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vom 09.05.2020, aktuelle Version,

Tragöß-Sankt Katharein

Tragöß-Sankt Katharein
Wappen Österreichkarte
Wappen von Tragöß-Sankt Katharein
Tragöß-Sankt Katharein (Österreich)
Tragöß-Sankt Katharein
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Bruck-Mürzzuschlag
Kfz-Kennzeichen: BM
Hauptort: Sankt Katharein an der Laming
Fläche: 153,89 km²
Koordinaten: 47° 28′ N, 15° 9′ O
Höhe: 651 m ü. A.
Einwohner: 1.864 (1. Jän. 2019)
Postleitzahlen: 8611, 8612
Vorwahl: 03868, 03869
Gemeindekennziffer: 6 21 48
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
St. Katharein an der Laming 11
8611 St. Katharein an der Laming
Website: tragoess-st-katharein.gv.at
Politik
Bürgermeister: Hubert Zinner (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(15 Mitglieder)
     
Insgesamt 15 Sitze
Lage von Tragöß-Sankt Katharein im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag
AflenzBreitenau am HochlantschBruck an der MurKapfenbergKindbergKrieglachLangenwangMariazellMürzzuschlagNeuberg an der MürzPernegg an der MurSankt Barbara im MürztalSankt Lorenzen im MürztalSankt Marein im MürztalSpital am SemmeringStanz im MürztalThörlTragöß-Sankt KathareinTurnauSteiermark Lage der Gemeinde Tragöß-Sankt Katharein im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Tragöß-Sankt Katharein ist eine mit 1. Jänner 2015 neu gegründete Gemeinde im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag in der Steiermark, die sich aus den bis 31. Dezember 2014 selbständigen Gemeinden Tragöß und Sankt Katharein an der Laming zusammensetzt. Maßgeblich dafür war die Gemeindestrukturreform in der Steiermark.[1][2]

Die von der Gemeinde Tragöß beim Verfassungsgerichtshof eingebrachte Beschwerde gegen die Zusammenlegung war nicht erfolgreich. Der Verfassungsgerichtshof wies die Beschwerde zurück.[3]

Geografie

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet gliedert sich in zehn Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[4]):

Die Gemeinde besteht aus neun Katastralgemeinden (Fläche: Stand 31. Dezember 2018[5]):

  • Hüttengraben (782,55 ha)
  • Oberdorf-Niederdorf (630,03 ha)
  • Oberort (1.778,56 ha)
  • Obertal (1.053,86 ha)
  • Rastal (657,38 ha)
  • Schattenberg (8.233,85 ha)
  • Sonnberg (1.044,51 ha)
  • St. Katharein an der Laming (131,98 ha)
  • Untertal (1.131,72 ha)

Gebirgsraum

Der nördliche Teil der Gemeinde wird vom Plateau der Hochschwabgruppe dominiert. Hier liegen neben der bekannten Sonnschienalm (mit der gleichnamigen Schutzhütte) die Frauenmauerhöhle und der Sackwiesensee. Folgende bekannte Gipfel erheben sich auf dem Gemeindegebiet:

Einwohnerentwicklung

Geschichte

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Antoniuskapelle in Oberort
Pfarrkirche in St. Katharein an der Laming

St. Katharein

  • Die Pfarrkirche zur heiligen Katharina von Alexandrien: Die jetzige Pfarrkirche ist ein spätgotischer Bau, der aus dem Umbau des ursprünglich romanisch flachgedeckten Schiffes und dem Neubau des Chores in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts entstanden.
Die Kirche ist einschiffig mit drei Jochen, einem eingezogenen Chor mit zwei Jochen und einem Fünfachtel Schluss, durchwegs mit Sternrippengewölbe versehen, angelegt. Bemerkenswert sind die zwei sich kreuzenden, freien Spitzrippen im Chorschluss.
Die Altäre stammen aus dem 18.  Jahrhundert, sind aus Holz, marmoriert und reichlich vergoldet. Der Bedeutendste, ein gemalter Flügelaltar (Tempera auf Fichtenholz) des Heiligen Martin, entstanden um 1430, sowie zwei Tafelbilder aus der Zeit um 1440 wurden schon 1857 vom damaligen Pfarrer Josef Schweiger dem Landesmuseum in Graz geschenkt.
An die Kirche ist ein gotischer Turm angebaut. Im Juli 1928 fiel der Kirchturm einem Brand zum Opfer. Im Juli 1931 wurde mit dem Bau des Turmhelmes begonnen, der am 14. Oktober 1931 vollendet wurde. Zugleich wurde die Kirche gründlich renoviert. Da im Jahre 1917 die Kirchenglocken für Kriegszwecke eingezogen wurden, mussten auch neue Glocken angeschafft werden, welche am 25. Oktober 1931 geweiht wurde. Eine neuerliche Innenrenovierung der Kirche erfolgte in den Jahren 1968/69, eine Außenrenovierung in den Jahren 1986/87 unter Pfarrer, Geistl. Rat Johann Flasser.
  • Filialkirche Sankt Alexius: Die Filialkirche Sankt Alexius wurde Mitte des 15. Jahrhunderts erbaut. Die Zeit der Errichtung geht aus einem Ablassbreve von 1444 hervor. Ob die hier vorhandene seltene Doppelchörigkeit einer zweifachen Stiftung Rechnung trägt oder einer baukünstlerischen Überlegung entsprungen ist, kann nicht gesagt werden. Auf jeden Fall hat sich der Architekt nicht an ältere Baureste zu halten gehabt. Die Kirche zeichnet sich durch ihren Baustil (Boden und Dachkonstruktion) und ihre Deckenfresken aus.
  • Waldkapelle Kircherlbrunn: Auf dem schattseitigen Hang gegenüber dem Dorf befindet sich die Kapelle „Kircherlbrunn“, die einst viel besucht wurde, und zu der sogar Wallfahrten durchgeführt wurden.
  • Kapelle Maria Himmelfahrt: Die Kapelle befand sich ursprünglich zwischen dem Gasthaus Lengger und dem Bauernhaus Lammer. Im Zuge von Umbauarbeiten sowie der Verbreiterung der Straße musste sie abgetragen werden. So entschloss man sich, die Kapelle gegenüber dem Gasthaus Lengger neu zu errichten. Die Einweihung erfolgte im Jahr 1955 durch Weihbischof Dr. Leo Pietsch.

Tragöß

Innenansicht der Pfarrkirche Tragöß
  • Antoniuskapelle in Oberort
Ein spätgotischer Bau, datiert 1518 und 1524, der auf den Grundmauern eines romanischen Karners errichtet wurde. Ende des 17.  Jahrhunderts wurde die Kapelle um ein Joch Richtung Kirchhofmauer erweitert.
  • Pfarrkirche St. Magdalena mit Pfarrhof in Oberort
Eine ehemalige Wehrkirche, die teilweise von spätmittelalterlichen Mauern umgeben ist. Das gekappte Spitzhelmdach des dreigeschoßigen spätgotischen Turmes stammt aus dem Jahr 1923.
  • Filialkirche in Pichl
Eine frühgotische Kirche, die im 17.  Jahrhundert erweitert wurde.
  • Ehemaliger Galgen im Galgenwald zwischen Pichl-Großdorf und Oberort-Tragöß
Naturdenkmale
Südwestansicht des Grünen Sees; im Hintergrund die Meßnerin

Wirtschaft und Infrastruktur

Lamingtaler Schleppbahn

Die Lamingtaler Schleppbahn war eine etwa 15 Kilometer lange Schmalspurbahn (Spurweite 760 mm) führte von Bruck an der Mur (Frachtenbahnhof) nach Oberdorf (Magnesitwerk, heute: Firma STYROMAG). Sie wurde mit Dampf- und Motorlokomotiven von 1920 bis 1958 betrieben.

Bildung

St. Katharein
  • Pfarrkindergarten
  • Schulzentrum (Hauptschule und Volksschule)
  • Ortsbücherei Hollerbusch
Tragöß
  • Gemeindekindergarten
  • Volksschule
  • Öffentliche Bücherei der Pfarre und Gemeinde

Politik

Nach der Gemeindezusammenlegung am 1. Jänner 2015 verloren die Bürgermeister von Tragöß und Sankt Katharein so wie die Gemeindevorstände und die Gemeinderäte ihre Funktion. Bis zur Angelobung des neuen Gemeinderates wurde von der Steiermärkischen Landesregierung Hubert Zinner als Regierungskommissär bestellt. Als Beiräte wurden von den aufgelösten Gemeinderäten Eduard Lengger (Tragöß) und Werner Mikusch (Sankt Katharein) bestellt. Diese übten eine beratende Funktion für den Regierungskommissär aus.[6]

Das Ergebnis der Gemeinderatswahl vom 23. März 2015 lautet:

  • ÖVP 59,04 % (820 Stimmen),
  • FPÖ 20,88 % (290),
  • SPÖ 20,09 % (279)

bei einer Wahlbeteiligung von 81,58 %. Daraus ergeben sich neun Mandate für die ÖVP und jeweils drei für FPÖ und SPÖ.[7] In der konstituierenden Sitzung am 27. April 2015 wurde Hubert Zinner (ÖVP) zum Bürgermeister, Eduard Lengger (ÖVP) zum Vizebürgermeister und Ronald Wenninger (FPÖ) zum Kassier gewählt.[8]

Das Gemeindeamt ist in St. Katharein, Tragöß erhielt eine Bürgerservicestelle.[9]

Wappen

Beide Vorgängergemeinden hatten ein Gemeindewappen. Wegen der Gemeindezusammenlegung verloren diese mit 1. Jänner 2015 ihre offizielle Gültigkeit. Die Gemeinde nahm Ende 2016 statt eines Wappens ein Gemeindelogo an.[10]

Commons: Tragöß-Sankt Katharein  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Steiermärkische Gemeindestrukturreform
  2. § 3 Abs. 1 Z 6 des Gesetzes vom 17. Dezember 2013 über die Neugliederung der Gemeinden des Landes Steiermark (Steiermärkisches Gemeindestrukturreformgesetz – StGsrG). Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 2. April 2014, Nr. 31, Jahrgang 2014, ZDB-ID 705127-x, S. 2.
  3. Beschluss des Verfassungsgerichtshofes vom 8. Oktober 2014, G 65/2014-9.
  4. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  5. CSV-Datei aus REGIONALINFORMATION.zip (1.221 KB); abgerufen am 12. Jänner 2019
  6. Horuk, amtliche Nachrichten für die Gemeinde Sankt Katharein an der Laming: Vorwort des Bürgermeisters, S. 3 (PDF-Dokument, 4,13 MB; abgerufen am 3. Jänner 2015)
  7. Wahlen. Abgerufen am 15. April 2018.
  8. Tragößer Amtsblatt 3/15, S. 3
  9. Gemeinde. Abgerufen am 15. April 2018 (deutsch).
  10. Gemeindezeitung Tragöß-St. Katharein 1/2017, Webseite der Gemeinde, abgerufen am 28. November 2019