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vom 11.03.2017, aktuelle Version,

Seitzersdorf-Wolfpassing

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Seitzersdorf-Wolfpassing (Katastralgemeinde)
Historisches Wappen von Seitzersdorf-Wolfpassing
Vorlage:Infobox Gemeindeteil in Österreich/Wartung/Wappen
Verwaltungssprengel
Seitzersdorf-Wolfpassing (Österreich)
Red pog.svg
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Korneuburg (KO), Niederösterreich
Pol. Gemeinde Hausleitenf0
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Koordinaten 48° 24′ 42″ N, 16° 5′ 26″ Of1
Höhe 203 m ü. A.
Einwohner der stat. Einh. 512 (31. Mai 2009)
Fläche 13,25 km²
Postleitzahl 3464f1
Vorwahl +43/02265f1
Ortsvorsteher Friedrich Summerer seit 5. 3. 2015f1
Offizielle Website
Plan von Seitzersdorf-Wolfpassing Vorlage:Infobox Gemeindeteil in Österreich/Wartung/Lageplan
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS

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Seitzersdorf-Wolfpassing ist ein Ort mit 512 Einwohnern im Bezirk Korneuburg in Niederösterreich. Seitzersdorf-Wolfpassing wurde am 1. Jänner 1972 als Katastralgemeinde der Marktgemeinde Hausleiten eingegliedert.

Seitzersdorf und Wolfpassing waren ursprünglich zwei eigenständige Orte, die von 1850 bis 1884 eine Großgemeinde mit Pettendorf und Zissersdorf bildeten. Danach waren sie bis 1931 selbständige Dörfer. 1931 wurden die beiden Dörfer zu einem Ort und einer Kleingemeinde vereinigt und als solche am 1. Jänner 1972 eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Hausleiten.

Geschichte

Seitzersdorf wurde 1234 als „Sizersdorf“ erstmals urkundlich erwähnt, der Name kommt wahrscheinlich von der Ansiedlung eines Sizo (= Kurzform für den Rufnamen Sigehard oder Sigefried), der bei den ersten Grundherrn in Seitzersdorf, den Peilsteirern, vorkommt. 1285 wurde es als „Seitzeinsdorf“ genannt, für 1475 ist ein „Wilhelm von Seitzersdorf“ belegt.

Wolfpassing hat seinen Namen wahrscheinlich vom gleichnamigen Ort Wolfpassing bei Tulln erhalten. Beide Orte gehörten ursprünglich dem Bischof von Passau, später wurden sie vom Landesfürsten als Lehen weitergegeben. Der Name Wolfpassing geht auf einen gewissen Wolfbiss zurück. Wolfpassing ist die Siedlung eines Wolfbiss und seiner Sippe bzw. seiner Getreuen, die mitsiedelten, gesandt von Passau. 1140 werden die Herren von Wolfpezzingen erstmals urkundlich genannt. Vor 1333 war das Wolfpassinger Lehen im Besitz des Konrad von Sierndorf, der damals seinen Hof der Gemeinde Hausleiten als Zehenthof zur Verfügung stellen musste. Als Lehensnehmer folgte 1378 Hans Parschenprunner. Um 1448 stellten die Maissauer die Besitzer. 1538 gelangte der Ort Wolfpassing als Lehen an Julius I. Graf von Hardegg aus einer Nebenlinie der Hardegger Grafen. Sein Sohn Heinrich II. Graf von Hardegg, Herr auf Schloss Schmida, ließ das bereits stark vernachlässigte Herrenhaus Haghof in Wolfpassing durch die Baumeister Jakob Vivian und Ferdinand Dunano ab 1572 schlossartig ausbauen. 1645 verwüsteten die Schweden den Hof. Zwischen 1608 und 1684 diente die Kapelle des Haghofes als Begräbnisstätte der Grafen von Hardegg. Nach einem Brand erhielt das Gebäude 1725 seine heutige Gestalt. Im 19. Jahrhundert wurde das Schloss zum Zentrum eines großen Gutsbetriebes aus- und umgebaut. Zusammen mit Schloss Juliusburg in Stetteldorf und Schloss Schmida wurde der Haghof 1982 vom heutigen Besitzer Georg Stradiot erworben.

Sehenswürdigkeiten

  • Die Dorfkapellen von Seitzersdorf-Wolfpassing (Gemeinde Hausleiten): links Kapelle „Hl. Joachim und Anna“ (1935/1793) ehemals Seitzersdorf und rechts Kapelle „Hl. Kreuz“ (1923) ehemals Wolfpassing.[1]

Die Marktgemeinde Hausleiten

Pettendorf Seitzersdorf-Wolfpassing Zissersdorf
Gaisruck Hausleiten Goldgeben
Perzendorf Zaina Schmida

Literatur

  • Alfred Auer und Herbert Fritz: Klein- und Flurdenkmale - sowie sonstige vom Menschen geschaffene Merkwürdigkeiten - in der Marktgemeinde und Pfarre Hausleiten „Marterlführer“. Edition Club Hausleiten, Hausleiten 2008, ISBN 978-3-902368-19-5
  • Alfred Auer und Herbert Fritz: Die Dorfkapellen der Pfarre St. Agatha zu Hausleiten - „Dorfkapellenführer“; Edition Club Hausleiten; Hausleiten 2011
  • Herbert Fritz: Woher haben unsere Straßen ihre Namen? - Die Straßen in der Marktgemeinde Hausleiten - „Straßenführer", ÖVP Hausleiten“ Hausleiten Jänner 2015

Einzelnachweise

  1. Alfred Auer, Herbert Fritz: Klein- und Flurdenkmale - sowie sonstige vom Menschen geschaffene Merkwürdigkeiten - in der Marktgemeinde und Pfarre Hausleiten „Marterlführer“; Edition Club Hausleiten; Hausleiten 2008, ISBN 978-3-902368-19-5