Gleinkersee#

Bild 'gleinkersee'

Auch der Gleinkersee kann zu den landschaftlichen Kleinoden am Nordrand des Toten Gebirges bzw. der Warscheneckgruppe gezählt werden. Das stille Gewässer ist dreiseitig von Bergen umgeben. Markant sind der 1.570 Meter hohe Seespitz und der 1.236 Meter hohe Präwaldberg. Von der „Umfahrung Windischgarsten“ sind es bloß vier Kilometer bis zum See, der im Sommer auch ein Bade-Geheimtip mit kleinem Campingplatz ist. 

Als naturkundliche Rarität sind die Süßwassermuscheln im See zu nennen. 

Wandervorschlag #

Zum Pießling-Ursprung: Wir folgen vom See weg der Markierung nach Westen. Es geht über Wiesengelände zum Südende der Ortschaft Roßleithen und hier wandern wir im engen Taleinschnitt den Pießlingbach aufwärts. Über einige Felsstufen (mit Geländer gesichert) gelangen wir bald darauf zum Ursprung der Pießling, einer Karstquelle, die zu den größten der Ostalpen zählt (!). Auch in trockenen Zeiten schüttet sie 200 bis 300 Liter pro Sekunde, womit man – wie eine Tafel besagt – 700.000 Menschen versorgen könnte. 

Die Quelle entspringt äußerst reizvoll unterhalb einer Felswand; der so genannte Quelltopf ist 30 m² groß und wurde bis in eine Tiefe von 60 m von Tauchern erforscht. Etwa eine Dreiviertelstunde haben wir vom Gleinkersee herüber benötigt: 

Durch das Teichltal nach Windischgarsten: Von St. Pankraz steigen wir das kurze Stück hinunter zur Teichl und folgen am rechten Flussufer der roten Markierung, zuerst auf einer Straße, später dann auf einem Steig. Nach etwa 1 ¼ Std. gelangen wir zum besonders reizvollen „Rohrauergut“, einem sehr alten Bauernhof mit Mühle und Getreidespeicher. Weiter über Unterlainberg, das Stummergut und dann sodann dem „Großen Hühnersteig“ gelangen wir ins Rettenbachtal. Vom Ort Rettenbach führt der kürzeste Weg über den Bahnhof Roßleithen nach Windischgarsten (2 ½ Std.). Gesamtgehzeit 4 Std. 

Landkarte: Freytag & Berndt Nr. 082 Steckbrief

Steckbrief#

806 Meter Seehöhe, 800 Meter lang und 300 Meter breit, größte Tiefe 44 Meter.
Fischarten: Karpfen, Zander, Forelle und Hecht.
Tauchsport: Der See steht im Besitz der Bundesforste (Tauchgenehmigung auf Anfrage) und ist kein typisches Tauchrevier. Im vorderen Teil ist er verschlammt; nur der hinterste Teil ist einigermaßen betauchbar.

Information: DMC Tourismus GmbH Phyrn-Priel, Hauptstraße 28, A-4850 Windischgarten, Telefon: (07562) 5266, Fax: (07562) 526610, E-Mail: info@phyrn-priel.net



© Bild und Text Hilde und Willi Senft