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Rosmarin#

Rosmarin, Foto: Doris Wolf
Rosmarin, Foto: Doris Wolf

Die im Mittelmeerraum wild wachsende, duftende Pflanze (Rosmarinus off.) kam im 15. Jahrhundert in den deutschsprachigen Raum. Der immergrüne Strauch kann bis 2 m hoch werden. Die Griechen benutzten Rosmarin (lat. ros marinus - Meertau) neben Lorbeer als Schmuck-, Gewürz- und Arzneipflanze. Wie die Myrte galt er der Aphrodite geweiht.

Brauchtümlich findet sich Rosmarin bei der Hochzeit im Kranz der Braut und im Sträußchen des Bräutigams sowie im Rekrutensträußchen. Die stark aromatische Pflanze symbolisierte Glück und Liebe und wurde bei der Geburt eines Mädchens gesetzt. Rosmarin galt auch als Totenpflanze, wurde in den Sarg gelegt und von den Bestattern in der Hand getragen.


Quellen:
Beitl: Wörterbuch der deutschen Volkskunde. Stuttgart 1974. S. 681
Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens. Berlin 1936/1987. Bd. 7 / Sp. 787 f.


Siehe auch:
Rosmarin in: Verschwundene BräucheDas Buch der untergegangenen RitualeHelga Maria WolfBrandstätter VerlagWien2015jetzt im Buch blättern