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September #

Hochfeste, Feste und Gedenktage des Regionalkalenders für das deutsche Sprachgebiet, 1970
aus: Adolf Adam, Das Kirchenjahr mitfeiern. Freiburg, Basel, Wien, 1979

3. Gregor der Große Papst, Kirchenlehrer (604)
8. Fest Mariä Geburt
12. Mariä Namen
13. Johannes Chrysostomus, Bischof von Konstantinopel, Kirchenlehrer (407)
14. Fest Kreuzerhöhung
15. Gedächtnis der Schmerzen Mariens
16. Kornelius, Papst (253) und Cyprian, Bischof von Karthago, Märtyrer (258)
17. Hildegard von Bingen, Äbtissin, Mytikerin, Gründerin von Rupetsberg und Eibingen (1179); Robert Bellarmin, Ordenspriester, Bischof von Capua, Kirchenlehrer (1621)
18. Lambert, Bischof von Maastricht (Tongern), Glaubensbote in Brabant, Märtyrer (um 705)
19. Januarius, Bischof von Neapel,Märtyrer (um 304)
21. Fest Matthäus , Apostel und Evangelist
22. Mauritius und Gefährten, Märtyrer der Thebäischen Legion (280-305)
24. Rupert und Virgil, Bischöfe von Salzburg, Glaubensboten
25. Nikolaus von Flüe, Einsiedler, Friedensstifter (1487)
26. Kosmas und Damian, Ärzte, Märtyrer in Kleinasien (303)
27. Vinzenz von Paul, Priester, Ordensgründer (1660)
28. Lioba, Äbtissin von Tauberbischofsheim (um 782); Wenzel, Herzog von Böhmen,Märtyrer (929)
29. Fest Michael, Gabriel und Rafael, Erzengel
30. Hieronymus, Priester, Kirchenlehrer (420)

Der September, der neunte Monat des Gregorianischen Kalenders, war im Julianischen der siebente. Auch nach der Vorverlegung des Jahresbeginns um zwei Monate (153 v. Chr.) hat sich seine lateinische Bezeichnung erhalten. Mit der Tagundnachtgleiche am 22. oder 23. September beginnt der Herbst und damit die Zeit der Freude über die Ernte. Daran erinnern die, auch in der Stadt, stattfindenden, Erntedankfeste.

Eine Zäsur im Jahreslauf stellt Anfang September der Schulbeginn dar. Sichtbares Zeichen ist die Schultüte für die Erstklassler.

Im September stehen zwei Marienfeste im Kalender, am 8. Mariä Geburt und schon wenige Tage später, am 12., der Gedenktag Mariä Namen. Dieser entstand im 16. Jahrhundert in Spanien. Nach der Befreiung Wiens am 12. September 1683 dehnte der Papst die Feier auf die ganze Kirche aus. Jetzt befindet sie sich wegen des historischen Bezuges nur noch im deutschen Regionalkalender. In Wien organisierte der Franziskanerpater Petrus Pavlicek (1902-1982), der 1947 die "Rosenkranz-Sühnekreuzzug-Gebetsgemeinschaft für Kirche und Welt" (RSK) gegründet hatte, die Maria Namen-Feier. Die größte regelmäßige kirchliche Veranstaltung fand seit 1958 jährlich in der Stadthalle statt, seit 2011 wird sie im Stephansdom abgehalten. Kreuzerhöhung am 14. September ist auch eines der "zwölf Feste" der orthodoxen Kirchen. Die ersten Spuren führen in die erste Hälfte des 4. Jahrhunderts. Am 14. September 320 soll Kaiserin Helena das Kreuz Christi aufgefunden haben. Genau 15 Jahre später weihte man die Auferstehungskirche auf dem Golgotha in Jerusalem. Der Termin des - seit 1969 so bezeichneten - Festes der Erzengel Michael, Gabriel und Rafael am 29. September war in agrarischen Gesellschaften als "Michaeli" der Herbstbeginn.

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Bilder:

Schultüte, Madonna Maria Namen-Feier, Fresko in der Michaelerkirche. Fotos: Doris Wolf