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vom 11.06.2017, aktuelle Version,

Steinhaus (Oberösterreich)

Steinhaus
Wappen von Steinhaus
Steinhaus (Oberösterreich) (Österreich)
Steinhaus (Oberösterreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Wels-Land
Kfz-Kennzeichen: WL
Fläche: 25,12 km²
Koordinaten: 48° 7′ N, 14° 1′ O
Höhe: 378 m ü. A.
Einwohner: 2.123 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 85 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4641
Vorwahl: 0 72 42
Gemeindekennziffer: 4 18 22
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeindeplatz 2
4641 Steinhaus
Website: www.steinhaus.ooe.gv.at
Politik
Bürgermeister: Harald Piritsch (FPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
10
6
2
1
10  6  2  1 
Von 19 Sitzen entfallen auf:

Lage der Gemeinde Steinhaus im Bezirk Wels-Land
Aichkirchen Bachmanning Bad Wimsbach-Neydharting Buchkirchen Eberstalzell Edt bei Lambach Fischlham Gunskirchen Holzhausen Krenglbach Lambach Marchtrenk Neukirchen bei Lambach Offenhausen Pennewang Pichl bei Wels Sattledt Schleißheim Sipbachzell Stadl-Paura Steinerkirchen an der Traun Steinhaus Thalheim bei Wels Weißkirchen an der Traun Wels Oberösterreich Lage der Gemeinde Steinhaus (Oberösterreich) im Bezirk Wels-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Blick von Westen auf Steinhaus
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Steinhaus ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Wels-Land im Traunviertel mit 2123 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017).

Geografie

Steinhaus liegt auf 378 m Höhe im Traunviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 7,5 km und von West nach Ost 6,1 km. Durch Steinhaus fließt der Aiterbach. 9,2 % des Gemeindegebietes sind bewaldet und 81,1 % der Fläche landwirtschaftlich genutzt.

Gemeindegliederung

Die 6 Ortschaften sind (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

Schauersberg und Unterschauersberg gehören zu Thalheim

Katastralgemeinden sind Oberschauersberg und Steinhaus.

Der einzige Zählsprengel Steinhaus umfasst die gesamte Gemeinde.

Die Gemeinde Steinhaus gehört zum Wahlkreis 3, dem Hausruckviertel. Der zuständige Gerichtsbezirk ist Wels.

Nachbargemeinden


Wels (Std.)
Thalheim bei Wels
Sipbachzell

Geschichte

Der Ort wird erstmals im Kremsmünsterer Codex Fridericianus (entstanden zwischen 1274 und 1325) als Filialkirche der Stiftspfarre Thalheim urkundlich genannt.[2] Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet.

Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt.

Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Einwohnerentwicklung

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 1734 Einwohner, 2001 dann 1801 Einwohner.

Politik

Der Gemeinderat hat insgesamt 19 Mitglieder. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2015 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 10 FPÖ, 6 ÖVP, 2 SPÖ und 1 GRÜNE.

Bürgermeister
  • bis 1979 Johann Winetzhammer senior (ÖVP)
  • 1979–2003 Lambert Haimbuchner (FPÖ)
  • seit 2003 Harald Piritsch (FPÖ)

Wappen

Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens:

Erniedrigt geteilt von Blau und Grün; unten ein silberner Wellenbalken, darüber ein silbernes Haus mit goldenem Dach.

Die Gemeindefarben sind Blau-Weiß-Schwarz.

Mit dem steinernen Haus stellt das Wappen redend den Ortsnamen dar. Das Wellenband steht für die Traun, die die nördliche Gemeindegrenze bildet. Die grüne Farbe im Schildfuß verweist auf den landwirtschaftlichen Charakter der Gemeinde mit einem hohen Anteil an Acker- und Grünland.[2]

Hauptort der Gemeinde

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Steinhaus (Dorf)
Ortschaft (Hauptort der Gemeinde)
Katastralgemeinde Steinhaus
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Wels-Land (WL), Oberösterreich
Pol. Gemeinde Steinhaus
Koordinaten 48° 6′ 56″ N, 14° 1′ 11″ O
Höhe 378 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 654 (2001)
Gebäudestand 216 (2001)
Fläche d. KG 10,75 km²
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 13565
Katastralgemeinde-Nummer 51234
Zählsprengel/ -bezirk Steinhaus (41822 000)
Ortsch. mit Buchhof, Helling
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; DORIS

Gemeindehauptort ist das Dorf Steinhaus, das auch Ortschaft der Gemeinde ist. Es befindet sich etwa 7 Kilometer südlich von Wels, im Zentrum des Gemeindegebiets. Der Ort liegt auf Höhen um die 380 m ü. A. im Tal des Aiterbachs, der bei Wels in die Traun mündet. Steinhaus erstreckt sich heute als Straßendorf über etwa 1800 Meter in Nord–Süd-Richtung entlang der Almtalbahn. Der Ort liegt in Prinzip direkt an der Welser Westspange der A8 Innkreis Autobahn, ist aber durch eine großzügige Untertunnelung westlich vor Lärmbeinträchtigung geschützt. Die Ortschaft besitzt ländlichen Charakter mit einigen Gasthäusern, einer Bank, einer Bäckerei, einer Fleischhauerei sowie Neubausiedlungen und vielen Bauernhöfen.

Die Ortschaft umfasst um die 220 Gebäude mit etwas über 650 Einwohnern, das ist etwa 13 der Gemeindebevölkerung. Dazu gehören auch die Einzellage Buchhof talsauswärts, und die Häuser nordöstlich oberhalb am Riedel, an Seestraße und Hellingstraße bis zum Weiler Helling, gegen Thalheim hin.

Zur Katastralgemeinde Steinhaus mit 1075 Hektar gehören auch die Ortschaften Oberhart und Unterhart südlich und östlich (von denen Ortsbestandteile auch zu Sattledt gehören), und kleine Teile der Ortschaft Oberschauersberg nördlich. Katastralgrenze innerhalb der Gemeinde ist der Bachlauf des Aiterbachs.

Nachbarorte und -ortschaften
Oberschauersberg (O) Unterschauersberg (O, Gem. Thalheim b.W.)

Aiterbach

Bergerndorf   (O, Gem. Thalheim b.W.)

Helling
Thal
(Gem. Thalheim b.W.)

Pfennigmairhäuser

Schörgendorf

Dorf
Taxlberg (O, Gem. Steinhaus u. Steiner­kirchen a.d.T.)

Matzelsdorf

Oberhart (O, Gem. Steinhaus u. Sattledt)

Unterhart (O, Gem. Steinhaus u. Sattledt)

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Pfarrkirche Steinhaus mit Friedhof: Die heutige Kirche wurde im Jahr 1683 errichtet. Der barocke Hochaltar von 1693 trägt Statuen von Johann Baptist Carlperger. 1793 erfolgte der Ausbau des Westturms mit Zwiebelhelm.
  • Filialkirche Taxlberg: spätgotischer einfacher Quaderbau; einschiffiges, dreijochiges Langhaus mit Netzrippengewölbe, Kreuzrippengewölbe im Chor. Der holzgedeckte offene Vorbau vor dem spätgotischen Westtor mit eisernen Beschlägen wurde vermutlich früher zur Segnung von Haustieren verwendet.
  • Schloss Steinhaus: Burg der Polhaimer spätestens aus dem 13. Jahrhundert, 1766 nach Brand als Landschloss wiederaufgebaut. Privatbesitz.
  • Kriegerdenkmal an der westlichen Schlossparkmauer
  • Antonius-Denkmal beim Schloss Steinhaus

Persönlichkeiten

Literatur

  • Gemeinde Steinhaus: Steinhaus bei Wels. Geschichte – Kultur – Kleindenkmäler. Verlag Moserbauer, 2001, ISBN 978-390212109-7.

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. 1 2 Herbert Erich Baumert: Die Wappen der Städte, Märkte und Gemeinden Oberösterreichs, 9. (letzter) Nachtrag 1992–1996. In: Oberösterreichische Heimatblätter, Heft 3, 1996, S. 251 (PDF, 2,7 MB; ooegeschichte.at).
    Detaillierte Beschreibung des Wappens, land-oberoesterreich.gv.at > Landesgeschichte