Hans Rueber zu Pixendorf

Johannes Rueber zu Pixendorf und Grafenwörth; Kupferstich 1601/1735

Hans (Johannes, Johann Baptist) Rueber (Rüber, Ruber), Freiherr zu Pixendorf (Püchsendorf, Puxendorff, Bixendorf, Büxendorff) und Grafenwörth (Grafenwert, Gravenwerdt), ungarisch Rueber János (Ján), (* 1529; † 12. Märzjul./ 22. März 1584greg.Vorlage:JULGREGDATUMVorlage:JULGREGDATUM in Nagysáros [Sáros]) war kaiserlicher Feldoberst und österreichisch-ungarischer General in Diensten der Kaiser Karl V., Ferdinand I., Maximilian II. und Rudolf II.

Inhaltsverzeichnis

Kindheit und militärische Laufbahn

Hans Rueber wurde 1529 als Sohn von Christoph Rueber zu Pixendorf († 1581) und Appolonia Matseber (Maceber, Mattzeber) zu Judenau († nach 1567) geboren.

Vorfahren des Hans Rueber, Freiherrn zu Pixendorf
Urgroßeltern

Christoph I. Rueber, Pfleger der Burg am Kahlenberg († vor 1482)

Barbara von Pottenbrunn († nach 1482)

Erasmus Thurnberger von Pixendorf

Ursula Schad von Lengenfeld

Johannes (Hanns) Matseber von Judenau

Anna von Fronau

Christoph Grabner auf Joslowitz, Herr zu Zagging († vor 1535), seit 1487 Herr zu Rosenburg, seit 1525 Herr zu Siebenbrunn
∞ vor 1478
Hedwig Perger am Perg († vor 1502)

Großeltern

Christoph II. Rueber, Herr zu Wolkersdorf († nach 1536)

Barbara von Thurnberg

(Hans) Wolfgang Matseber von Judenau, seit 1523 Herr auf Sonnberg († 1533)

Petronilla Grabner von Weitenegg und Zagging († nach 1547)

Eltern

Christoph III. Rueber zu Pixendorf († 1581)[Anm. 1]

Apollonia Matseber zu Judenau († nach 1567)

Hans Rueber Freiherr zu Pixendorf (* 1529; † 1584)

Als Kinder von Christoph Rueber und Appolonia Matseber werden 1547 genannt[1]:

  1. Regina († 1600),
  2. Susanna, verheiratet mit Balthasar von Kittlitz,
  3. Hans (1529–1584),
  4. Ferdinand († 1562),
  5. Christoph IV.
  6. Karl († um 1583/84); verheiratet mit seiner Stiefnichte Margaretha (Marusch) Freiin von Landau († 1589)[Anm. 2], Tochter von Hans von Landau (1535–1575), Freiherr zu Haus und Rappottenstein, und Judith Beheim von Friedesheim (1542–1588), zeichnete sich militärisch als Oberst in den Türkenkriegen aus[2], 1579 bis 1583/84 Kommandant von Tokaj,
  7. Sophia († 1574).

Hans Ruebers Vater Christoph Rueber und sein Onkel Ferdinand Rueber erwarben 1538 Pixendorf als Lehen. Die Herrschaft Grafenwörth im heutigen Bezirk Tulln, die 1524 Johann (Hans) Kelberharter innehatte, kam wohl über die Familien Steinberger[Anm. 3] und Matseber[Anm. 4] an die Rueber. 1556 erbte Apollonia Rueber, die älteste Schwester von Hanns Matseber († 1556), mit dem die Familie ausstarb, Sonnberg und Judenau. 1559 wurden die beiden Herrschaften auf ihren Mann Christoph Rueber übertragen. Diese Erbschaft war in der Folgezeit Gegenstand verschiedener Prozesse zwischen den Familien Rueber, Gilleis, Schober, Grockhwitz und Ottenhofer[3]. Im Dezember 1574 wurde auf Veranlassung von Kaiser Maximilian II. im Wiener Landhaus ein Vergleich geschlossen, bei dem die Rueber 2/5 der Erbschaft erhielten. 1561 kaufte Christoph Rueber vom Stift Göttweig die Herrschaft Katzelsdorf.

In der Leichenpredigt wird Hans Rueber als „klein von Statur und mit einer schwachen Stimme begabt“ charakterisiert. Er besuchte die Landschaftsschule in Wien; einer seiner Mitschüler war der spätere Hofkriegsrat-Präsident Wilhelm Freiherr von Hofkirchen (um 1529–1584).[4] Rueber trat unter König Philipp II. von Spanien – wohl unter dem Feldherrn Ferrante I. Gonzaga (1507–1557) – in die Dienste Kaiser Karls V. ein und kämpfte in Spanien und Italien (Piemont). 1544 diente er im Französisch-habsburgischen Krieg. Er kämpfte 1552 unter Emanuel Philibert von Savoyen (1528–1580) in Flandern; 1553 nahm er an der Belagerung von Hesdin teil. In der Gegend des späteren Philippeville wurde er schwer verletzt. 1556 kämpfte Rueber mit Erzherzog Ferdinand I. (1503–1564) gegen die Türken in Ungarn und half im selben Jahr, die Festung Szigetvár bei ihrer ersten Belagerung zu entsetzen. 1558 nahm er an der Schlacht bei Gravelines (niederländisch Grevelingen) teil. Ferdinand I. berief ihn zum Hauptmann der Leibgarde („Hartschier“).

Hauptkapitän in Oberungarn

Am 19. März 1564 wurde Hans Rueber von Erzbischof Johann Jakob Kuen von Belasi (um 1515–1586) von Salzburg zum Rittmeister „zu behuff der Lanndspergischen Schirms-verein“ bestellt[5]. Bereits im Spätsommer desselben Jahres wurde er von Maximilian II. (1527–1576) unter Belassung der salzburgischen Bestallung, die 1568 noch einmal erneuert wurde[6], bei den „Deutschen Reiter“ in Raab eingesetzt[7]. Zusammen mit Lazarus von Schwendi (1522–1583) sollte er die habsburgisch-türkische Grenze sichern. 1567 traf Michael von Saurau († 1572) auf dem Weg der österreichischen Gesandtschaft nach Konstantinopel in Pixendorf „den alten Rueber mit sein zweien Sünn Hanß und Carl Rueber sambt Graf Bernhardt von Hardeggt [um 1540-1584], einer von Schulnwerg, Bunigka, Hannß Sellitz [Sedlitz?], des Hanß Ruebers Leudenambt, Regenspurger Fähndrich[8].

1568 übernahm Rueber als Hauptkapitän von Schwendi bis zu seinem Tod 1584 den Oberbefehl der habsburgischen Truppen in Oberungarn. Rueber wurde 1572 auf dem ungarischen Reichstag in Pressburg das Indigenat (vergleichbar der Staatsbürgerschaft) zuerkannt[9], später wurde er zum „Ober-Gespan“ (Kreisoberst) in Nagysáros (Sáros) ernannt.

Um 1573 nahm Rueber den Mathematiker Georg Joachim Rheticus (1514–1574) bei sich in Kaschau (Košice) auf, wo dieser verstarb. Zur Ordnung und Herausgabe von dessen Nachlass verpflichtete Rueber im Auftrag von Maximilian II. den Mathematiker Valentinus Otho (um 1548–1603), der bis 1577 in Kaschau blieb[10].

1575 gewährte Rueber dem habsburgertreuen ungarischen Adeligen und Siebenbürger Thronprätendenten Kaspar Bekes (Békés Gáspár) (1520–1580) nach dessen Niederlage gegen Stefan Báthory (1533-1586) in der Schlacht bei Kerellö-Szentpál Zuflucht.

1576 erwarb Rueber von Albert (Olbrycht) Łaski (1527- 1605), dem Woiwoden von Sieradz, Alchemisten und Agenten Maximilians II. bei der gescheiterten polnischen Königswahl 1575, für 18.000 Gulden das Schloss Kesmark, das Łaski bereits 1571 an ihn verpfändet hatte. Dabei erwirkte er von Łaski die Freilassung von dessen verstoßener Frau Beata Kościelecka (1515–1576)[Anm. 5] aus elfjähriger Kerkerhaft und ihre Übersiedlung nach Kesmark, wo sie wenig später verstarb[11].

Nach der Wahl von Stefan Báthory zum König und Großfürsten von Polen-Litauen zitierte Rueber 1576 Caspar Péchy (um 1523-1576), der von einem Diener verraten worden war, und die Richter und Ortsvorsteher der 13 Zipser Städte, die mit Báthory sympathisierten, vor sich nach Kaschau und forderte ihre Loyalität dem Kaiser gegenüber. Nach Wien berichtete Rueber detailliert über die Konspiration und forderte Verstärkung an. Stefan Báthory, Nikolaus Báthory, Caspar Mágóscy und andere warnte er brieflich vor einer Verschwörung[12].

Am 29. April 1578 bestätigte Kaiser Rudolph II. (1552–1612) – abweichend von seiner sonstigen streng katholischen Religionspolitik – Hans Rueber das Privileg, dass eine Vertreibung der unter seinem Patronat stehenden evangelischen Pastoren aus den 13 Zipser Städten durch der Besatzung oder die Beamten der Burg von Lublau nicht geduldet werde[13].

Ferdinand Graf Nogarola († 1590), Herr zu Alt-Spaur und Erensburg, seit 1578 Ruebers Stellvertreter, mit dem Rueber bereits 1568 zusammengearbeitet hatte[14], löste ihn um 1580 faktisch als Oberbefehlshaber in Oberungarn ab, auch wenn Rueber bis zu seinem Tode dort Generaloberst blieb.

Finanziell geriet Hans Rueber zunehmend in Schwierigkeiten. 1577 verpfändete er Kesmark zwei Jahre lang für 12000 Gulden an Stanislav II. Thurzo (um 1531–1586). 1578 nahm er ein 7%-Darlehen über 4818 Gulden bei der Augsburger Firma Leonhard Weiß (1503–1587) & Co. auf[15]. Nach Intervention des Erzherzogs Ernst von Österreich (1553–1595) verpfändete er 1579 das Erbrecht an den Kesmarkischen Gütern, das er von Łaski erworben hatte, für 58.000 Gulden an Sebestyén Thököly († 1607). 1581 führte er einen Gütertausch mit Propst Adam Faber († 1589) vom Stift Dürnstein durch, das einige Untertanen in Grafenwörth hatte[16]. 1582 verpfändete er Ämter Freindorf, Abstetten, Spital, Perndorf, Obersee, Rohrbach, sowie Amt und Dorf Michelhausen gegen 8800 fl. an Helmhard VIII. Jörger von Tollet (1530–1594); 1583 verpfändete er diesem auch Judenau.

Rueber starb an den Folgen eines im Winter 1583/84 erlittenen Schlaganfalls, dessen Folgen er durch eine „Holtz Chur“ in Wien und Krakau zu mildern suchte, und erlag einem hohen Fieber. Er wurde im Dom der Heiligen Elisabeth in Kaschau beigesetzt.

Nach Ruebers Tod verkaufte 1586 der Vormund seiner Kinder, Wolfgang Georg Gilleis, Freiherr von Sonnberg und Hollabrunn-Raschala (1530–1593)[Anm. 6], die Mehrzahl der Güter und Rechte. 1586 war Oswald von und zu Franking (Frengkhing) Bestandinhaber (Pächter) der Herrschaft Grafenwörth; allerdings residierten die Söhne Hans und Georg Rueber auch später noch im dortigen Schloss und wurden 1601 und 1602 von Erzherzog Matthias (1557–1619) ermahnt, die Grenzen der kaiserlichen Konzession von 1599 zur privaten protestantischen Religionsausübung nicht zu überschreiten.[17] 1587 wurde die Landgerichts-Gerechtigkeit über Judenau, Aspern, Kronau, Langenschönbichl und Neusiedl an Helmhard VIII. Jörger verkauft. 1602 verkauften die Söhne Ruebers das ehemalige Kälberharter Amt bei Grafenwörth an die Herrschaft Krumau am Kamp. 1610 fiel die nicht eingelöste Pfandherrschaft Kesmark an István Thököly (1581–1651)[Anm. 7].

Förderer des Protestantismus

Hans Rueber zu Pixendorf und Grafenwörth; Kupferstich aus dem 17./18. Jh.

Wie Schwendi war Rueber von Pixendorf Protestant; beide wurden während der Regierungszeit des vermutlich innerlich evangelisch gesinnten, konfessionell toleranten Kaiser Maximilian (1564–1576) gefördert und verwandten ihren Einfluss zur Unterstützung der Protestanten in Österreich und Ungarn. Rueber galt auch als Beschützer der evangelischen Bewohner der an Polen verpfändeten Zipser Städte.

1564 setzte er Joachim Magdeburg (1525–um 1587) als lutherischen Garnisonsprediger für die „Deutschen Reiter“ in Raab ein und nahm ihn verschiedentlich mit nach Grafenwörth. Dort verfasste Magdeburg 1566 ein flacianischesBekandnus des Glaubens[18], das von 19 österreichischen Predigern unterschrieben wurde (auch als „Confessio Magdeburgii“ bezeichnet). Rueber installierte Magdeburg 1580 als Pfarrer in Grafenwörth, aber entließ ihn schließlich 1581 als Flacianer.

Um 1575 nahm Rueber Mag. und Liz. Mento Gogreve (1541–1588) bei sich als Prediger auf. Er und sein Vater Christoph beriefen 1577 Isaak Eisenkeg (1553-nach 1580) aus Regensburg, der zwischenzeitlich katholisch geworden war, nach dessen erneuter Konversion zum Pfarrer von Zwentendorf, Hieronymus Weidner (1539-nach 1580)[Anm. 8] zum Schloßkaplan in Judenau und 1579 Markus Volmarius († nach 1582)[Anm. 9] zum Pfarrer in Michelhausen. Um 1580 holten Hans Rueber und seine Frau Judith die Regensburger Pädagogin und lutherische Kirchenliederdichterin Magdalena Heymair als Hofmeisterin (Erzieherin) für eine ihrer Töchter[19] nach Grafenwörth.

1583 berief Hans Rueber Magister Wilhelm Friedrich Lutz (1551–1597) zu seinem Hofprediger in Kaschau. Kurz vor seinem Tode sprach Rueber sich für die Annahme der Konkordienformel aus und wies seine Prediger an, sie in den Gottesdiensten statt der Predigt zu verlesen und zu erklären.[20]

Nach Ruebers Tod berief seine Witwe Judith 1586 Hieronymus Deubener (Peristerius) († nach 1601)[Anm. 10], den Rektor des Grazer Gymnasiums, als ihren Hofprediger nach Grafenwörth.

Familie

Hans Rueber war dreimal verheiratet und hatte mindestens 12 Kinder[21];

aus der 1. Ehe mit Anna von Hannon, Tochter von Thomas de Hannon aus Belgien:

  1. Christoph Thomas Rueber († 1560),
  2. (Sohn) († 1561);

aus der 2. Ehe (1564/65) mit Marianna (Maria Anna) von Welsberg (1540-1575)[22], Tochter von Paul Herr von Welsperg (1489–1563) und Dorothea von Schweinsberg (* 1518)[23]:

  1. Maria Rueber (1565–1594), die älteste Tochter, war I. (∞ 1583 in Kaschau) mit dem kaiserlichen Obristen und Kommandanten zu Erlau, 1584 kommandierendem General in Oberungarn Hans Bartolome Freiherr von Kollonitsch († 1587) und II. (∞ 1589) mit dem kaiserlichen Gesandten in Konstantinopel Joachim I. von Sinzendorf, Herrn von Goggitsch (1544–1594) verheiratet,
  2. Katharina Rueber (* 1568; † wohl vor 1594[Anm. 11]), verheiratet mit Stephan Torreck von Emingen,
  3. Anna Rueber (1571-nach 1624[Anm. 12]) heiratete um 1600 Ehrenreich (Ernricus) Herrn von Gera zu Straßfried und Michelstetten (* um 1570; † zwischen 1619 und 1624)[24], Sohn von Franz Herr von Gera († 1594) und (∞ 1568) Emerentiana von Pirching († um 1574), Obrist und Oberhauptmann der Landschaft unter der Enns, unterzeichnete 1608 den Horner Bundbrief,
  4. Johannes Christoph Rueber (1573–1574),
  5. Georg Rueber (ungarisch „Rueber György“) († wohl um 1620) wurde kaiserlicher Oberst und kommandierte zusammen mit seinem Schwager Hans Bartolome Freiherr von Kollonitsch († 1587) die Festung Tokaj. Er wurde 1596 in der Schlacht bei Mezőkeresztes (Keresztes) verwundet. Georg[25] Rueber verteidigte Tokaj lange 1606 im Aufstand des Stephan Bocskai (1557–1606), musste jedoch kapitulieren, als die Nahrungsvorräte in der belagerten Stadt ausgingen, erhielt 1611 das böhmische Inkolat,
  6. Hans (Johannes Baptist) Rueber d. J. (1575–1634), 1584 Kammerjunge im Hofstaat des Erzherzog Matthias in Linz, zu dem auch sein späterer Schwager, der Lyriker Christoph von Schallenberg (1561–1597) als Truchsess gehörte[26], 1594 immatrikuliert in Siena und zusammen mit Kaspar Breuner in Padua, 1595 diente er als „Fähndrich“ unter Oberst Ulrich von Königsberg Freiherr von Pernstein (1547–1601) und Rittmeister Hans Freiherr von Karling in Niederungarn. Hans d. J. war (1607) mit Leonora von Schallenberg (* 1571; † zwischen 1636 und 1640)[Anm. 13], Tochter von Wolfgang von Schallenberg zu Piberstein und Luftenberg (1533–1602) und Susanna Katharina Freiin von Eck und Hungersbach (1550–1630), verheiratet. Hans Rueber unterzeichnete 1608 den Horner Bundbrief und erhielt 1611 das böhmische Inkolat; seine Kinder:
    1. Ferdinand Graf Rüber von Pixendorf († 1689), heiratete Anna Maria Jörger von Tollet (um 1610–1687), Tochter von Georg Wilhelm Jörger von Tollet (1580–1617) und (∞ 1608) Anna Maria Khevenhüller (1585–1619), war 1652 noch Protestant; seine Erben verkauften Schloss Kesmark 1702 an die Stadt Kesmark, deren Tochter:
      1. Regina Isabella Gräfin Rüber von Pixendorf (1641–1720), heiratete 1687 Ulrich Hipparchos von Promnitz (1636–1695),
      2. Anna Maria Gräfin von Rueber (1643–1685), heiratete Oberstallmeister Adam Graf von Windischgrätz (1627–1704), Großmutter von Moritz Karl zu Lynar (1702–1768) und Rochus Friedrich zu Lynar (1708–1781),
      3. Eva (Eleonora) Susanna Gräfin Rueber von Pixendorf (1645–1695), heiratete 1673 Otto Laurenz Graf von Abensperg und Traun (1638-1695), deren Sohn:
        1. Otto Ferdinand von Abensperg und Traun (1677–1748), österreichischer Feldmarschall,
    2. Isabella (Elisabeth) Rüber von Pixendorf (1619–1669), heiratete um 1537 Wolfgang Georg II. Gilleis (1601–1651), Herr zu Sonnberg, Sohn von Andreas Gilleis (1583–1624) und Margaretha von Herberstein (1585–1611),
  7. Sophia Rueber (* 1577);

aus der 3. Ehe (Oktober 1578)[27] mit Judith Beheim von Friedesheim (1542–1588), Tochter von Thomas Beheim (Behem, Böham) von Friedesheim (1487–1551) und Maria Katzbeck von Thurnstein (um 1525-nach 1552); Judith Beheim von Friedesheim war mit drei führenden österreichischen Protestanten verheiratet: in erster Ehe (∞ 1570) mit Hans von Landau, Freiherr zu Haus und Rappottenstein (1535–1575), in zweiter Ehe mit Hans Rueber zu Pixendorf und in dritter Ehe (∞ 1586) mit Christoph Freiherr von Prag zu Windhaag und Engelstein (* 1542; † zwischen 1606 und 1617)[28]:

  1. Samuel Rueber (* 1580),
  2. Judith Rueber, verheiratet mit Karl von Friedesheim (* 1583); er unterzeichnete 1608 den Horner Bundbrief, 1620 geächtet, 1621 begnadigt, begütert mit dem Freisitz Burghof bei Krems,
  3. Johannes Christoph Rueber (1581–1586).

Hans Rueber ist ein direkter Vorfahre zahlreicher Personen des europäischen Hochadels.

Wappen

Wappen der Familie Rueber

Das freiherrlichen Wappen der Rueber zu Pixendorf und Grafenwörth: in Rot ein goldener Balken mit einer natürlichen Rübe an ihren grünen Blättern. Auf dem Helm mit rot-goldenen Decken die Rübe zwischen einem roten, mit einem goldenen Balken belegten Flug.[29]

Varia

Der gekrönte Poet Nicodemus Frischlin (1547–1590) widmete „In obitum magnificiet generosi Herois, D. Iohannis Rueberi in Pyxendorf et Gravenuverda, Equitis aurati, L. Baronis Austriaci, et Comitis in Saaros, D. D. Maximil. II. et Rodolphi II. Impp. Consiliarii, atque Polemarchi in superiore Hungaria, et c.“ ein Gedicht.[30]

Das Marmorgrabdenkmal des Hauptkapitäns Oberungarns Hans Rueber von Püchsendorf (geschaffen um 1585) befindet sich heute in der Ungarischen Nationalgalerie in Budapest (Inv.-Nr. 55.1593).

In der Hofjagd- und Rüstkammer des Kunsthistorischen Museums in Wien wird sein Trabharnisch ausgestellt (Inv.-Nr. A 1212).

Quellen

  • Urkunde vom 9. November 1547: Abt Leopold Rueber verkauft seinem Bruder Christoph Rueber zu Pixendorf den Hof mit den 7 Hofstätten zu Großrust, den Abt Erhard ursprünglich dem Christoph Grabner zu Zagging verkaufte (Stiftsarchiv Göttweig, E-XIX-11)
  • Brief von Hugo Blotius an N. N. (Vizekanzler Johann Baptist Weber (1526-1584)? Paul Sixt I. Graf Trautson (um 1550–1621)?) vom 5. März 1576. In: Joseph Chmel: Die Handschriften der K. K. Hofbibliothek in Wien, Bd. I, Wien: Carl Gerold 1840, S. 213 (Österreichische Nationalbibliothek Wien, Codex 7958 = Hist. prof. 176, Blatt 50b) (Online-Ressource, abgerufen am 9. April 2012)
  • Brief von Kaiser Rudolf II. an Hans Rueber zu Pixendorf aus Wien vom 29. April 1578. In: Carl Wagner: Analecta Scepusii sacri et profani, Bd. I, Wien: Thomas von Trattner 1774, S. 291f (Online-Ressource, abgerufen am 9. April 2012)
  • Briefe von Erzherzog Matthias an Hans Rueber aus Antwerpen vom 25. April 1578 und 28. Januar 1579. In: Joseph Chmel: a. a. O., Bd. I, Wien: Carl Gerold 1840, S. 83f und 108f (Österreichische Nationalbibliothek Wien, Codex 9048 = Hist. prof. 316, Blätter 75 und 235) (Online-Ressource, abgerufen am 9. April 2012)
  • Briefe von Hans Rueber an Erzherzog Matthias aus Kaschau vom 10. September 1578. In: Joseph Chmel: a. a. O., Bd. I, Wien: Carl Gerold 1840, S. 53f (Österreichische Nationalbibliothek Wien, Codex 9048 = Hist. prof. 316, Blatt 169) (Online-Ressource, abgerufen am 9. April 2012)
  • Wilhelm Friedrich Lutz: Eine Christliche Predig, Uber der Leich Deß Wolgebornen Herrn Herrn Hansen Rübers zu Büxendorff und Gravenwörth Freyherrn, Der Kayserl. Majest. [et]c. Rath und General Obersten im Obern Kreyß Hungarn [et]c. Graven der Spanschafft Saaros Gedächtnüß, zu Caschau in der Stiffts-Kirchen den 24. Martij nach dem alten Calender Anno 1584. gehalten, Durch M. Wilhelm Friderich Lutzen damals gewesten Rüberischen Hofprediger, Tübingen: Alexander Hock 1585[31]
  • Ladislaus Kubiny[Anm. 14] / Casparus Pilcius (Kaspar Pilz)[Anm. 15] / Sebastianus Ambrosius Lahm[Anm. 16] / Andreas Winkler[Anm. 17] / Emericus Sontagius (Emmerich Sonntag)[Anm. 18] / Daniel Rechenius[Anm. 19] / Matthaeus Charithenius: Epitaphia Qvaedam & Carmina Funebria, In Obitvm Magnifici ... Dn. Iohan. Rveberi In Pyxendorph & Grauenuerda, Equitis aurati, L. Baronis Austriaci, & Comitis in Saaros ... in superiore Hungaria, &c. Qui III. Iduum Martij and antiqui Calendar, computationem Anno salutiferi partus M.D.XXCIIII. Saarossij piè deceßit. A Diuersis Autoribus ... scripta, Tübingen: Alexander Hock, 1585[32]
  • Casparus Pilcius (Kaspar Pilz): Ein Notwendige Protestation wider Herrn Benedictum Belsium[Anm. 20] Pfarherrn und Seniorn zu Epperies. An die Wolgeborne und Gnedige Frawe, Fraw Judith Rueberin, geborne von Friedeshaimb, weiland des Wolgebornen Herrn, Hern Hansen Rubers zu Grawenwerd vnd Pyrendorff Freiherrn, des Romischen Kay. Ma. gewesenen Raht vnd veltobristen in ober Hungerr, nach gelassene Wittib, Krakkó 1584

Literatur

  • CXVII Iohannes Rvuebervs Baro in Biixendorf et Gravenwerth und Johannes Ruebervs Baro in Pixendorf et Gravenwerth. In: Jakob Schrenck von Notzing: Augustissimorum imperatorum, serenissimorum regum atque archiducum, illustrissimorum principum, nec non comitum, baronum, nobilium, aliorumque clarissimorum virorum, qui aut ipsi cum imperio bellorum duces fuerunt ... verissimae imagines, et ... succinctae descriptiones, Innsbruck: Johannes Agricola (Baur) 1601
    • Der Aller Durchleuchtigisten vnd und Grossmächtigen Kayser Königen und Ertz-hertzogen, Fürsten und anderer treflicher berühmbter Kriegsshelden warhafftige Bildtnussen, und kurtze Beschreibungen, Innsbruck: Johannes Agricola (Baur) 1603
    • Ausgabe Nürnberg: Weigel 1735, S. 397-399 (Online-Ressource, abgerufen am 9. April 2012)
  • Johann Friedrich Gauhe: Rüber (Johann) Freyherr zu Büxendorff und Gravenwerdt, Kayserlicher General=Feld=Marschall. In: Historisches Helden- und Heldinnen-Lexicon, Leipzig 1716, Sp. 1384 [z. T. ungenau]
  • Ferenc (Franz, Franciscus) Pinka: Bellici Cassoviæ Simul Et Superioris Hungariæ Prætores Seu Generales Sub Austriacis Regibus Seculo Sexto Decimo, Kaschau: Typis Academicis Societatis Jesu 1749, S. 42–47
  • Martin F. Kühne: Einige Nachrichten über Freiherrn Hans Rueber zu Puxendorf und Gravenwerth, kais. General-Obristen in Ungarn. In: Jahrbuch der Gesellschaft für die Geschichte des Protestantismus in Österreich. Band 1, Wien und Leipzig 1880, S. 124–129.
  • Herbert Knittler, Gottfried Stangler und Renate Zedinger: Adel im Wandel. Politik, Kultur, Konfession 1500–1700. Katalog der Niederösterreichischen Landesausstellung auf der Rosenburg vom 12. Mai bis 28. Oktober 1990 (Katalog des Niederösterreichischen Landesmuseums. N.F. 251), Wien 1990, S. 337.
  • Ortwin Gamber: Kriegswesen und Waffenerzeugung der Renaissance in Österreich. In: Renaissance in Österreich. Wien o. J., S. 128.

Anmerkungen

  1. Sein Bruder Leopold Rueber († 1556) war seit 1543 Abt von Göttweig; Grabstein in der Göttweiger Stiftskirche.
  2. Sie heiratete II. Hermann von Bodelschwingh und III. 1588 Freiherr Stephan von Haim zu Reichenstein (1553–1627).
  3. Die Herrschaft Kälberhart war 1534 im Lehnsbesitz der Erben von Georg Steinberger auf Strannersdorf und Kälberhart.
  4. Achaz Matseeber († 1563), verheiratet I. mit Elisabeth Grabner, II. mit Regina Steinberger, war 1559 Besitzer der Herrschaft Kälberhart.
  5. Tochter von Katarzyna Telniczanka († 1528), Frau von Andrzej Kościelecki († 1515), angeblich Tochter von König Sigismund I. (1467-1548), in erster Ehe seit 1539 verheiratet mit Fürst Ilia Ostrogski (1510-1539), in zweiter Ehe seit 1564 mit Albert Łaski.
  6. Sohn von Vitus Gilleis in Petzenkirchen und Anna Matseber, ein Vetter ersten Grades von Hans Rueber.
  7. Auch Štefan I. Thököly, Sohn von Sebestyén Thököly; 1595 Gymnasium in Bregenz, 1596 bis 1600 Studium in Heidelberg, Bruder von Miklós Thököly (1587–1617).
  8. Aus Linz, auch verlesen Weichler, 1560 ordiniert, ab etwa 1563 evangelische Predigt in Melk, um 1570 Pfarrer in Zwentendorf.
  9. Aus Franken; Studium in Tübingen, 1572 in Weißenbrunn vorm Wald ordiniert, Pfarrer in Wiesentheid, 1576 dort als Flacianer vertrieben, um 1582 in Michelhausen abgesetzt.
  10. Aus Immensen oder Ilmenau, Prediger in Edersleben, 1566 in Regensburg, von dort 1574 als Flacianer vertrieben, 1576 in Villach, 1580-1586 Rektor der Stiftsschule in Graz, † in Grafenwörth. 1601 beschwerte sich Propst Melchior Kniepichler († um 1628) von Stift Dürnstein bei Hanns von Rueber über die „Proselytenmacherei“ des protestantischen Schloßpredigers Hieronymus Peristerius (Stiftsarchiv Herzogenburg, Bestand Augustiner-Chorherren Dürnstein, 1601 IX 05).
  11. Maria Rueber bedenkt 1594 in ihrem Testament außer ihren Kindern nur die Brüder Jörg (Georg) und Hans sowie ihre Schwester Anna Rueber (alle aus der 2. Ehe).
  12. 1624 als „Anna frau von Gera Ein geborne Rueberin freyin Witib“ Stammbucheinträgerin bei Hanns Schrenckher von Etzenberg.
  13. Leonora von Schallenberg ∞ I. Hanns Bernhard von Memming († 1598 ermordet), II. (∞ 1599) Hanns Ludwig von Kirchberg († 1607).
  14. Auch „Ladislav Kubínsky, Kubínyi“, Slowakischer Humanist, † 1598.
  15. Auch „Pilczius“, ungarisch „Pilcz Gáspár“, * 1526 in Váralja („Waraliensis“), Schulbesuch in Kaschau, studierte auf Ruebers Kosten in Wittenberg, ordiniert in Brieg, 1587 bis 1597 Rektor in Sárospatak, Pfarrer in Nagysáros (Sáros), 1602 in Marksdorf („Marcivilla“), dann in Topschau, † 1605; vgl. György Ráth: Pilcz Gáspár és ellenfelei: Adalék a hazai kryptokálvinizmus hitvitázó irodalmához. In: Magyar Könyvszemle 17 (1892/93), S. 28–85.
  16. Auch „Sebestyén Ambrosius genannt Lam (Lamius)“, * 1542, † 1600; Pfarrer und 1576 bis 1577 Rektor des Gymnasiums in Kesmark in Zips, dann Prediger in Eperies (Concionator Eperiesiensis); vgl. Stephanus (István) Weszprémi (1723–1799): Svccincta medicorvm Hvngariae et Transilvaniae biographia, Bd. II/2, Wien: Johann Thomas von Trattner 1781, S. 306.
  17. Aus Breslau, Magister, 1579 Diakonus, 1588 Vizepfarrer, 1590 Pfarrer in Kaschau, Sohn von Andreas Winkler d. Ä. (1498–1575).
  18. Sekretär (Geschäftsführer) von Albert (Olbracht) Graf Laski (1536–1605) in Kesmark, 1575 Rektor des Gymnasiums in Kesmark, 1582 Richter, 1586 nach einem Aufstand für vogelfrei erklärt.
  19. 1580 Rektor des Gymnasiums in Kesmark.
  20. Benedictus Belsius (Beliskius) oder Benedikt Bels, ungarisch Bels Benedek, 1564 Pfarrer von Prešov (Eperies), 1579 bis 1588 Superintendent von Nagysáros (Sáros).

Einzelnachweise

  1. Stiftsarchiv Göttweig, Urkunde E-XIX-11.
  2. Vgl. Lorenz Eiseler, Epinicion carmen Lavrentii Eiseleri Viennensis in lavdem generosiss baronis, D. Caroli Rveberi &c. eivsque victoriam de Turcis, Strassburg 1581 (Nationalbibliothek Budapest, Sig. Röpl. 300).
  3. Vgl. Victor von Handel-Mazetti (Bearb.): Urkunden und Acten aus dem Schlossarchive Aurolzmünster. In: Jahresbericht des Museums Francisco-Carolinum 56 (1898), S. 1-88; 58 (1900), S. 1-149, passim; Georg Grüll (Bearb.): Herrschaftsarchiv Aurolzmünster, Linz 1954, passim (Online-Ressourcen, abgerufen am 5. August 2012).
  4. So die Angaben in der Leichenrede auf Hans Rueber, S. 26f; vgl. auch Gerhard Robert Walter von Coeckelberghe-Dützele / Anton Köhler, Curiositäten- und Memorabilien-Lexicon von Wien, Bd. II, Wien 1846, S. 148. Lebensdaten Hofkirchens nach der ADB: um 1511–1586.
  5. Vgl. Haus-, Hof- und Staatsarchiv Wien (Bestand Salzburg, Erzstift (798-1806), Urkunde AUR 1564 III 19 u. ö.).
  6. Vgl. Haus-, Hof- und Staatsarchiv Wien (Bestand Salzburg, Erzstift (798-1806), Urkunde AUR 1568 IX 28 u. a.).
  7. Vgl. Brief vom 11. September 1564 von Maximilian II. an den Erzbischof von Salzburg. In: Anton Ritter von Perger: Auszug aus König Maximilian's II. Copeybuch vom Jahre 1564. In: Archiv für österreichische Geschichte 31 (1864), S. 193-272, bes. S. 241 (Nr. 206; Blatt 523a).
  8. Vgl. Michael von Saurau, Orttenliche Beschreybung der Rayß gehen Constantionopel: mit der Pottschafft von Kaysser Maxmillian dem anderen in die Dürgkey abgeferdigt anno 1567 (Erlanger Forschungen A. Geisteswissenschaften 40), hrsg. von Konrad Wickert, Erlangen: Verlag Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg, 1987, S. 42.
  9. István Katona, Epitome chonologica rerum Hungaricarum, Transsilvanicarum, et Illyricarum, Bd. III, Buda 1798, S. 114.
  10. András Szabó: Der Copernikus-Jünger Georg Joachim Rheticus in Ungarn. In: Wilhelm Kühlmann / Anton Schindling (Hrsg.): Deutschland und Ungarn in ihren Bildungs- und Wissenschaftsbeziehungen während der Renaissance (Contubernium. Tübinger Beiträge zur Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte 62), Wiesbaden: Franz Steiner 2004, S. 219–226, 220–222.
  11. Vgl. Jacob Caro: Beata und Halszka. Eine polnisch-russische Geschichte aus dem sechzehnten Jahrhundert. In: Deutsche Revue 8.2 (1883), S. 289-315, bes. S. 313f.
  12. Vgl. Ludwig Szádeczky: Stephan Bathory und eine ungarische Verschwörung. In: Ungarische Revue 7 (1887), S. 383-397.
  13. Vgl. Lajos Munyay: Historia Ecclesiae evangelicae Augustanae confessioni addictorum in Hungaria universe; praecipue vero in Tredecim oppidis Scepusii, Halberstadt: Karl Brüggemann 1830, S. 9, S. 252 u. ö.
  14. Vgl. Haus-, Hof- und Staatsarchiv Wien (Bestand Salzburg, Erzstift (798-1806), Urkunde AUR 1568 II 21, dort fäschlich: „Nogared“ transkribiert).
  15. Vgl. Reinhard Hildebrandt (Hrsg.): Quellen und Regesten zu den Augsburger Handelshäusern Paler und Rehlinger 1539–1642 (Deutsche Handelsakten des Mittelalters und der Neuzeit 19), Bd. I 1539–1623, Stuttgart: Franz Steiner 1996, S. 164f und S. 184.
  16. Vgl. Stiftsarchiv Herzogenburg, Bestand Augustiner-Chorherren Dürnstein (Urkunden 1581 IV 06, 1593 V 10 und 1589 IV 15).
  17. Vgl. Stiftsarchiv Herzogenburg, Bestand Augustiner-Chorherren Dürnstein (Urkunden 1601 IX 05, 1602 V 17, 1602 IX 27, 1603 VIII 16 u. ö.).
  18. Joachim Magdeburg u. a.: Confessio oder: Christliche Bekandnus des Glaubens ettlicher evangelischen Prediger inn Oesterreich. o.O. [Regensburg: Johann Burger] 1566.
  19. Vgl. „...der zeit Rueberischen Frawen Zimmers Hoff Meisterin“ in: Das Buch Tobie Jn Christliche Reimen, Bartfeld 1580.
  20. Vgl. Christian Genersich, Merkwürdigkeiten der königlichen Freystadt Késmark in Oberungarn, am Fusse der Carpathen, Bd. II, Leutschau: Joseph Karl Meyer 1804, S. 119.
  21. Vgl. bes. Gabriel Bucelin: Germania topo-chrono-stemmatographica, sacra et profana, Band III, Frankfurt am Main: Christian Balthasar Kühnen 1672, S. 198.
  22. Auf dem Totenbett empfahl Rueber seine Kinder dem Verwandten seiner zweiten Frau, Bartholomäus von Müllstetter; vgl. Kühne, a.a.O, S. 128.
  23. Nach Philipp Jacob Spener, Theatrum nobilitatis Europeae Frankfurt a. M. 1668, S. 70 (wohl unrichtig, denn S. 24 anders): Bartholomäus von Welsperg und Felicitas von Schrofenstein; nach Johann Georg Adam von Hoheneck: Die Löbliche Herren Herren Stände Deß Ertz-Herzogthumb Oesterreich ob der Ennß, Passau: Gabriel Mangold, 1732, S. 440, dagegen war die Mutter der Maria Anna und Frau des Paulus von Welsberg Susanna von Wangen.
  24. Vgl. Mauritius Moltcerus (Moritz Moltzer aus Neustadt an der Orla, 1599 immatrikuliert in Jena, 1612 Pfarrer in Michelstetten): Christliche Leichpredigt, Bey dem Begräbnus der Edlen und viel Tugendreichen Fräwlein Mariae Emerentianae, gebornen von Gera, Des ... Herrn Ehrnreich von Gera von Straßfried auff Michelsteten und Pairschdorff, Einer lobl. Landschafft in Osterreich unter der Enß bestelten Obristen und Oberhauptmann ... Und seiner lieben Frawen Gemahl ... Frawen Anna von Gera, gebornen Ruberin, Freyin, Eheliche Dochter, welche den 7. Novemb. des 1612. Jahrs .... entschlaffen, Jena: Weidner 1614.
  25. J. F. Gauhe: a. a. O. fälschlich: „Karl Rueber“.
  26. Vgl. Christoph von Schallenberg, Sämtliche Werke und Briefe, Bd. II (Wiener Neudrucke), hrsg. von Robert Hinterndorfer, Münster: LIT Verlag, 2008, S. 353.
  27. Vgl. Brief von Freiherr Hans zu Welsperg an Erzherzog Matthias aus Grafenwörth vom 3. Oktober 1578. In: Joseph Chmel: Die Handschriften der K. K. Hofbibliothek in Wien, Bd. I, Wien: Carl Gerold 1840, S. 99-102, bes. S. 101f (Österreichische Nationalbibliothek Wien, Codex 9048 = Hist. prof. 316, Blatt 173) (Online-Ressource, abgerufen am 9. April 2012): „alhie zu Grauenwerth bei des herrn Hannß Ruebers Veltobristen in OberHungern hochzeitlichen freiden“ ... „obgemelter mein Schwager vnnd Brueder ... hat zu diesen seinen hochzeitlichen freiden ... [usw.]“.
  28. Vgl. die Inschrift auf ihrem Grabstein in der Erbgrablege ihrer Eltern in der Pfarrkirche von Lengenfeld; vgl. Andreas H. Zaijic: Grabdenkmäler des späten Mittelalters und der Frühen Neuzeit als Quelle adeliger Erinnerung und Medium adeliger Repräsentation. diss. phil. Brünn 2002 (Studia minora facultatis philosophicae universitatis Brunensis C49), S. 170f.
  29. Siebmacher's großes Wappenbuch. Band Niederösterreich 1, 1918, S. 383 Tf. 215–216; Band Ergänzungen Ungarn, 1894, S. 105 Tf. 75.
  30. Operum poeticorum pars elegiaca, continens viginti duos elegiacorum carminum libros. Quibus adhaerescunt Odarum libri tres, Anagram. unus. Cum praefatione Georgii Pfluegeri, Straßburg: Jobin, 1601, [fol. 301a] (17. Buch, Elegia I).
  31. Staatliche Bibliothek Regensburg (Sigel: 155); Universitätsbibliothek Tübingen (L XVI 81.4 und Gi 40.4); Österreichische Nationalbibliothek Wien; Staats- und Stadtbibliothek Augsburg (Sigel: 37; Titelblatt fehlt) u. a. Widmung: „Der Wolgebornen Frauen Frauen Judith gebornen von Frideßheim [et]c. Weiland deß Wolgebornen Herrn Herrn Hansen Rübers Freyherrn zu Büxendorff und Gravenwördt … seeliger nachgelassenen Frau Witwe [et]c. Meiner gnedigen Frauen“.
  32. Universitätsbibliothek Heidelberg (Signatur F 2791-1).

Weblinks