Gedersdorf

Gedersdorf
Wappen von Gedersdorf
Gedersdorf (Österreich)
Gedersdorf
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Krems-Land
Kfz-Kennzeichen: KR
Fläche: 18,83 km²
Koordinaten: 48° 26′ N, 15° 41′ O48.43361111111115.687222222222194Koordinaten: 48° 26′ 1″ N, 15° 41′ 14″ O
Höhe: 194 m ü. A.
Einwohner: 2.177 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 115,61 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3494
Vorwahl: 02735
Gemeindekennziffer: 3 13 10
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Obere Hauptstraße 1
3494 Gedersdorf
Website: www.gedersdorf.at
Politik
Bürgermeister: Franz Gartner (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(21 Mitglieder)
13 ÖVP, 6 SPÖ, 2 LLGG
Lage der Gemeinde Gedersdorf im Bezirk Krems-Land
Aggsbach Albrechtsberg an der Großen Krems Bergern im Dunkelsteinerwald Droß Dürnstein Furth bei Göttweig Gedersdorf Gföhl Grafenegg Hadersdorf-Kammern Jaidhof Krumau am Kamp Langenlois Lengenfeld Lichtenau im Waldviertel Maria Laach am Jauerling Mautern an der Donau Mühldorf Paudorf Rastenfeld Rohrendorf bei Krems Rossatz-Arnsdorf Schönberg am Kamp Senftenberg Spitz St. Leonhard am Hornerwald Straß im Straßertale Stratzing Weinzierl am Walde Weißenkirchen in der Wachau Krems an der DonauLage der Gemeinde Gedersdorf im Bezirk Krems-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Gedersdorf ist eine Gemeinde mit 2177 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) im Bezirk Krems-Land in Niederösterreich.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Gemeinde liegt am südöstlichen Rand des Waldviertels am Übergang in die westlichen Ausläufer des Tullnerfeldes nördlich der Donau in Niederösterreich. Die Fläche der Gemeinde umfasst 18,87 Quadratkilometer. 8,5 Prozent der Fläche sind bewaldet. Katastralgemeinden sind Altweidling, Brunn im Felde, Donaudorf, Gedersdorf, Schlickendorf, Stratzdorf, Theiß.

Verkehrsanbindung

Verkehrsmäßig ist die Gemeinde durch die Stockerauer Schnellstraße S5, die Landesstraßen B35, L45, L7073 und L7012, sowie mit der Bahn, Station Gedersdorf leicht zu erreichen.

Geschichte

Besiedelt wurde dieses Gebiet schon in der Jungsteinzeit, der späteren "La-Tène-Zeit" (Funde in Gedersdorf), später von den Kelten, den Quaden sowie den Germanen. Die Römer erreichten auch das nördliche Donauufer, wie ein Grabsteinfund eines römischen Soldaten unter Marc Aurel in Brunn beweist. Im 6. Jh. hielten sich hier Langobarden auf, bis schließlich Karl der Große unser Gebiet von den Franken und Baiern besiedeln ließ. Die Orte der Gemeinde litten des Öfteren unter kriegerischen Ereignissen wie 1442 unter den Hussiten, die mit Raub und Brand die Umgebung von Krems verheerten. 1447 und 1486 zog Matthias Corvinus durch unsere Orte und belagerte Krems. Von 1645 bis 1646 litt unsere Bevölkerung unter den Schweden. Während 1683 Wien von den Türken belagert wurden, sammelten sich bei uns die deutschen Einsatztruppen, welche auch verpflegt werden sollten. Zur Zeit der Erbfolgekriege überfielen 1741 die Ungarn die Orte. Im Jahre 1805 zogen Russen durch und 1809 hausten hier die Franzosen mit 30 000 Mann. Im Jahre 1945 marschierte die Rote Armee in die Gemeinde ein.

Die Gemeinde Gedersdorf in ihrer heutigen Form entstand 1967 durch den freiwilligen Zusammenschluss der Gemeinden Gedersdorf, Brunn im Felde mit Stratzdorf, sowie Theiß mit Altweidling, Schlickendorf und Donaudorf.

Im August 2002 versank die Gemeinde im Hochwasser. Der nahegelegene Kamp durchbrach die Schutzdämme und überflutete das gesamte Gebiet. Die Ortschaften wurden von zwei Flutwellen überrollt. Nur die Ortschaft Gedersdorf war nicht vom Jahrtausendhochwasser betroffen.

Religionen

römisch-katholisch: 88,5 %
ohne Bekenntnis: 6,6 %
islamisch: 2,5 %
Sonstige bzw. keine Angabe: 2,4 %

Einwohnerentwicklung

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 2056 Einwohner. 1991 hatte die Gemeinde 1788 Einwohner, 1981 1647 und im Jahr 1971 1473 Einwohner.

Politik

Bürgermeister der Gemeinde ist Franz Gartner, Amtsleiter Martin Nessl.

Im Gemeinderat gibt es bei insgesamt 21 Sitzen nach der Gemeinderatswahl vom 14. März 2010 folgende Mandatsverteilung: ÖVP 13, SPÖ 6, LLGG (Liste Lebensraum Gemeinde Gedersdorf) 2, andere keine Sitze.

Wappen

Blasonierung: "Ein grüner Schild, über geflutetem blauem Schildfuß mit vier silbernen Wellenleisten durch eine silberne Leiste gespalten, rechts übereinander eine goldene Jakobsmuschel und eine goldene heraldische Lilie, links ein goldener Weinstock mit drei Trauben und drei Blättern."

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Güterwege laden zu Bergwanderungen mit herrlicher Aussicht über den Donauraum ein. Wander- und Radwege entlang der Donau und des Kampes führen durch romantische Aulandschaften sowie an Obstanlagen und Feldern vorbei.

Interessant ist auch die Kirche Gedersdorfs, die dem Hl. Philippus und Jakobus geweiht ist, sie zählt zu den ältesten Kirchen am Wagram. Sie wurde um 1300 errichtet und bis 1734 weiter ausgebaut.

Wirtschaft und Infrastruktur

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 45, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 135. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 977. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 49,17 Prozent. Gedersdorf gehört zum Weinbaugebiet Kremstal.

Weiters befindet sich in der Gemeinde das Kraftwerk Theiß, mit Stand 2012 das leistungsstärkste kalorische Kraftwerk der EVN AG.

Vereine

Gesangsverein Theiß, Trachtenkapelle Gedersdorf, Volkstanzgruppe Gedersdorf, Tennisklub Gedersdorf, Seniorenbund Gedersdorf, SC MM Rohrendorf/Gedersdorf, Fischerverein Gedersdorf, Kinderfreunde Gedersdorf, Pensionistenverband Gedersdorf.

Weblinks

 Commons: Gedersdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise