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vom 05.03.2017, aktuelle Version,

Schwarzach (Dornbirner Ach)

Schwarzach

Schwarzach (Fluss) in der Gemeinde Schwarzach (Vorarlberg), Österreich. Blick flussabwärts von der Hofsteigstrasse (L 3).

Schwarzach (Fluss) in der Gemeinde Schwarzach (Vorarlberg), Österreich. Blick flussabwärts von der Hofsteigstrasse (L 3).

Daten
Gewässerkennzahl AT: 811504
Lage Vorarlberg, Österreich
Flusssystem Rhein
Abfluss über Dornbirner Ach Rhein Nordsee
Mündung in die Dornbirner Ach
47° 26′ 59″ N,  42′ 46″ O
Blick flussaufwärts von der Hofsteigstrasse (L 3).
Ufermauer flussaufwärts Schwarzachtobelstrasse (L 7)
Zusammenfluss Dornbirner Ache (rechts) mit der Schwarzach (links) bei Flusskm 7,46 (Dornbirner Ache)

Die Schwarzach ist ein Fließgewässer in Österreich, dass von Alberschwende über die Vorarlberger Gemeinde Schwarzach fließt.

Verlauf

Der Bach beginnt als Zusammenfassung mehrere kleinerer Zuflüsse im Ortsteil Schwarzen der Gemeinde Alberschwende und fließt von Osten nach Westen bei Flusskilometer 0,00 (mitten im Ried) in die Dornbirner Ache (beim Flusskilometer der Dornbirner Ache 7,46).

Die Schwarzach ist auf ihrem Verlauf sehr weitgehend durch Dämme eingefasst und der direkte Zugang meist nur erschwert möglich. Entlang der Schwarzachtobelstraße (L 7) fließt die Schwarzach fast parallel zur Landesstraße und kann weitgehend gut eingesehen werden. Im Bereich der Gemeinde Schwarzach wurde die Schwarzach vielfach begradigt

Fast auf dem gesamten Verlauf ist die Schwarzach ein Grenzgewässer, welcher verschiedene politische Gemeinden, politische Bezirke und Gerichtsbezirke in Vorarlberg abgrenzt (siehe historisch auch: Hofsteig).

Zuflüsse

Bei Flusskilometer 10,68, im Gemeindegebiet von Alberschwende, Ortsteil "Schwarzen", erfolgt der Zusammenfluss mehrerer kleiner Bäche, unter anderem des Schwarzenbachs (von der Gemeinde Schwarzenberg kommend).[1] Diese Sammlung an kleinen Fließgewässern wird hier zur Schwarzach.

Bedeutende Zuflüsse der Schwarzach sind (vom Ursprung gesehen) im oberen Bereich bis zur Gemeinde Schwarzach bei Flusskilometer:

  • 9,84 der Hoferbach (Alberschwende),
  • 9,145 der Maier Bach (Alberschwende),
  • 8,975 der Gschwendbach (Alberschwende),
  • 8,84 der Bühelinbach (Alberschwende),
  • 8,68 der Albersbach (Alberschwende),
  • 8,44 der Hänslerbach (Alberschwende),
  • 8,32 der Bereutegraben (Alberschwende),
  • 7,695 der Stauder Bach (ein Grenzbach zu den Gemeinden Alberschwende und Dornbirn),
  • 7,35 der Strickerbach (Dornbirn),
  • 6,265 der Rothenbach (Dornbirn),
  • 5,815 der Töbelebach (Bildstein),
  • 5,62 der Laubtobelbach (Bildstein),

sowie einige weitere, kleinere Zuflüsse.

Im unteren Bereich ab der Gemeinde Schwarzach, zur Einmündung in die Dornbirner Ache gesehen, nimmt die Schwarzach nur mehr einen relevanten Zufluss auf, bei Flusskilometer 2,15, den Rickenbach (Ortsteil Rickenbach bei Wolfurt).

Anstoßende Gemeinden

Im oberen Bereich fließt die Schwarzach durch die politische Gemeinde Alberschwende und Bildstein (Farnach).

Die Schwarzach bildet entlang des Schwarzachtobels teilweise die Grenze zwischen dem politischen Bezirk Dornbirn (Stadt Dornbirn) und dem Bezirk Bregenz.

Etwa bei Flusskilometer 5,50 fließt die Ache in das Gemeindegebiet des gleichnamigen Ortes "Schwarzach" ein und bei Flusskilometer 2,13 aus dem Gemeindegebiet wieder heraus (Nahe der Einmündung des Rickenbachs).

Im unteren Bereich fließt die Schwarzach durch die politischen Gemeinden Dornbirn und Wolfurt.[2]

Wirtschaftliche Nutzung

Die Schwarzach wurde jahrhundertelang wirtschaftlich genutzt. Vor allem die Wasserkraft für die Holzgewinnung (Sägen) und im 19./beginnenden 20. Jahrhundert für die Textilindustrie sowie die Steingewinnung (siehe auch: Wetzsteinerzeugung im Schwarzachtobel und Schwarzachtobler Sandstein). Einige dieser Betriebe finden sich noch heute direkt neben der Schwarzach (.z.B. Sägewerk C. Steurer, Hefel Textil etc.).

So befand sich in der Tobelstraße ein Wasserrad beim Fussenegger-Haus und eines bei der Wetzsteinschleiferei Heinrich Troll. Die Wetzsteinschleiferei Johann Hefel unterhalb des Kreuzfelsens wurde schon vom Vorbesitzer, Marx Alois Sohm aus Dornbirn, seit 1892 mit einer Turbine der Firma J. Ig. Rüsch mit einer Leistung von 70 PS (51,5 kW) angetrieben. Diese (überdimensionierte) Turbine wurde dann von den neuen Betreibern im Jahr 1901 gegen eine, der Wasserdurchsatz besser angepasste Turbine mit 30 PS (22,07kW) ausgetauscht. Für das Kraftwerk dieser Wetzsteinschleife wurde auf dem Gelände der ehemaligen Tobelmühle ein Stauweiher angelegt, der auch als Badeweiher (nur für Männer) genutzt wurde.[3]

Namensherleitung

Der Name Schwarzach setzt sich aus "Schwarz" und "Ach" zusammen. Als Ach werden Fließgewässer wie z.B. Bäche und Flüsse bezeichnet. Der Name "Schwarzach" wurde von dem Umstand abgeleitet, dass die Schwarzach durch einen Wald fließt. Da die Bäume das Sonnenlicht zurückhalten, wurde sie früher „beschattete Ache“ genannt.

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Einzelnachweise

  1. Die Zählung der Flusskilometer wird über diesen Zusammenfluss hinweg auf den Schwarzenbach weitergeführt. In Weiterführung der Flusslinie der Schwarzach über den Schwarzenbach hat die Schwarzach somit eine Länge von 13,40 km.
  2. Die politische Gemeinde Lauterach wird von der Schwarzach knapp nicht mehr tangiert.
  3. Gemeinde Schwarzach, „Schwarzach in alten Bildern“, Schwarzach 2002, Eigenverlag, S. 142, 145, 147.