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vom 26.12.2018, aktuelle Version,

Theodor Mayer (Historiker)

Theodor Mayer (* 24. August 1883 in Neukirchen an der Enknach (Oberösterreich), Österreich-Ungarn; † 26. November 1972 in Salzburg) war ein österreichischer Historiker.

Leben

Theodor Mayer, Sohn eines Arztes, absolvierte 1901 am Gymnasium in Innsbruck die Matura. Von 1901 bis 1905 studierte er Geschichte an den Universitäten Florenz und Wien, ab 1903 am Institut für Österreichische Geschichtsforschung vor allem bei Engelbert Mühlbacher, Emil von Ottenthal und Oswald Redlich. Nach der Staatsprüfung 1905 zur Burgenverfassung in Österreich erfolgte 1906 die Promotion an der Universität Wien mit der Arbeit Die Handelsbeziehungen der oberdeutschen Städte zu Österreich im 15. Jahrhundert. Als wichtigsten Einfluss auf seine wissenschaftliche Ausbildung hat Mayer rückblickend Alfons Dopsch genannt, der ihn zur Verfassungs- und Wirtschaftsgeschichte auf Basis der Landesgeschichte brachte.

Von 1906 bis 1914 arbeitete Mayer an verschiedenen österreichischen Archiven, zunächst bis 1907 als Archivpraktikant im Statthaltereiarchiv Innsbruck (jetzt Staatsarchiv), danach im Adelsarchiv in Wien sowie im Allgemeinen Archiv im Ministerium des Innern und schließlich ab 1912 als Leiter des Landesarchivs Niederösterreich. 1911 heiratete er eine Tochter des JUDr. und Aussig -Teplitz Eisenbahn Präsident Franz Carl Stradal und der Emma Broudre in Teplitz, Böhmen . Emma Stradal geb. Broudre ist eine Cousine des JUDr. Franz Max Broudre in Saaz.

1914 erfolgte Mayers Habilitation an der Universität Wien mit der Arbeit Verwaltungsreform in Ungarn nach der Türkenzeit. Danach begann Mayer seine akademische Laufbahn als Privatdozent an der Wiener Universität, die allerdings bald durch den Kriegsausbruch unterbrochen wurde. Im Ersten Weltkrieg diente er als Artillerieoffizier in der österreichischen Armee, zuletzt als Oberleutnant der Reserve.

Nach dem Krieg nahm Mayer zunächst wieder seine Tätigkeit als Leiter des Landesarchivs Niederösterreich auf. 1920 erfolgte eine Erweiterung der Lehrberechtigung (venia legendi) auf Allgemeine Geschichte.

1923 setzte Mayer seine Hochschullaufbahn mit der Berufung zum außerordentlichen Professor für Geschichte des Mittelalters und Historische Hilfswissenschaften an der Deutschen Universität in Prag fort. 1927 erfolgte die Umwandlung in eine ordentliche Professur. 1930 erhielt er als Nachfolger von Hermann Aubin den Ruf als ordentlicher Professor für mittlere und neuere Geschichte an die Universität Gießen. 1934 trat er die Nachfolge Hermann Heimpels auf dem Lehrstuhl für mittelalterliche Geschichte an der Universität Freiburg i. Br. an. 1938 übernahm er von Edmund E. Stengel die Professur für Mittelalterliche Geschichte, Geschichtliche Hilfswissenschaften und Geschichtliche Landeskunde an der Universität Marburg, wo er auch Direktor des Instituts für hessische Landesgeschichte wurde. 1939 bis 1942 war Mayer Rektor der Universität.

Als Vorsitzender der Westdeutschen Forschungsgemeinschaft (WFG) 1935 bis 1939 leitete Mayer zwölf Tagungen dieser Vereinigung. Dabei wurde interdisziplinär systematisch das angrenzende Reichsgebiet auf vorhandenes Deutschtum untersucht. In den Themen der Tagungen spiegelt sich dieses Interessenfeld wider, etwa wenn über den Burgundisch-Alemannischen Raum, Ostfriesland und Gelderland, die Probleme der elsässischen Geschichte oder die Herausbildung des deutschen und französischen Volkstums aus dem fränkischen Volkstum diskutiert wurde.

Am 1. August 1933 trat Theodor Mayer dem Nationalsozialistischen Lehrerbund (NSLB), am 1. Oktober 1933 dem Nationalsozialistischen Beamtenbund (NSB) und am 1. Mai 1937 der NSDAP (Mitgliedsnummer 4.352.531) bei. 1939 wurde er als Mitglied in den Nationalsozialistischen Dozentenbund (NSD) aufgenommen.

Von 1942 bis 1945 war Mayer Präsident des Reichsinstituts für ältere deutsche Geschichtskunde (Monumenta Germaniae Historica, MGH) sowie in Personalunion Direktor des Deutschen Historischen Instituts in Rom. 1943 bis 1945 bekleidete er eine Honorar-Professor an der Universität Berlin.

Anfang 1941 regte Theodor Mayer nach einer Unterredung mit Werner Best die Gründung eines Deutschen Historischen Instituts in Paris an. Mayers Denkschrift vom 10. Februar 1941 war von propagandistischen Überlegungen getragen. Mit einem solchen Institut sollte der Nachweis erbracht werden, dass ein großer Teil Nordfrankreichs ein weitgehend germanischer Raum gewesen sei. Neben Überlegungen wie Personal- und Materialbedarf enthielt die Denkschrift auch den Hinweis auf die schwierigen Beziehungen zwischen der deutschen und französischen Geschichtswissenschaft, die es zu erneuern gelte.

Im Frühsommer 1944 verfügte Mayer als Direktor des Deutschen Historischen Instituts in Rom eigenmächtig und ohne Rücksprache mit dem zuständigen Ministerium die Verlegung der Bibliotheken des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Kulturgeschichte, des Archäologischen Instituts, des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Kunstwissenschaft und des DHI aus einem Salzbergwerk in der Steiermark nach Pommersfelden bei Bamberg. Dorthin hatte Mayer bereits 1943 die Bibliothek der MGH bringen lassen, um sie so vor den Bombenangriffen auf Berlin zu schützen.

Bereits seit 1942 Berater der deutschen Archivbergungsaktion in Italien, wurde Mayer Anfang 1944 zunehmend in die Überlegungen der von SS-Standartenführer Alexander Langsdorff geleiteten Abteilung Kunst-, Archiv- und Bibliotheksschutz beim Chef der Militärverwaltung einbezogen. Der Vorschlag der Dienststelle des Befehlshabers der Sicherheitspolizei und des SD in Verona, sämtliche italienischen Archive unter deutsche Verfügungsgewalt zu bringen, wurde durch Weisung vom 22. Februar 1944 durch Heinrich Himmler angeordnet. Demnach sollten alle italienischen Archive gesichert und nach Norditalien gebracht werden. Zusätzlich sollten alle für die deutsche Geschichte wichtigen Dokumente ins Reich verbracht werden. Die praktische Durchführung wurde dem DHI in Rom und dessen Leiter, Theodor Mayer, übertragen. In einer Denkschrift vom 1. April 1944 sprach sich Mayer gegen die umfassende Verbringung italienischer Archivalien nach Norditalien oder ins Reich aus. Was die Dokumente anging, die aufgrund ihrer Relevanz für die deutsche Geschichte gesichert werden müssten, äußerte sich Mayer: „Der wissenschaftliche Wert von Einzelstücken wird aber dadurch, daß sie aus ihren Beständen herausgelöst werden, sehr herabgesetzt, diese Stücke wären im Reich kaum benützbar, weil sonst immer der Vorwurf des Archivalienraubes erhoben werden würde. Es müßte also der Besitz geheim gehalten und die Archivalien der Benützung völlig entzogen werden. Damit wäre der deutschen Wissenschaft nichts genützt. Andererseits aber würde dadurch das Verhältnis der deutschen Wissenschaft zur italienischen auf sehr lange Zeit hinaus schwer belastet werden.“

Zwischen 1940 und 1945 leitete Theodor Mayer zusammen mit Walter Platzhoff im Rahmen des Kriegseinsatzes der Geisteswissenschaften sechs Tagungen, die letzte mit Sondergenehmigung im Januar 1945 in Braunau am Inn. Thematisch befassten sich die Historiker mit dem Thema „Das Reich und Europa“. In diesem Rahmen wurden Fragen des deutschen Königtums, des hohen Adels und des Bauerntums in ihrer Bedeutung für die Herausbildung des Staates, aber auch Probleme der Siedlungs-, Reichs- und Verfassungsgeschichte erörtert.

Als im Oktober 1944 der MGH-Mitarbeiter Ernst Perels wegen möglicher Verbindung zum Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944 verhaftet wurde, verwendete sich Mayer schriftlich für die politische Loyalität seines Mitarbeiters beim zuständigen Ministerium.

Nach Kriegsende war Mayer von September 1945 bis Juni 1946 im Lager Hammelburg interniert. Im Entnazifizierungsverfahren wurde er als „Mitläufer“ eingestuft und zu einer Geldstrafe verurteilt. In der Sowjetischen Besatzungszone wurde Mayers Werk Deutschland und Europa (1940) auf die Liste der auszusondernden Literatur gesetzt.[1]

Bei der Neukonstituierung der MGH wurde Mayer nicht berücksichtigt. Einen Lehrstuhl erhielt er ebenfalls nicht wieder. Stattdessen leitete er seit 1951 das Städtische Institut für Landschaftsgeschichte des Bodenseegebietes in Konstanz, das 1958 in Konstanzer Arbeitskreis für mittelalterliche Geschichte umbenannt wurde und dessen Vorsitzender Theodor Mayer ab 1960 auch formell war. Unter seiner Führung genoss der Konstanzer Arbeitskreis bald einen Ruf als eines der wichtigsten außeruniversitären Forschungsinstitute in der Bundesrepublik.

Forschung

Seit den 1920er Jahren wirkte Mayer entscheidend auf Theorie und Methoden der deutsch-österreichischen Mediävistik ein. Besonders unter dem Einfluss seines Lehrers Alfons Dopsch entwickelte er ein über die engere Verfassungsgeschichte hinausgehendes „universales“ Geschichtsverständnis, das anhand der landesgeschichtlichen Betrachtung Sozial-, Wirtschafts- und Geistesgeschichte einbezog.

Bis heute ist die mittelalterliche Staatsauffassung von den von Theodor Mayer geprägten Begriffen Personenverbandsstaat und institutioneller Flächenstaat geprägt.

Wissenschaftsorganisation

Mitgliedschaften

  • 1927–1945: Korrespondierendes Mitglied der „Deutschen Gesellschaft der Wissenschaften und Künste für die Tschechoslowakische Republik“ (1939 umbenannt in „Deutsche Gesellschaft der Wissenschaften und Künste in Prag“, 1941 in „Deutsche Akademie der Wissenschaften in Prag“); 1945 aufgelöst
  • 1930–1945: Ortsgruppe „Volksdeutsche im Ausland“ (VDA) Gießen; 1930–1934 Vorstand
  • 1937–1938: Korrespondierendes Mitglied der Württembergischen Kommission für Landesgeschichte (zugewählt als Vertreter der Badischen Historischen Kommission; Beendigung der Mitgliedschaft wegen des Rufes nach Marburg)
  • 1937–1945: NSDAP
  • 1939: Förderndes Mitglied der Badischen Historischen Kommission
  • 1940–1945: Reichsforschungsrat
  • 1942: Korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien
  • 1942: Korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München
  • 1944: Preußische Akademie der Wissenschaften (Sommer 1945: Ausschluss aus der Akademie)
  • 1954–1968: Ordentliches Mitglied der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg; 1968 Ehrenmitglied

Ehrungen

Schriften (Auswahl)

  • Zur Geschichte der nationalen Verhältnisse in Prag. In: Aus Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Gedächtnisschrift für von Georg von Below. Kohlhammer, Stuttgart 1928, S. 254–278.
  • Zur Frage der Städtegründungen im Mittelalter. In: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung. Bd. 43, 1929, S. 261–282.
  • Aufgaben der Siedlungsgeschichte in den Sudetenländern. In: Deutsche Hefte für Volks- und Kulturbodenforschung. Bd. 1, 1931, ZDB-ID 536349-4, S. 129–151.
  • Die mittelalterliche deutsche Kaiserpolitik und der deutsche Osten. In: Nachrichten der Gießener Hochschulgesellschaft. Bd. 8, 1931, ZDB-ID 206974-x, S. 9–27.
  • Geschichtliche Grundlagen der deutschen Verfassung. Festrede, gehalten bei der Reichsgründungsfeier am 18. Januar 1933 (= Schriften der hessischen Hochschulen. Universität Gießen. Jg. 1933, H. 1, ZDB-ID 555787-2). Töpelmann, Gießen 1933.
  • Der Staat der Herzoge von Zähringen (= Freiburger Universitätsreden. Bd. 20, ZDB-ID 501318-5). Wagner, Freiburg (Breisgau) 1935.
  • St. Trudpert und der Breisgau. In: Theodor Mayer (Hrsg.): Beiträge zur Geschichte von St. Trudpert (= Veröffentlichungen des Oberrheinischen Instituts für geschichtliche Landeskunde Freiburg im Breisgau. Bd. 3, ZDB-ID 1283308-3). Wagner, Freiburg (Breisgau) 1937, S. 11–30.
  • als Herausgeber: Beiträge zur Geschichte von St. Trudpert (= Veröffentlichungen des Oberrheinischen Instituts für geschichtliche Landeskunde Freiburg im Breisgau. Bd. 3, ZDB-ID 1283308-3). Wagner, Freiburg (Breisgau) 1937.
  • Die Habsburger am Oberrhein im Mittelalter. In: Gesamtdeutsche Vergangenheit. Festgabe für Heinrich Ritter von Srbik zum 60. Geburtstag am 10. November 1938. Bruckmann, München 1938, S. 47–54.
  • Die historisch-politischen Kräfte im Oberrheingebiet im Mittelalter. In: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins. Bd. 91 = NF Bd. 52, 1938, S. 1–24.
  • Über Entstehung und Bedeutung der älteren deutschen Landgrafschaften. In: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte. Germanistische Abteilung. Bd. 58, 1938, S. 138–162.
  • Die Zähringer und Freiburg im Breisgau. In: Schau-ins-Land. Bd. 65/66, 1938/1939, ZDB-ID 128267-0, S. 133–146, Digitalisat.
  • Die Ausbildung der Grundlagen des modernen deutschen Staates im hohen Mittelalter. In: Historische Zeitschrift. Bd. 159, 1939, S. 457–487.
  • Die Besiedlung und politische Erfassung des Schwarzwaldes im Hochmittelalter. In: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins. Bd. 91 = NF Bd. 52, 1939, S. 500–522.
  • Das deutsche Königtum und sein Wirkungsbereich. In: Fritz Hartung u. a.: Das Reich und Europa. Koehler & Amelang, Leipzig 1941, S. 54–60.
  • Das Kaisertum und der Osten im Mittelalter. In: Hermann Aubin (Hrsg.): Deutsche Ostforschung. Ergebnisse und Aufgaben seit dem ersten Weltkrieg (= Deutschland und der Osten. Quellen und Forschungen zur Geschichte ihrer Beziehungen. Bd. 20, ZDB-ID 541562-7). Band 1. Hirzel, Leipzig 1942, S. 291–309.
  • Der Vertrag von Verdun. In: Theodor Mayer (Hrsg.): Der Vertrag von Verdun. 843. Neun Aufsätze zur Begründung der europäischen Völker- und Staatenwelt. Koehler & Amelang, Leipzig 1943, S. 5–30.
  • als Herausgeber: Der Vertrag von Verdun. 843. Neun Aufsätze zur Begründung der europäischen Völker- und Staatenwelt. Koehler & Amelang, Leipzig 1943.
  • Königtum und Gemeinfreiheit im frühen Mittelalter. In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters. Bd. 6, 1943, S. 329–362, Digitalisat.
  • Konstanz und St. Gallen in der Frühzeit. In: Schweizerische Zeitschrift für Geschichte. Bd. 2, 1952, S. 473–524, Digitalisat.
  • Staat und Hundertschaft in fränkischer Zeit. In: Rheinische Vierteljahrsblätter. Bd. 17, 1952, ISSN 0035-4473, S. 343–384.
  • Bemerkungen und Nachträge zum Problem der freien Bauern. In: Zeitschrift für württembergische Landesgeschichte. Bd. 13, 1954, ISSN 0044-3786, S. 46–70.
  • Die Anfänge von Lübeck. Entstehung und Auflösung eines Schlagwortes. In: Westfälische Forschungen. Bd. 9, 1956, 209–212.
  • Das österreichische Privilegium minus. In: Mitteilungen des Oberösterreichischen Landesarchivs. Bd. 5, 1957, S. 9–60, Digitalisat (PDF; 6 MB).
  • Das schwäbische Herzogtum und der Hohentwiel. In: Herbert Berner (Hrsg.): Hohentwiel. Bilder aus der Geschichte des Berges. Thorbecke, Konstanz 1957, S. 88–113.
  • Mittelalterliche Studien. Gesammelte Aufsätze. Thorbecke, Lindau u. a. 1959.

Literatur

  • Karl Bosl: Mayer, Theodor. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 16, Duncker & Humblot, Berlin 1990, ISBN 3-428-00197-4, S. 554–556 (Digitalisat).
  • Traute Endemann: Geschichte des Konstanzer Arbeitskreises. Entwicklung und Strukturen 1951–2001 (= Veröffentlichungen des Konstanzer Arbeitskreises für mittelalterliche Geschichte aus Anlass seines fünfzigjährigen Bestehens 1951–2001. Bd. 1). Thorbecke, Stuttgart 2001, ISBN 3-7995-6907-3.
  • Michael Fahlbusch: Wissenschaft im Dienst der nationalsozialistischen Politik? Die „Volksdeutschen Forschungsgemeinschaften“ von 1931–1945. Nomos, Baden-Baden 1999, ISBN 3-7890-5770-3.
  • Johannes Fried (Hrsg.): Vierzig Jahre Konstanzer Arbeitskreis für mittelalterliche Geschichte. Thorbecke, Sigmaringen 1991, ISBN 3-7995-6905-7.
  • Conrad Grau: Planungen für ein Deutsches Historisches Institut in Paris während des Zweiten Weltkrieges. In: Francia. Bd. 19, Nr. 3, 1992, S. 109–128 (Digitalisat).
  • Ingo Haar: Historiker im Nationalsozialismus. Deutsche Geschichtswissenschaft und der „Volkstumskampf“ im Osten (= Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft. Bd. 143). Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 2000, ISBN 3-525-35942-X.
  • Frank-Rutger Hausmann: „Deutsche Geisteswissenschaft“ im Zweiten Weltkrieg. Die „Aktion Ritterbusch“ (1940–1945) (= Studien zur Wissenschafts- und Universitätsgeschichte. Bd. 12). 3., erweiterte Auflage. Synchron Wissenschaftsverlag der Autoren, Heidelberg 2007, ISBN 978-3-935025-98-0.
  • Frank-Rutger Hausmann: „Auch im Krieg schweigen die Musen nicht“. Die Deutschen Wissenschaftlichen Institute im Zweiten Weltkrieg (= Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte. Bd. 169). Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 2001, ISBN 3-525-35357-X.
  • Reto Heinzel: Theodor Mayer – Ein Wissenschaftsorganisator mit „grossen Möglichkeiten“. In: Ulrich Pfeil (Hrsg.): Das Deutsche Historische Institut Paris und seine Gründungsväter. Ein personengeschichtlicher Ansatz (= Pariser historische Studien. Bd. 86). Oldenburg, München 2007, ISBN 978-3-486-58519-3, S. 59–77, online.
  • Reto Heinzel: Von der Volkstumswissenschaft zum Konstanzer Arbeitskreis. Theodor Mayer und die interdisziplinäre deutsche Gemeinschaftsforschung. In: Stefan Albrecht, Jiří Malíř, Ralph Melville (Hrsg.): Die „sudetendeutsche Geschichtsschreibung“ 1918–1960. Zur Vorgeschichte und Gründung der Historischen Kommission der Sudetenländer (= Veröffentlichungen des Collegium Carolinum. Bd. 114). Oldenbourg, München 2008, ISBN 978-3-486-58374-8, S. 43–59 (Digitalisat).
  • Reto Heinzel: Theodor Mayer. Ein Mittelalterhistoriker im Banne des „Volkstums“ 1920–1960. Ferdinand Schöningh, Paderborn 2016, ISBN 978-3-506-78264-9.
  • Reto Heinzel: Theodor Mayer. In: Michael Fahlbusch, Ingo Haar, Alexander Pinwinkler (Hrsg.): Handbuch der völkischen Wissenschaften. Akteure, Netzwerke, Forschungsprogramme. Unter Mitarbeit von David Hamann. 2., grundlegend erweiterte und überarbeitete Auflage. Bd. 1, De Gruyter Oldenbourg, Berlin 2017, ISBN 978-3-11-042989-3, S. 485–488.
  • Jörg-Peter Jatho, Gerd Simon: Gießener Historiker im Dritten Reich. Gießen 2008, ISBN 978-3-88349-522-4, S. 54–60.
  • Jürgen Klöckler: Verhinderter Archivalienraub in Italien. Theodor Mayer und die Abteilung „Archivschutz“ bei der Militärverwaltung in Verona 1943–1945. In: Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken. Bd. 86, 2006, S. 491–537 (Digitalisat).
  • Jürgen Klöckler: Vom Alemannischen Institut zum „Oberrheinischen Institut für geschichtliche Landeskunde“. Theodor Mayer als Wissenschaftsorganisator im „Dritten Reich“. In: Alemannisches Institut Freiburg im Breisgau e. V. (Hrsg.): Das Alemannische Institut. 75 Jahre grenzüberschreitende Kommunikation und Forschung. (1931–2006) (= Veröffentlichung des Alemannischen Instituts. Bd. 7). Alber, Freiburg (Breisgau) u. a. 2007, ISBN 978-3-495-48286-5, S. 135–142, Volltext (PDF;362 KB).
  • Karl Lechner: Univ.-Prof. Dr. Theodor Mayer †. In: Unsere Heimat. Zeitschrift des Vereins für Landeskunde von Niederösterreich. Bd. 44, 1973, ISSN 1017-2696, S. 71–73.
  • Theodor Mayer: Ein Rückblick. In: Theodor Mayer: Mittelalterliche Studien. Gesammelte Aufsätze. Thorbecke, Lindau u. a. 1959, S. 463–503.
  • Bruno Meyer: Theodor Mayer †. In: Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees und Seiner Umgebung. 91. Jg., 1973, ISSN 0342-2070, S. V–X (Digitalisat).
  • Anne Chr. Nagel: Im Schatten des Dritten Reichs. Mittelalterforschung in der Bundesrepublik Deutschland 1945–1970 (= Formen der Erinnerung. Bd. 24). Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 2005, ISBN 3-525-35583-1 (Zugleich: Gießen, Universität, Habilitations-Schrift, 2003).
  • Karen Schönwälder: Historiker und Politik. Geschichtswissenschaft im Nationalsozialismus (= Historische Studien. Bd. 9). Campus-Verlag, Frankfurt am Main u. a. 1992, ISBN 3-593-34762-8 (Zugleich: Marburg, Universität, Dissertation, 1990: Geschichtswissenschaft im Nationalsozialismus.).
  • Winfried Schulze: Deutsche Geschichtswissenschaft nach 1945 (= dtv 4597 Wissenschaft). Deutscher Taschenbuchverlag, München 1993, ISBN 3-486-54811-5, S. 145–158.
  • Jörg Schwarz: Der Konstanzer Arbeitskreis für mittelalterliche Geschichte 1951–2001. Die Mitglieder und ihr Werk. Eine bio-bibliographische Dokumentation (= Veröffentlichungen des Konstanzer Arbeitskreises für mittelalterliche Geschichte aus Anlass seines fünfzigjährigen Bestehens 1951–2001. Bd. 2). Thorbecke, Stuttgart 2001, ISBN 3-7995-6906-5.
  • Mario Seiler: Uneindeutige Grenzen und die Idee der Ordnung. Der Grenzlanddiskurs an der Universität Freiburg im Zeitalter der beiden Weltkriege (= Rombach Wissenschaft). Rombach, Freiburg (Breisgau) 2015, ISBN 978-3-7930-9815-7.
  • Heribert Sturm: Biographisches Lexikon zur Geschichte der böhmischen Länder. Hrsg. im Auftrag des Collegium Carolinum, Bd. 2. R. Oldenbourg, München 1984, ISBN 3-486-52551-4, S. 621.

Einzelnachweise

  1. Liste der auszusondernden Literatur.
  2. Harald Derschka: Der Verein für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung. Ein Rückblick auf einhundertfünfzig Jahre Vereinsgeschichte 1868–2018. In: Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung, 136, 2018, S. 1–303, hier: S. 229.