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Energieversorgung#

Bei Energieversorgung denkt man zunächst an Elektrizität und Wärme in Gebäuden und übersieht dabei leicht wichtige Komponenten:

Beim Strom etwa die notwendigen Stromleitungen, Transformatoren für Spannungsänderungen, oder Wechselstrom- zu Gleichstromumwandlung und umgekehrt, Verteilersysteme, die öffentliche Beleuchtung, Anlagen für die Betankung von e-Fahrzeugen, Blitzschutz und Alarmanlagen, usw.

Bei der Wärme ob sie in in situ (lokal) oder wo anders (Fernwärme) erzeugt wird, wie sich der Gebäudebau (Stichwort Passivhaus auswirkt, ob es sich um die Wärme in einem Gebäude oder Thermalbad handelt, usw.

Nach dieser Warnung wenden wir uns nun doch zwei Hauptthemen zu und beginnen mit der Elektrizität.

Die erste beim Strom auftauchende Frage ist immer, wie der Strom hergestellt wird. In Österreich 2015 kommen offiziell ca. 67% aus Wasserkraftwerken, 22 Prozent aus thermischen Kraftwerken und 11% aus „erneuerbaren“ Quellen wie Fotovoltaik, Wind und Geothermie. Verschwiegen wird meist, dass Österreich mehr Strom importiert als exportiert, dass also auch „Atomstrom“ importiert wird, der in den Statistiken nicht aufscheint, weil der verwendet wird, um Wasser in die Seen der Speicherkraftwerke zu pumpen, wo dann daraus „Strom aus Wasserkraft“ wird. Mit Wind erzeugter Strom bringt mit sich immer die Problematik, dass machmal zuviel, machmal zu wenig erzeugt wird; bei der Fotovoltaik ist das ähnlich, nur kommt eine weiteres Problem bei Kleinanlagen dazu: der Strom (zunächst Gleichstrom) muss als Wechselstrom in das Netz eingespeist werden: dieses ist aber als Verteilernetz konzipiert, d.h. Einspeisung war bei der Errichtung nicht vorgesehen. Mehr dazu im ausführlichen Bericht Energieversorgung in Österreich.

Bei der Wärme (Zimmerwärme und Warmwasser sind nicht immer gekoppelt) unterscheidet man vor allem zwischen Fernwärme und lokal (in der Zentralheizung eines Gebäudes) erzeugten Wärme. Fernwärme wird oft durch vorhandene Restwärme (etwa bei thermischen- kalorischen- Kraftwerken) hergestellt, ist also trotz Leitungsverlusten meist besonders umweltfreundlich. Lokal werden die Zentralwasseranlagen traditionell mit Kohle/Koks betrieben, in Privathäusern vorwiegend mit Heizöl. Dabei gewinnt das Heizen mit Holzbriketts und Holzpellets (auch aus Umweltgründen) sowie Gas (Erdgas oder das aus Biomasse gewonnenem Naturgas) an Boden.

Zwei wenig beachtete Aspekte seien noch kurz erwähnt: Wenn jemand von Sonnenenergie redet dann ist meist Fotovoltaik gemeint. Man kann aber Sonnenergie auch zur Erhitzung von Flüssigkeiten (und damit für Wärmeerzeugung oder Energieturbinen) verwenden, indem man sie mit Hohlspiegel bündelt.

Schließlich wird oft Wasserstoff als Energiespeicher ignoriert, obwohl Wasserstoff (durch nicht benötigten Strom von Windrädern durch Elektrolyse erzeugt) nicht nur für Brennstoffzellen für Wasserstoffahrzeuge sonder auch als Energiespeicher, verwendet werden kann.

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