unbekannter Gast
vom 31.03.2018, aktuelle Version,

Toni Nieminen

Toni Nieminen
Voller Name Toni Markus Nieminen
Nation Finnland  Finnland
Geburtstag 31. Mai 1975
Geburtsort Lahti, Finnland
Karriere
Verein Puijon Hiihtoseura
Debüt im Weltcup 3. März 1991
Pers. Bestweite 203 m (Planica 1994)
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 2 × 0 × 1 ×
JWM-Medaillen 2 × 0 × 0 ×
 Olympische Winterspiele
0Gold0 1992 Albertville Großschanze
0Bronze0 1992 Albertville Normalschanze
0Gold0 1992 Albertville Mannschaft
 Skisprung-Junioren-WM
0Gold0 1992 Vuokatti Einzel
0Gold0 1992 Vuokatti Mannschaft
Platzierungen
 Weltcupsiege (Einzel) 09  (Details)
 Weltcupsiege (Team) 01  (Details)
 Gesamtweltcup 01. (1991/92)
 Skiflug-Weltcup 07. (1993/94)
 Sprung-Weltcup 63. (1997/98)
 Vierschanzentournee 01. (1991/92)
 Sommer-Grand-Prix 35. (1996)
 Weltcup-/A-Klasse-Podium 1. 2. 3.
 Einzelspringen 9 1 2
 Teamspringen 1 1 1
letzte Änderung: 6. Februar 2016

Toni Markus Nieminen (* 31. Mai 1975 in Lahti) ist ein finnischer Skispringer. Nieminen war der erste Skispringer, der einen Sprung über 200 Meter erfolgreich landen konnte. Zu seinen größten Erfolgen zählen zwei olympische Goldmedaillen sowie der Sieg des Gesamtweltcups und der Vierschanzentournee.

Werdegang

1992 bis 2004

Im Jahr 1992 dominierte der erst 16-jährige Nieminen als einer der ersten V-Stil-Springer die gesamte Skisprung-Saison nach Belieben: Er gewann die Vierschanzentournee, holte zwei Goldmedaillen bei den Olympischen Winterspielen in Albertville und erreichte schließlich auch im Gesamtweltcup den 1. Rang.

An diese Erfolge 1992 konnte Nieminen danach nie mehr anknüpfen. Gewichtsprobleme aufgrund eines weiteren Wachstums und die Übernahme des V-Stils durch die gesamte Weltelite sind zwei der Gründe für den sportlichen Absturz.

Sportgeschichte schrieb er noch einmal überraschend am 17. März 1994, als er auf der Skiflugschanze im slowenischen Planica als erster Skispringer einen Sprung auf über 200 m stand. Zwar hatte am selben Tag bereits Andreas Goldberger 202 Meter erreicht, er stürzte aber bei der Landung. So gilt Nieminens Flug auf 203 Meter als erster „Zweihunderter“.

Im Winter 2001/02 gelang ihm im Weltcup zweimal der Sprung unter die besten Zehn, und so wurde er in das Aufgebot Finnlands bei den Olympischen Winterspielen 2002 berufen. Zehn Jahre nach seinem großen Triumph konnte er mit einem 16. Platz auf der Normalschanze noch einmal einen Achtungserfolg erringen.

Nach dem Winter 2003/04 beendete er seine Karriere.

Karriere ab 2004 und Comeback

Seit seinem Karriereende hatte Nieminen gelegentlich als Sportreporter an der Seite von Jani Uotila Skisprungübertragungen auf dem finnischen Fernsehsender MTV3 kommentiert. Zuletzt war er zudem Trainer der finnischen Juniorennationalmannschaft.

Ende Januar 2016 gab er sein Comeback bei den finnischen Meisterschaften in Lahti. Auf der kleinen Salpausselkä-Schanze (HS 97) belegte er mit Sprüngen auf 85.5 m and 87 m (211.5 Punkte) den 17. Platz. Am Wettbewerb von der Großschanze (HS 130) nahm er nicht teil.

Erfolge

Weltcupsiege im Einzel

Nr. Datum Ort Typ
1. 1. Dezember 1991 Kanada  Thunder Bay Normalschanze
2. 30. Dezember 1991 Deutschland  Oberstdorf Großschanze
3. 4. Januar 1992 Osterreich  Innsbruck Großschanze
4. 6. Januar 1992 Osterreich  Bischofshofen Großschanze
5. 29. Februar 1992 Finnland  Lahti Normalschanze
6. 1. März 1992 Finnland  Lahti Großschanze
7. 11. März 1992 Norwegen  Oslo Großschanze
8. 15. März 1992 Norwegen  Oslo Großschanze
9. 1. Februar 1995 Finnland  Kuopio Normalschanze

Weltcupsiege im Team

Nr. Datum Ort Typ
1. 9. Dezember 2001 Osterreich  Villach Normalschanze

Statistik

Weltcup-Platzierungen

Saison Platz Punkte
1991/92 01. 269
1992/93 50. 005
1993/94 52. 047
1994/95 11. 464
1995/96 93. 002
1996/97 92. 006
1997/98 67. 025
2000/01 21. 230
2001/02 31. 142
2002/03 54. 028

Grand-Prix-Platzierungen

Saison Platz Punkte
1994 46. 181
1995 35. 480
2000 43. 014
2001 37. 036
2002 43. 015

Schanzenrekorde

Ort Land Weite aufgestellt am Rekord bis
Bischofshofen Osterreich  Österreich 122,0 m
(HS: 140 m)
6. Januar 1992 6. Januar 1993
Trondheim Norwegen  Norwegen 121,0 m
(HS: 140 m)
11. März 1992 23. März 1996
Planica Slowenien  Slowenien 203,0 m
(HS: 225 m)
17. März 1994 18. März 1994
Lahti Finnland  Finnland 125,0 m
(HS: 130 m)
1. März 1996 3. März 1996