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Wegmarken: nächste Stufe#

(Ein LEADER Kulturprojekt)#

von Martin Krusche

Das Projekt „Wegmarken“ ist den Klein- und Flurdenkmälern gewidmet, die dazu beitragen, daß unser Lebensraum zu einem Kulturraum wird. Bildstöcke, Wegkreuze, Kapellen, aber auch etliche Arten profaner Markierungen, stammen fast ausschließlich aus privater Initiative. Und das seit Jahrhunderten.

Auftakt im Gasthaus Saulauf, von links: Werner Höfler, Peter Moser, Richard Mayr und Jörg Klauber. (Foto: Martin Krusche)
Auftakt im Gasthaus Saulauf, von links: Werner Höfler, Peter Moser, Richard Mayr und Jörg Klauber. (Foto: Martin Krusche)

Es wird nun ein Buch entstehen. Dieses Buch soll sich als Teil einer laufenden Erzählung entwickeln, welche im Internet verfolgt werden kann und interessierten Menschen dort Anknüpfungspunkte bietet. Über diese zusätzliche mediale Ebene im Internet führen wir das Projekt zurück in den Raum der realen sozialen Begegnung.

Darüber herrscht Einigkeit: Die konkrete Begegnung von Menschen an konkreten Orten ihres Lebensraumes kann durch mediengestützte Telepräsenz nicht ersetzt werden.

Der 14. Juni 2019 läßt sich nun als Auftakt-Termin des neuen Projektabschnittes notieren. Ein LEADER-Kulturprojekt, getragen von der Kleinregion Gleisdorf, realisiert in einer Kooperation sehr unterschiedlicher Menschen.

Die Wegmarken, um die es geht, erzählen vom Leben in dieser Region. Sie sind so dicht gesetzt und allgegenwärtig, daß man sie fast schon übersieht. Wir möchten Menschen mit diesem wichtigen kulturellen Zeichensystem wieder etwas vertrauter machen. Solche Zeichen sind ein deutlicher Beleg dafür, daß jeder Mensch spirituelle und kulturelle Bedürfnisse hat.

Sie sind Ausdruck einer Volkskultur auf sehr ursprüngliche Art, weil sie – wie erwähnt – auf privater Initiative beruhen und ohne Zurufe wie Erklärungen „von oben“ auskommen. Sie entstammen der Volksfrömmigkeit und dokumentieren jenes Seelenleben, das über die Alltagsbewältigung hinausreicht. Solche Qualitäten drücken sich auch in den profanen Zeichen aus, die also keinen religiösen Bezug haben.

Projektleiter Peter Moser und Fotograf Richard Mayr. (Foto: Martin Krusche)
Projektleiter Peter Moser und Fotograf Richard Mayr. (Foto: Martin Krusche)

Daran fasziniert vor allem, daß die Wegmarken eine Kulturpraxis der Bevölkerung zeigen, die ihre Bedeutung quer durch die radikalen Veränderungsschübe des 20. Jahrhunderts beibehalten hat. Die Vorarbeiten für dieses EU-Projekt begannen im Jahr 2016, als festzustellen war: „Albersdorf-Prebuch, Hofstätten an der Raab und Ludersorf-Wilfersdorf sind derzeit jene Gemeinden, deren Bürgermeister sich für das Kulturprojekt ‚Dorf 4.0‘ verständigt haben.“

Im April 2016 war geklärt, welche Bedeutung der Volkskultur innerhalb dieses Langzeit-Projektes zukommt und wofür dieser Begriff steht. Die Begriffsklärung war schon notwendiger Teil der Arbeit; siehe dazu etwa: Volkskultur 4.0 (Erläuterung eines Türschildes)

Im Austria-Forum finden Sie übrigens eine eigene Page, auf der Beiträge zur laufenden Themenarbeit bei „Dorf 4.0“ zusammengefaßt sind: (LINK)

Ein passender Ort für den Auftakt: das sehr ursprüngliche Gasthaus Saulauf. (Foto: Martin Krusche)
Ein passender Ort für den Auftakt: das sehr ursprüngliche Gasthaus Saulauf. (Foto: Martin Krusche)
Das nahe Schloß Freiberg, Stammsitz der Kulturinitiative Fokus Freiberg. (Foto: Martin Krusche)
Das nahe Schloß Freiberg, Stammsitz der Kulturinitiative Fokus Freiberg. (Foto: Martin Krusche)

Für das aktuell Vorhaben hat Gleisdorfs Bürgermeister Christoph Stark namens der Kleinregion Gleisdorf einer Kooperation zugstimmt und da liegt nun die Projektträgerschaft. Als Projektleiter fungiert der Ludersdorfer Bürgermeister Peter Moser. Er ist Teil jenes „Dorf 4.0-Trios“, das er mit seinem Amtskollegen Höfler (Hofstätten) und Schmierdorfer (Albersdorf) bildet.

Autor Martin Krusche, mit „Dorf 4.0“ von den ersten Tagen an vertraut, sorgt für die Redaktion. Nach einigen Vorgesprächen kamen nun im Gasthaus Saulauf (nahe Schloß Freiberg) auch der Fotograf Richard Mayr und der Buchmacher Jörg Klauber mit an den Tisch.

Damit zeichnet sich ein kontrastreiches Team aus sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten ab, die dieses Vorhaben in das kommende Jahr hinein realisieren möchten.


https://sites.google.com/site/rolandgirtlersparalipomena/berge/bildstock

-- gamauf gerald antal, Sonntag, 16. Juni 2019, 16:26


Danke, feiner Hinweis!

-- krusche martin, Sonntag, 16. Juni 2019, 17:02