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Von Graz bis zum Polarkreis #

Grazer Spezialsoftware kommt im Bergwerk von Kiruna zum Einsatz 3GSM, LKAB #


Mit freundlicher Genehmigung übernommen aus der Kleinen Zeitung (Sonntag, 5. November 2016)

Von

Manfred Neuper


Kiruna das weltgrößte Eisenerzbergwerk
Kiruna das weltgrößte Eisenerzbergwerk
Kiruna das weltgrößte Eisenerzbergwerk
Grazer Firma 3GSM liefert Spezialsoftware für den Bergbauriesen LKAB, der im schwedischen Kiruna das weltgrößte Eisenerzbergwerk betreibt.

Mit abgelegenen Gebieten kennen sich die Spezialisten der Grazer 3GSM GmbH bestens aus. Die Softwareschmiede wurde 2002 mit der Intention gegründet, einen neuen Standard in der Erfassung struktureller Gebirgsdaten zu schaffen. Heute werden die Systeme des kleinen, aber hoch spezialisierten Teams um Geschäftsführer Andreas Gaich in mehr als 35 Ländern, hauptsächlich im Tunnelund im Bergbau, eingesetzt. Entwickelt und vermarktet werden Softwaresysteme zur einfachen Erstellung dreidimensionaler Bilder für die Vermessung und Bewertung von Gebirgs- und Geländeoberflächen. Die Basis dazu sind digitale Fotos und selbst entwickelte Softwarekomponenten, mit denen 3D-Bilder errechnet und spezifische Auswertungen für geologische Bewertungen oder Sprengplanungen durchgeführt werden. Diese Kompetenz schätzt auch der schwedische Bergbaukonzern LKAB, der in Kiruna – nördlich des Polarkreises – das weltgrößte Eisenerzbergwerk betreibt. Der Bergbauriese hat 3GSM jetzt neuerlich einen spektakulären Auftrag zur Lieferung von Spezialsoftware erteilt, der in Summe die Marke von einer halben Million Euro übersteigt.

In einigen Hundert Meter Tiefe sind in Kiruna riesige, elektrisch betriebene und selbstfahrende Radlader unterwegs, die mehrere Kubikmeter Material auf ihre Schaufeln la den. Bei eigenen Hightech-Stationen werden die gefüllten Schaufeln fotografiert – die Grazer Software sorgt dafür, dass ein 3D-Bild errechnet wird, über das voll automatisiert in kürzester Zeit die exakte Ladungsmenge ersichtlich ist. „Die laufende Weiterentwicklung unserer Produkte lässt uns seit Jahren an der Spitze für diese Art der Anwendungen im Berg- und Tunnelbau stehen“, sagt Gaich. Die Kunden reichen von kleinsten Ingenieurbüros bis zu den größten Bergbaukonzernen der Welt.

„Wir arbeiten nun schon einige Jahre mit LKAB zusammen und es freut mich, dass Jahr für Jahr Bestellungen kommen und die Bestellsummen stetig ansteigen. Da wir auch Sonderentwicklungen anbieten, sind wir für technologieführende Firmen wie LKAB natürlich interessant“, so Verkaufsleiter Markus Pötsch.

Kleine Zeitung, Sonntag, 5. November 2016