Eberstalzell

Eberstalzell
Wappen von Eberstalzell
Eberstalzell (Österreich)
Eberstalzell
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Wels-Land
Kfz-Kennzeichen: WL
Fläche: 27,55 km²
Koordinaten: 48° 3′ N, 13° 59′ O48.04472222222213.981944444444400Koordinaten: 48° 2′ 41″ N, 13° 58′ 55″ O
Höhe: 400 m ü. A.
Einwohner: 2.329 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 84,54 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4653
Vorwahl: 0 72 41
Gemeindekennziffer: 4 18 05
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 15
4653 Eberstalzell
Website: www.eberstalzell.at
Politik
Bürgermeister: Franz Gimplinger (ÖVP)
Gemeinderat: (2009)
(25 Mitglieder)
16 ÖVP, 3 SPÖ, 6 FPÖ
Lage der Gemeinde Eberstalzell im Bezirk Wels-Land
Aichkirchen Bachmanning Bad Wimsbach-Neydharting Buchkirchen Eberstalzell Edt bei Lambach Fischlham Gunskirchen Holzhausen Krenglbach Lambach Marchtrenk Neukirchen bei Lambach Offenhausen Pennewang Pichl bei Wels Sattledt Schleißheim Sipbachzell Stadl-Paura Steinerkirchen an der Traun Steinhaus Thalheim bei Wels Weißkirchen an der Traun Wels OberösterreichLage der Gemeinde Eberstalzell im Bezirk Wels-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Eberstalzell ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Wels-Land im Hausruckviertel mit 2329 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012).

Der zuständige Gerichtsbezirk ist Lambach.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Eberstalzell liegt auf 400 m Höhe im Hausruckviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 7,2 km und von West nach Ost 6,3 km. Die Gesamtfläche beträgt 27,6 km². 8,3 % der Fläche sind bewaldet und 83 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Eberstalzell hat drei Katastralgemeinden: Eberstalzell, Wipfing und Mayersdorf

Ortsteile: Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Eberstalzell, Hallwang, Ittensam, Wipfing, Littring, Mayersdorf und Spieldorf.

Nachbargemeinden:

Steinerkirchen Sattledt
Nachbargemeinden
Vorchdorf Pettenbach Ried im Traunkreis

Geschichte

Teile von Eberstalzell waren schon zur Zeit der Römer bewohnt. Dies beweisen die Funde von römischen Mosaiken an der Römerstraße bei Albersdorf. Bei Grabungen in Albersdorf entdeckte man einen steinernen Opferstein (vor 777), der jetzt in der Maria-Hilf-Kapelle einen Ehrenplatz gefunden hat.

Eberstalzell wird im Jahre 777 in der Gründungsurkunde des Stifts Kremsmünster erstmals urkundlich erwähnt (als „Eporestal“):

Überdies schenken wir ihnen einen Bezirk im Orte Eporestal, welcher von Saluso, Wenilo und Garweth abgegrenzt und mit Marken versehen wurde, wo sie von dem alldortigen Walde bei dem besagten Eporestal ohne jede Hindernisses Unurbares und Urbares umschaffen können, wie immer sie wollen.
Kirche von Eberstalzell

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum 'Österreich ob der Enns' zugerechnet. Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt. Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum "Gau Oberdonau". Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

  • Kirche: Die Mönche des Stiftes Kremsmünster errichteten eine erste Kirche, die jedoch vermutlich um 900 im Zuge der Einfälle der Ungarn zerstört wurde. Gegen Ende des 10. Jahrhunderts wurde eine neue, hölzerne Kirche dem Hl. Ulrich geweiht. Im Jahre 1494 wurde schließlich die heute noch bestehende steinerne Kirche eröffnet. Ihr endgültiges Aussehen bekam sie im 18. Jahrhundert, im 19. Jahrhundert wurde sie umfassend renoviert.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Pfarrkirche: 1490 im gotischen Stil erbaut; während der großen Kirchenrenovierung 1866-1882, Entdeckung spätgotischer Fresken im Kreuzrippengewölbe über dem Hochaltar (1881); neugotische Innenausstattung.

Wappen

Begrüßung am Ortseingang

Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: In Silber auf einer roten, durchgehenden Brücke mit drei bogenförmigen Durchlässen ein schwarzer, wachsender Eber.
Die Gemeindefarben sind Rot-Weiß-Schwarz.

Der Eber ist das redende Sinnbild für den Gemeindenamen und zugleich als Wappentier Kremsmünsters ein spezieller Hinweis auf die enge geschichtliche Verbindung des Klosters mit der als frühe Missionsstation (Mönchszelle) gegründeten Pfarre. Die Brücke steht für die auf dem Gemeindegebiet liegende in Naturstein gemauerte Autobahnbrücke der Westautobahn (A1).
Die Verleihung des Wappens erfolgte am 2. Mai 1977. Gleichzeitig wurde der Ortsname von Eberstallzell auf Eberstalzell geändert.

Politik

  • Bürgermeister ist Franz Gimplinger, Vizebürgermeister ist Josef Baumgartner, beide ÖVP.
  • Der Gemeinderat besteht aus 25 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2009 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen: 16 ÖVP, 3 SPÖ, 6 FPÖ

Wirtschaft

Auf dem Gemeindegebiet von Eberstalzell wird von der Rohöl-Aufsuchung AG (RAG) Erdöl gefördert. Die Energie AG hat in Eberstalzell direkt an der Westautobahn das größte Photovoltaikkraftwerk Österreichs errichtet.

SolarValley Eberstalzell

Neben dem größten Photovoltaikkraftwek, startet die Energie AG das Smart Gird Projekt (intelligentes Stromnetz).

Weblinks

 Commons: Eberstalzell – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien