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vom 24.05.2018, aktuelle Version,

St. Donat

St. Donat (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde St. Donat
St. Donat (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Sankt Veit an der Glan (SV), Kärnten
Gerichtsbezirk Sankt Veit an der Glan
Pol. Gemeinde Sankt Veit an der Glan
Koordinaten 46° 44′ 11″ N, 14° 23′ 35″ Of1
f3f0
Einwohner der Ortschaft 399 (2015)
Gebäudestand 73 (2015)
Fläche d. KG 13,9 km²
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 01661
Katastralgemeinde-Nummer 74526
Zählsprengel/ -bezirk St. Donat (20527 030)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; KAGIS

f0f0BW

Sankt Donat, vom „Steinernen Tisch“ aus gesehen
Heiliger Donatus auf dem Hochaltar in der Pfarrkirche

St. Donat ist eine Ortschaft in der Stadtgemeinde Sankt Veit an der Glan im österreichischen Bundesland Kärnten mit 263 Einwohnern (Volkszählung 2001). Bis zur Eingemeindung im Jahr 1958 war St. Donat eine eigenständige politische Gemeinde.

Geographische Lage

Die kleine Ortschaft befindet sich vier Kilometer südlich der Stadt St. Veit, unmittelbar nach Glandorf direkt an der Friesacher Straße (B 317) nach Klagenfurt. Von dort zweigt auch die Straße nach Launsdorf und zur Burg Hochosterwitz ab.

Ursprung des Ortsnamens

Namensgeber des Ortes ist der Patron der Pfarrkirche, der Heilige Donat (lateinisch: Sanctus Donatus). Er findet sich auch in der Pfarrkirche wieder als zentrale Hochaltarfigur in Form des römischen Soldaten Donatus, der später heiliggesprochen wurde, und deutlich sichtbar den Blitz als Erkennungszeichen in seiner rechten Hand hält.

Geschichte

In der Antike befand sich im Gebiet von St. Donat und St. Michael am Zollfeld ein römischer Vicus mit einem Tempelbezirk.

Der Ort ist bekannt für seine ursprünglich im romanischen Stil erbaute Kirche mit in den Außenwänden eingemauerten vorkeltischen, keltischen und römischen Reliefsteinen mit Personendarstellungen und Skulpturen. Die hier ebenfalls eingemauerte, kopflose überlebensgroße Statue, die „Riesin von St. Donat“, ist eine Männerfigur von einem römerzeitlichen Grabmal. Sie ist keine Darstellung der Isis Noreia. Der Kopf, der früher als Ersatz für das verlorengegangene Original eingemauert war, heute an anderer Stelle eingemauert ist, stammt aus dem Mittelalter.

„Riesin von St. Donat“ an der Außenmauer der Kirche St. Donat
Schloss Stadelhof in Sankt Donat

Bauwerke

  • Schloss Stadelhof südlich von St. Donat
  • Schletterhof: zweigeschossiges Herrenhaus, 17. Jahrhundert, im Kern jedoch älter, vermutlich 16. Jahrhundert
  • Innovative Industriearchitektur am Beispiel FunderMax Werk 3 von Coop Himmelblau, 1989

Die Anlage besteht aus zwei Bauteilen – aus einem Energiezentrum und einer Produktionshalle. Das Energiezentrum hat eine Grundrissfläche von 14 × 31 m und eine Höhe von 8 m mit drei Kaminen zu je 25 m Höhe. Die Produktionshalle misst 42 × 175 m mit einer Höhe von 10,50 m. Verbunden sind diese beiden Teile durch eine Medienbrücke (46 m Länge / 2,50 m Breite). Die Halle hat vier kleine Vordächer und ein großes Flugdach. Das Energiezentrum hat weiters eine Kaskade (13 m hoch) und die drei oben genannten Kamine, die den Namen „tanzende Kamine“ tragen. Ein weiterer räumlicher Eingriff ist die „explodierende Ecke“, in der der Präsentations- und Empfangsraum untergebracht ist.

Konstruktion: Halle: Stahl. Wände: vorgehängte Stahlbetonfertigteile, darüber bündige Blechpaneele. Belichtung durch Sheds an der Nordlängsseite.

Gesellschaft

  • Freiwillige Feuerwehr St. Donat
  • Sängerrunde St. Donat
  • Theatergruppe St. Donat, Theateraufführungen und Lesungen
  • Trachtenkapelle St. Donat/Glandorf (Kärnten)

Im März 1924 fand die Gründungsversammlung der Freiwilligen Feuerwehr St. Donat statt. Bereits vier Jahre später beschloss die Gemeindevertretung, neben der Kirche ein Gemeindehaus zu errichten. Ein Zubau diente der Freiwilligen Feuerwehr damals als Depot. Im August 1928 wurde das Gebäude seiner Bestimmung übergeben. 1949 wurde mit dem Ankauf eines Kraftfahrzeugs, das für Einsatzzwecke umgebaut wurde, ein entscheidender Schritt in Richtung Mobilität getan. 1974 erhielt die Freiwillige Feuerwehr ein Unimog-Fahrzeug. In der Nacht vom 10. auf den 11. Jänner 1961 setzte ein „Feuerteufel“ drei Wirtschaftsgebäude in Brand und hielt die Männer der Freiwilligen Feuerwehr St. Donat eine Nacht lang in Atem. Dieser Einsatz stellte die wohl größte Herausforderung in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr St. Donat dar. Der Verursacher des Brandes konnte noch in derselben Nacht gefasst werden. 1990 mussten die Florianijünger eine weitere Bewährungsprobe bestehen. Nach einer Explosion im Funderwerk in Glandorf (Kärnten) wurde über Rundfunk Giftgasalarm ausgerufen. Die Feuerwehr stand mit schwerem Atemschutz stundenlang im Einsatz. Im April 1995 geriet die Trocknungsanlage der Firma Funder in Brand. Die Freiwillige Feuerwehr St. Donat stand 18 Stunden lang im Einsatz. Mit der Erweiterung des Industrie- und Gewerbeparkes bekam die Freiwillige Feuerwehr St. Donat zunehmend mehr Einsätze und gewann an Bedeutung. Ebenso stellt die S37 eine weitere einsatztechnische Herausforderung dar. Im Jahr 2017 wurde Untermühlbach von einem schweren Unwetter heimgesucht, die Feuerwehr St. Donat stand dabei 2 Tage im Einsatz.

Steinerner Tisch oberhalb von Sankt Donat

Besonderes

Der Ort liegt auf dem Anmarschweg der Sörger Teilnehmer zum Vierbergelauf am Vortag des Dreinagelfreitags (zweiter Freitag nach Ostern). Nahe dem Aufstieg zum Magdalensberg etwas oberhalb des Heiligtums befindet sich auf einem Felsvorsprung ein steinerner Tisch in Form einer großen Felsplatte. Von St. Donat führt der markierte Weg Nr. 814, mit einer Zeitangabe von zwei Stunden, auf den Magdalensberg.

Kurioses

1807 suchte eine historische Persönlichkeit Sankt Donat heim: Der Simerl Krapfenbäck und seine Komplizen Philipp Schuster (genannt Lipp) und Juliana Regenfelder (genannt Julerl) begingen beim „Emerlwirt“ Franz Keuß zu Stadlhof nach einer Übernachtung einen Versorgungsdiebstahl: Vom Dachboden des Wirts verschwand Fleisch, welches unterwegs verzehrt wurde.

Persönlichkeiten

  • Stefan Knafl (1927–2005), Politiker
  • Anton Schmid (1915–1996), Dichter, Komponist und Erneuerer des Kärntner Liedes, Pädagoge und Chorleiter
  Commons: St. Donat  – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien