 schafften sie den erneuten Aufstieg in die Regionalliga, von wo an acht erfolgreiche Jahre für den SV Horn begannen. So erreichte der Verein im ÖFB-Cup in der Saison 2006/07 das Viertelfinale (gescheitert mit 1:3 am FC Red Bull Salzburg II) und in der Saison 2008/09 das Achtelfinale (gescheitert mit 0:1 am SK Sturm Graz).

In der Saison 2011/12 wurde der SV Horn erstmals in der Vereinsgeschichte Meister der Regionalliga Ost und stieg in die Erste Liga auf. Der SV Horn setzte sich dazu im Relegationsmatch gegen den Meister der Regionalliga West, der WSG Wattens, mit einem 5:1-Sieg auswärts und einem 4:0 im Heimspiel souverän durch. Der Liganeuling war unter Trainer Michael Streiter in der Saison 2012/13 erfolgreich und belegte den sechsten Platz und konnte auch 2013/14 ohne seinen Erfolgstrainer die Klasse mit dem siebenten Rang halten.

Neuerlicher Rückschlag

Im September 2014 wurde Trainer Wilhelm Schuldes nach zwölf Runden ersetzt, weil die Horner in der Tabelle nur auf dem vorletzten Platz lagen. Ihm folgte sein bisheriger Cotrainer Christoph Westerthaler nach. Im Mai 2015 unterlag der SV Horn im Tivoli-Stadion im Abstiegsendspiel gegen den FC Wacker Innsbruck 3:0 und stieg damit nach drei Jahren wieder in die Regionalliga ab. Trainer Christoph Westerthaler wurde durch Johann Kleer vom Floridsdorfer AC ersetzt. Obmann Thomas Kronsteiner übergab die Vereinsleitung an Rudolf Laudon. Kronsteiner, der gleichzeitig größter Geldgeber des Vereins war, erklärte, sich zurückziehen zu wollen.

Wiederaufstieg in die Erste Liga und Einstieg von Honda Estilo

Im Juni 2015 übernahm Keisuke Honda gemeinsam mit seinen Brüdern Hiroyuki und Youji über ihre Agentur „Honda ESTILO“ 49 % der Anteile an Horn. Ziel sei der Wiederaufstieg in die Erste Liga, sowie weiters in die Bundesliga und Teilnahme am Europacup.[2] Honda investierte mit Hilfe eines japanischen Anwaltes aus Wien mehr als zwei Millionen Euro selbst[3], installierte einen Cousin von Keisuke Honda als Co-Obmann neben Laudon und gewann einen japanischen Ausrüster und japanische Sponsoren, darunter Tokyo Nishikawa, einen Matratzenhersteller aus Tokio für den SV Horn.[4] Dadurch und mit sieben neuen Spielern aus Japan sowie seit April 2016 auch einem japanischen Trainer, dem 44-jährigen Masanori Hamayoshi[5] gelang im Mai 2016 der Wiederaufstieg in die Erste Liga.[6] Trotz der sportlichen Erfolge, welche unter dem Einfluss der Japaner erzielt werden konnten, wird wegen der verloren gegangenen Identität des Klubs teilweise Kritik geäußert.[7][8]

Spielklassen ab 1988

  • 1988/89–1990/91 1. NNÖ Landesliga
  • 1991/92–1996/97 Regionalliga Ost
  • 1997/98 1. NÖ Landesliga
  • 1998/99–1999/00 Regionalliga Ost
  • 2000/01–2006/07 1. NÖ Landesliga
  • 2007/08–2011/12 Regionalliga Ost
  • 2012/13–2014/15 Erste Liga
  • 2015/16 Regionalliga Ost
  • 2016/17 Erste Liga
  • 2017/18– Regionalliga Ost

Kampfmannschaft

Trainerteam

Stand: 4. Juni 2017[9]

Funktion Name Geburtsdatum Nationalität beim Verein
seit
letzter Verein
Trainer Carsten Jancker 28.08.1974 Deutschland 06/2017 Co-Trainer (SK Rapid Wien)
Athletiktrainer Srđan Prodanovič Slowenien

Aktueller Kader

Stand: 22. Februar 2017[9]

Rücken-
nummer
Name Geburtsdatum Nationalität beim Verein
seit
letzter Verein
Torhüter
01 Armin Gremsl 13.08.1994 Osterreich 07/2016 Floridsdorfer AC
12 Simon Kronsteiner 27.05.1999 Osterreich 01/2017 SV Horn II
89 Miro Varvodić 15.05.1989 Kroatien 01/2017 vereinslos (zuvor SpVgg Greuther Fürth)
Verteidigung
03 Milan Bortel 07.04.1987 Slowakei 01/2016 FC Spartak Trnava
07 Aleksandar Djordjevic 29.07.1981 Osterreich 07/2008 First Vienna FC 1894
11 Ferdinand Weinwurm 29.04.1990 Osterreich 07/2015 SK Rapid Wien
18 Albert Vallci 02.07.1995 Osterreich 07/2016 SV Lafnitz
19 Lukas Denner 19.06.1991 Osterreich 07/2016 SV Grödig
22 Ivan Ljubic 07.07.1996 Osterreich 07/2015 FK Austria Wien II
30 Jae-Woo Kim 06.02.1998 Korea Sud 08/2016 Yeongdeungpo Technical
34 Nikki Havenaar 16.02.1995 Japan 01/2016 Nagoya Grampus
37 Nosa Iyobosa Edokpolor 22.09.1996 Osterreich 07/2016 Wolfsberger AC II
Mittelfeld
05 Tomislav Jurić 09.04.1990 Kroatien 07/2015 FC Brașov
06 Ahmed-Tobias Andrä 20.04.1996 Osterreich 07/2015 SK Sturm Graz II
08 Balakiyem Takougnadi 16.11.1992 Osterreich 07/2016 SC Wiener Neustadt
10 Miroslav Milošević 28.03.1986 Serbien 07/2015 SC Ritzing
15 Mizuki Arai 14.04.1997 Japan 01/2016 Urawa Red Diamonds Jugend
17 Toni Varela 13.06.1986 Kap Verde 07/2016 FC Dordrecht
20 Rintarō Yajima 09.03.1993 Japan 01/2015 Meiji-Universität
21 Nils Zatl 03.04.1992 Osterreich 01/2016 SC Ritzing
25 Manuel Kegler 17.08.1999 Osterreich 09/2016 SV Horn II
26 Jonas Schaupp 12.11.2000 Osterreich 01/2017 SV Horn II
29 Vesel Limaj 01.12.1996 Deutschland 01/2017 Hamburger SV II
31 Oliver Pranjic 28.09.1994 Osterreich 01/2016 FC Admira Wacker Mödling
33 Ilja Antonov 05.12.1992 Estland 01/2017 FC Levadia Tallinn
Angriff
04 Shōta Sakaki 03.08.1993 Japan 07/2015 Consadole Sapporo
09 Kevin Tano 17.04.1993 Niederlande 07/2016 vereinslos (zuvor Maccabi Herzlia)
23 Benjamin Sulimani 26.09.1988 Osterreich 07/2016 SV Grödig
28 Sally Preininger 03.01.1996 Osterreich 07/2015 SK Sturm Graz II
36 Nicolás Orsini 12.09.1994 Argentinien 08/2016 Tokushima Vortis (Leihe)

Transfers

Stand: 22. Februar 2017[10]

Zugänge: Abgänge:
Sommer 2016
Winter 2016/17

Erfolge und Titel

Männer

Frauen

  • Meister 2. Frauenliga Ost 2005/06
  Commons: SV Horn  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Siehe die SV Horn Profi Betriebs GmbH auf firmenabc.at, abgerufen am 17. März 2017.
  2. Honda steigt bei Horn ein (German)
  3. SV Horn wird japanisch (German)
  4. Das Wunder von Horn (German)
  5. Ein Japaner trainiert den SV Horn (German)
  6. Vienna protestiert nicht, Horn steigt auf (German)
  7. Die Japaner aus dem Waldviertel (German)
  8. Milan-Star will mit Provinz-Klub Horn in die Königsklasse (German)
  9. 1 2 SV Horn: Kader Profis (abgerufen am 4. Mai 2017)
  10. Transfermarkt.at: Transfers 2016/17 (abgerufen am 14. Juli 2016)