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vom 31.05.2017, aktuelle Version,

Stroheim

Stroheim
Wappen von Stroheim
Stroheim (Österreich)
Stroheim
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Eferding
Kfz-Kennzeichen: EF
Fläche: 28,78 km²
Koordinaten: 48° 20′ N, 13° 57′ O
Höhe: 489 m ü. A.
Einwohner: 1.536 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 53 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4074
Vorwahl: 07272
Gemeindekennziffer: 4 05 12
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Stroheim 30
4074 Stroheim
Website: www.stroheim.at
Politik
Bürgermeister: Rudolf Gammer (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
9
6
2
2
9  6  2  2 
Von 19 Sitzen entfallen auf:

Lage der Gemeinde Stroheim im Bezirk Eferding
Alkoven Aschach an der Donau Eferding Fraham Haibach ob der Donau Hartkirchen Hinzenbach Prambachkirchen Pupping St. Marienkirchen an der Polsenz Scharten Stroheim Oberösterreich Lage der Gemeinde Stroheim im Bezirk Eferding (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap

Blick auf Stroheim
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Stroheim ist eine Gemeinde mit 1536 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) in Oberösterreich im Bezirk Eferding im Hausruckviertel. Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Eferding.

Geografie

Stroheim liegt auf 489 m ü. NN auf einem Gneisriegel, der sich 220 bis 380 m ü. NN über das Eferdinger Becken erhebt. Die höchste Erhebung, der Mayrhofberg, ist 654 m ü. NN hoch und gleichzeitig der höchste Punkt des Bezirks Eferding. Im Norden fällt das Gelände schroff zur Aschach hin ab, die dort auf 2,7 km die Gemeindegrenze bildet. Weitere nennenswerte Gewässer gibt es aufgrund der Höhenlage nicht.

Die Ausdehnung beträgt von Norden nach Süden 7,8 km, von Westen nach Osten 9 km. Die Gesamtfläche beträgt 28,7 km². 28,6 % der Fläche sind bewaldet, 63,4 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 22 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Bergern (25)
  • Birihub (40)
  • Dunzing (6)
  • Gmeinholz (34)
  • Götzenberg (16)
  • Großstroheim (94)
  • Gschnarret (21)
  • Gstocket (17)
  • Gugerling (14)
  • Kleinstroheim (125)
  • Knieparz ob der Leiten (47)
  • Kobling (119)
  • Mayrhof (105)
  • Mitterstroheim (217)
  • Reith (76)
  • Schnellersdorf (77)
  • Stallberg (63)
  • Stroheim (241)
  • Troß (16)
  • Windischdorf (93)
  • Wögern (78)
  • Wölflhof (32)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Großstroheim und Mayrhof.

Nachbargemeinden (im Uhrzeigersinn - in Klammern die Himmelsrichtungen):

St. Agatha (NW), Haibach ob der Donau (NO), Hartkirchen (O), Pupping (O), Hinzenbach (S), Prambachkirchen (W) und Waizenkirchen (W).

Geschichte

Im Jahr 1110 wurde der Ort als Strachen erstmals urkundlich erwähnt. Zwischen 1272 und 1301 finden sich in Urkunden der Schaunberger die Namen Chunrad von Strochen und Ulrich von Strochener. Weitere frühere Bezeichnungen von Stroheim sind unter anderem: Strochen, Strahen, Strohham, Stroham und Strohheim.

Bis 1848 war Stroheim eine Grundherrschaft. In jenem Jahr wurden die Gemeinden Mayrhof und Großstroheim gebildet, die 1876 zur Gemeinde Stroheim zusammengelegt wurden.

Religion

Pfarrkirche Stroheim

Um 1235 ließ Graf Johann I. von Schaunberg eine katholische Pfarrkirche erbauen. Das Bauwerk mit dem 52 m hohen Turm ist Johannes dem Täufer geweiht. Der Graf war Mitglied des Johanniterordens und übergab die Kirche als Filialkirche den Johannitern von Mailberg, den späteren Maltesern. Aus dieser Tatsache leitet sich das Malteserkreuz im heutigen Gemeindewappen ab.

1784 wurde Stroheim eine eigene Pfarre. Die in ihren Ursprüngen gotische Pfarrkirche wurde später mehrfach umgebaut, so bekam sie unter anderem eine neugotische Inneneinrichtung; ihre heutige Form erhielt sie 1896/97.

Neben der Pfarrkirche gibt es noch die 1901 erbaute, vom Kloster Pupping gestiftete Landerlkapelle im Ortsteil Geisberg. Sie ist Ziel der jährlichen Christi-Himmelfahrtsprozessionen und kann auch als Hochzeitskirche genutzt werden.

Heute (2006) sind ungefähr 75 % der Bevölkerung Katholiken.

Die Aussichtswarte Mayrhofberg

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Politik

Der Gemeinderat besteht aus 19 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2015 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen: ÖVP 9, Bürgerliste mea (miteinander) 6, BZÖ + parteifreie Bürger 2, SPÖ 2.

Bürgermeister
  • bis 2015 Franz Breuer (ÖVP)
  • seit 2015 Rudolf Gammer (ÖVP)

Wappen

Blasonierung: Von Rot und Silber geviert mit einem Malteserkreuz in gewechselten Farben. Die Gemeindefarben sind Grün-Weiß. Das eingekerbte ("achtspitzige") Kreuz ist das Zeichen des 1113 in Jerusalem gegründeten Johanniter-, später Malteser-Ritterordens, der aus Anlass der Kreuzzüge zur Betreuung der Pilger und zur Verteidigung der Kirchen im Heiligen Land entstanden ist. Die Johanniter-Ordenskommende Stroheim wurde wahrscheinlich um 1260 oder schon 1235 auf Grund einer Schenkung der Herren von Schaunberg innerhalb ihres Machtbereiches errichtet und der Komturei Mailberg/NÖ. als Filiale übergeben; 1273 wird die Marienkirche oberhalb von "Strahen" in einer Schenkungsurkunde an den Meister Wulfing in Mailberg erstmals schriftlich erwähnt. Nachdem 1780 bzw. 1784 die Errichtung der Pfarre Stroheim verfügt wurde, verzichtete 1790 die Malteser-Kommende auf das Patronatsrecht, das schließlich auf den Religionsfonds der neugeschaffenen Diözese Linz überging.

Bildung

  • Gemeindekindergarten
  • Volksschule

Freizeit

Mehr als 10 Vereine bereichern das gesellschaftliche Leben von Stroheim, in den Bereichen Kultur, Sport, Gesellschaft usw.

  • zwei Tennisplätze
  • Asphaltbahn
  • öffentlicher Sportplatz
  • Markierte Wanderwege
  • im Winter eine 15 km lange Langlaufloipe

Verkehr

Wegen der Lage auf einem Berg gibt es keinen Durchzugsverkehr. Die L 1217 Stroheimer Straße führt von Eferding über Stroheim ins Aschachtal bei Waizenkirchen. Daneben gibt es untergeordnete Straßen in andere Nachbargemeinden.

  Commons: Stroheim  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011