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Prozessionsfahne 1895, im Bezirksmuseum Währing. Foto: H.M. Wolf, 2015
Prozessionsfahne 1895, im Bezirksmuseum Währing. Foto: H.M. Wolf, 2015

Mariazellpilger rasten bei der Mamauwiese, Foto: Doris Wolf
Mariazellpilger rasten bei der Mamauwiese, Foto: Doris Wolf

Auch nicht- und vorchristliche Religionen pfleg(t)en Wallfahrten zu heiligen Stätten. Oft waren (und sind) die Pilgerstätten mit numinosen Orten (Berge, Steine, Quellen, Bäume) verbunden. In jüngster Zeit blüht der esoterische Kraftplatz-Tourismus. Wallfahrten bedeuten - abgesehen vom spirituellen Aspekt - Ausbrechen aus dem Alltäglichen, Gemeinschaftserlebnis und Selbsterfahrung, Erleben der Natur und der eigenen Grenzen. Am Zielort treffen sich religiöse und wirtschaftliche Interessen. Schon die Apostelgeschichte berichtet von einem Aufruhr gegen Paulus in Ephesus, angezettelt von einem "Silberschmied namens Demetrius, der silberne Artemistempel herstellte und den Künstlern viel zu verdienen gab" (Apg 19,24).

Um 1300 v. Chr. hieß ein Kultort, zu dem gepilgert wurde, Beth-El - Haus des Herrn. In den König David (1000-931 v. Chr.) und König Salomo (961-931 v. Chr.) zugeschriebenen, Psalmen nehmen die Wallfahrtslieder einen besonderen Rang ein. So heißt es in Psalm 122: "Ich freute mich, als man mir sagte, zum Haus des Herrn wollen wir pilgern." Im Buch Exodus wird den jüdischen Männern geboten, dreimal jährlich den Tempel in Jerusalem zu besuchen. Das ist auch vom zwölfjährigen Jesus überliefert, der dann nicht mehr mit seinen Eltern heimkehrte.

Die christliche Wallfahrt beruht auf den Traditionen des Alten Testaments. Gott gebot Moses, dass dreimal jährlich die Männer nach Jerusalem pilgern sollten (Ex 23). Die ersten Christen hatten als verfolgte Minderheit kaum Gelegenheit zu Wallfahrten. Unter Kaiser Konstantin und seiner Mutter, der hl. Helena, entstanden Wallfahrtsstätten im Heiligen Land, die mit dem Wirken Jesu in Zusammenhang gebracht wurden. Weiters kamen als Ziele Märtyrergräber wie die Gedenkstätten der Apostelfürsten Petrus und Paulus, und nach dem Konzil von Ephesos (431) marianische Wallfahrtsorte dazu. Ein wichtiges Pilgerziele war auch Santiago/Spanien (Legendäres Grab des Apostels Jakobus d. Ä.). Die europäische Wallfahrtsgeschichte des Mittelalters und der frühen Neuzeit zeigt, dass Wallfahrten nicht nur im Sinn persönlicher Buße oder Bitte ein Motiv hatten, sondern auch in der kirchlichen und weltlichen Rechtssprechung. Die Wallfahrt kam für den Verurteilten einer zeitlichen Verbannung gleich. Die Reise war gefahrvoll, viele kamen nicht mehr aus dem Heiligen Land zurück. Daher gab es die Möglichkeit der Stellvertreterwallfahrt oder Umwandlung zu Wallfahrten an nähere Zielen und geistliche Stiftungen. Überall in Europa entstanden im Lauf des Mittelalters Wallfahrtsorte. Sie erregten das Missfallen der Reformatoren und die Wertschätzung der Theologen der Gegenreformation.

Der Kirchenlehrer Robert Bellarmin (1542-1621) nannte drei Gründe der Wallfahrt: zur Ehre Gottes und der Heiligen, aus Bußgesinnung und zur Devotion. Dem Aufschwung der barocken Wallfahrt für alle Sinne standen wiederum die Aufklärer kritisch gegenüber, danach erfolgte im Sinn der Romantik und im 19. Jahrhundert eine Wiederbelebung vor allem der marianischen Gnadenstätten. Wesentlichen Anteil hatten die Dogmenverkündigung der Unbefleckten Empfängnis (1854) und die Marienerscheinungen von Lourdes in Frankreich (1858) und Fatima in Portugal (1917).

Damals entstandene oder bestehende Wallfahrtsvereine pflegten ihre Subkultur mit Pilgerfahrten, Fahnenweihen, Ritualen und Geselligkeit. Manche Berufsgruppen haben traditionelle Wallfahrtsziele in Niederösterreich: Die Schneiderwallfahrt führt nach Maria Enzersdorf, die Fiakerwallfahrt (seit 1826) nach St. Leonhard am Walde, Gemischtwarenhändler und Marktfieranten pilgerten nach St. Corona.

Östereichische Wallfahrtsorte

In Niederösterreich standen nach der ersten Jahrtausendwende Grabwallfahrten im Vordergrund, wie zum hl. Koloman in Melk († 1012), hl. Altmann in Göttweig († 1091), hl. Leopold in Klosterneuburg († 1136) bzw. zu Kreuzreliquien (Heiligenkreuz Stiftung Leop. III. 1136).

Gründung vor 1300

* Kleinmariazell ("Mariazell in Österreich"), NÖ - gegr. um 1135
* Gurk, K - romanischer Dom 1140-1200, in der Krypta seit Weihe 1174 Grab der hl Hemma (um 1000-1045)
* Annaberg, NÖ - gegr. 1217, erste Annenwallfahrt Österreichs, 1327 aufgrund der Wallfahrten erweitert
* Mariazell, St - Wallfahrten nachweisbar ab 1236

Gründung im Spätmittelalter

* St. Wolfgang, OÖ - 14. Jahrhundert eine der bedeutendsten europäischen Pilgerstätten. Nach der Legende lebte der hl. Wolfgang als Einsiedler am nahen Falkenstein. Um eine Kirche zu bauen, rodete er den Wald und ließ eine Quelle entspringen. Einen herabstürzenden Felsblock hielt er mit seinen Händen auf. Daran erinnert ein Durchkriechstein bei der Kapelle, an dem man Krankheiten abzustreifen hoffte. Wolfgang soll den Teufel zur Arbeit an der Kirche veranlasst haben. Als dieser als Gegengabe die Seele des ersten Pilgers forderte, erschien statt diesem ein Wolf. Zu den Devotionalien zählten Wolfgangihackeln, kleine Amulette, die man am Rosenkranz oder an der Uhrkette befestigte. Medaillen und Bilder sollten das Vieh schützen. Es gab Fläschchen zum Mitnehmen des Wassers aus dem Brunnen bei der Wallfahrtskirche.
* Maria Hietzing, W - Ende 14. Jahrhundert
* Frauenkirchen, B - im 14. Jahrhundert Wallfahrtsort, 1529 zerstört, Neubau 1668. "Maria auf der Haid" (Madonna mit Kind, 13./14. Jahrhundert)
* Sonntagberg, NÖ - Die der Dreifaltigkeit geweihte Wallfahrtskirche erhebt sich auf einer 700 m hohe Bergkuppe bei Waidhofen an der Ybbs. Um 1440 ließ ein Abt des Stiftes Seitenstetten die erste Kapelle errichten. Ab 1706 bauten Jakob Prandtauer und Josef Munggenast die Basilika ähnlich der Melker Stiftkirche. Mit 12 Marmorsäulen tempelartig gestaltet, umgibt der Hochaltar den Gnadenstuhl aus dem Jahr 1614 und einen Teil des Zeichensteins. Seit 1964 ist die Kirche auf dem Sonntagberg Basilika. Vor allem bei Fieber und Fraisen (Epilepsie) erhoffte man Heilung. Dagegen sollten um 18. und 19. Jahrhundert die Fraisensteine helfen, Tontäfelchen mit Staub vom heiligen Stein und einer Darstellung des Gnadenstuhles.
* Maria Enzersdorf, NÖ - Mitte 15. Jahrhundert. Franziskaner, Wallfahrt besonders ab 18. Jahrhundert
* Maria Luggau, Osttirol, Vesperbild 1513, gotische Kirche, um 1730 Neubau, seit 1986 Basilika
Die Reformation (1517 Thesenanschlag - 1648 Westfälischer Friede) beendete die erste Blütezeit der Wallfahrten. In der Gegenreformation erlebten sie im Sinn der Demonstratio catholica wieder großen Aufschwung. Die bedeutendsten Wallfahrtsorte Niederösterreichs entstanden in der Barockzeit. Es gab im Bundesland damals etwa 500 Wallfahrten, die in ein- und mehrtägigen Prozessionen von Pilgern aus nah und fern aufgesucht wurden. Von größter Bedeutung war das Vorbild des Kaiserhauses mit der ihm eigenen Frömmigkeit, der Pietas Austriaca. Deren Kernpunkte waren die Verehrung der Eucharistie, des Kreuzes und der hl. Dreifaltigkeit, vor allem die Marienverehrung. Adel und Orden förderten die Wallfahrt. Besonderer Beliebtheit erfreuten sich Mehrorte-Wallfahrten, wie die Via Sacra nach Mariazell. Höhepunkte der Pietas Austriaca waren die Regierungszeit der Kaiser Leopold I. (1640-1705) und seines Sohnes Karl VI. (1685-1740).

Gründung in der Gegenreformation

* Maria Plain, S - Gnadenbild vor 1630, Kirchenneubau ab 1671, Basilika seit 1952
* Hernalser Kalvarienberg, W - ab 1639 (Reaktion auf "Auslaufen" der Evangelischen um 1620)
* Maria Dreieichen, NÖ - Vesperbild um 1656, Neubau 1744-50 Munggenast, Troger
* Pöstlingberg-Linz, OÖ - Pietá, Wallfahrtskapelle um 1720, Kirchenbau 1742-48
* Maria Taferl, NÖ - Das Niederösterreichische Landesheiligtum liegt weithin sichtbar auf einer Anhöhe über der Donau. Der Bau der barocken Wallfahrtskirche "Zur schmerzhaften Muttergottes" dauerte mehr als zwei Generationen (1660-1711). Namhafte Künstler waren an der Ausstattung beteiligt (Jakob Prandtauer, Antonio Beduzzi, Martin Johann Schmidt) Seit 1947 trägt die Kirche den Titel Basilica minor. Der Kultgegenstand war eine hölzerne Pietá aus dem Jahr 1642. Sie verbrannte 1755 und wurde durch eine aus Lindenholz nachgeschnitzte Statue ersetzt. Um ihr die Wunder- und Heilkraft der ursprünglichen Figur zu geben, wurde die neue mit der Asche der alten Pietá belegt. Bei der Kirche befinden sich eine alte Steinplatte, der Taferlstein, und ein heiliger Brunnen als numinose Orte.
* Mariahilfberg, NÖ - um 1660 wunderbare Erscheinungen bei einer Kopie der Mariazeller Madonna, Neubau 1724

Unter der Regierung von Kaiser Karl VI. Tochter, Maria Theresia (1717-1780), und besonders ihres Sohnes und Mitregenten Joseph II. (1741-1790) änderte sich die Einstellung. Während Maria Theresia noch eine eher barocke Frömmigkeit pflegte, schränkten die Josephinischen Reformen das Pilgerwesen drastisch ein. Da nur noch eintägige Wallfahrten erlaubt waren, nahm z.B. Mariabrunn am Stadtrand von Wien damals großen Aufschwung.

Im Zuge der Romantik waren Wallfahrten wieder für viele attraktiv. Nach den Marienerscheinungen in Lourdes (1858) entstanden in vielen Kirchen und Wäldern Lourdesgrotten. Jene in Maria Gugging bei Klosterneuburg, NÖ, ist mit jährlich rund 80.000 Besuchern die größte Wallfahrtsstätte der Erzdiözese Wien. Das Stift Klosterneuburg mit dem Grab des Landespatrons St. Leopold ist seit 1905 Ziel der Männerwallfahrt.

Wallfahrten wurden "verlobt" (feierlich gelobt, versprochen), Bilder und Votivgaben zum Dank für die Erfüllung einer Bitte gespendet. Die Formel "ex voto" auf Bildern drückt den Akt der Anheimstellung an eine heilige Person (Votation) aus. Das gegenseitige Geben und Nehmen (do ut des) schien beim frommen Tun unumgänglich. Die "Volksfrömmigkeit" hat manchmal den spirituellen Glauben zu einem Handel mit den heiligen Personen umgedeutet und mit Magie und Beschwörung verbunden. Von den Wallfahrern leben (neben den Kirchen) u. a. Gastwirte, Beherbergungsbetriebe, Devotionalienhändler, Wachszieher und professionelle Votivbildmaler. Entlang der Via Sacra nach Mariazell entwickelte sich das Schnitzen von Scheitelmadonnen (aus einem Holzscheit) als Nebenerwerb. Devotionalkopien in verschiedenen Größen wurden am Original angerührt und mit einem Siegel versehen. Den mitgebrachten Andenken sprach man wundersame Wirkung zu, z. B. sollten aufgelegte kleine Andachtsbilder gegen Krankheiten helfen, oder Fraisenhäubchen Kinder heilen.

Pilgerwege

Österreich ist von einem Netz an Wallfahrtswegen durchzogen. Viele sind in jüngster Zeit entstanden. Dabei spielen nicht nur spirituelle, sondern auch touristische Motive eine Rolle. Jüngste Beispiele sind der „Mostviertler Jakobsweg“ sowie der „Weinviertler Bibelweg“. Der „Mostviertler Jakobsweg“, der von Stift Melk bis Mauthausen führt, ist mit gelben Tafeln und der für den Jakobsweg obligatorischen Muschel gekennzeichnet. Österreichs wichtigster Jakobsweg führt, aus Budapest und dem ostslowakischen Kosice kommend, von Wolfsthal über Schwechat, Wien, die Wachau, Linz und Salzburg zum Jakobsdom nach Innsbruck. Ein weiterer Weg südlich davon mündet ebenfalls in der Tiroler Hauptstadt, gelangt dorthin jedoch von Graz aus über Marburg, Villach, Lienz, Brixen und den Brenner. Die weitere gemeinsame österreichische Route führt über den Arlberg nach Feldkirch und weiter nach Maria Einsiedeln. Von Wien bis Santiago de Compostela sind es 3.200 km.

Eine beliebte Pilgerroute ist der "Niederösterreichische Mariazellerweg 06", der circa 255 Kilometer lang ist als leichte bis mittlere Tour gilt. Er beginnt auf dem Gipfel des Nebelstein zieht über St. Martin, Rosenau, Zwettl, Ottenstein, Krumau und Wegscheid nach Rosenburg. Weiter über Tautendorf und Schiltern, Senftenberg nach Stein a.d. Donau und durch den Dunkelsteinerwald St. Pölten. Weite Stationen sind Wilhelmsburg, Kaiserkogel, der Hohenstein und Türnitz. Von Türnitz kann auch über den Tirolerkogel nach Annaberg gewandert werden, von wo über Schmelz oder Joachimsberg der Ort Josefsberg erreicht wird. Der Hauptweg führt über Ulreichsberg in die Walster, die Variante über den Tirolerkogel und Annaberg nach Mitterbach am Erlaufsee und Mariazell.

Der „Weinviertler Bibelweg“ (2003 bis 2013 „Weinviertler Pilgerweg“) führt in fünf Tagesetappen - ausgehend vom Bildungshaus Großrußbach - durch das Wiener Vikariat Unter dem Manhartsberg. Besonders viele Pilgeraktivitäten gab es 2014 in Tirol, wo der 50. Geburtstag der Diözese gefeiert wurde. Aus über acht verschiedenen Routen in Nord-, Süd- und Osttirol starteten beispielsweise Gruppen in Richtung des Innsbrucker Jakobsdoms, wo sie Ende Juli mit Bischof Manfred Scheuer einen Pilgergottesdienst feierten.

Informationen zu 17 Pilgerwegen und einer Reihe von spirituellen Wegen findet man auf der Homepage

Während früher in reglementierten Prozessionen ganze Ortschaften, Berufsstände, Bruderschaften oder Wallfahrtsvereine zu den Gnadenorten kamen, gewinnt in jüngster Zeit das persönliche Erleben - Meditation, Selbsterfahrung, an die Grenzen kommen - bei der Fußwallfahrt an Bedeutung.

Via Sacra

Der klassische österreichische Pilgerweg ist die Via Sacra, die heilige Straße von Wien nach Mariazell mit 10 Stationen (ca. 125 km), darunter:

* Kleinmariazell - Das Kloster ist zwei Jahrzehnte älter als Mariazell (um 1135 gegr.). Die dreischiffige romanische Kirche wurde in der Barockzeit glanzvoll ausgestattet. Fresken von Johann Bergl illustrieren das Marienleben. Die Gnadenstatue, eine sitzende Maria mit Kind vom Mariazeller Typus, stammt aus dem Jahr 1609. Das Kloster wurde im Zuge der josephinischen Reformen 1782 aufgehoben. Nach Kriegsschäden 1998-2005 renoviert gilt es als Musterbeispiel für Revitalisierung und Denkmalpflege. Die Kirche ist seit 2007 eine Basilica minor.

* Annaberg - 1217 als erste Annenwallfahrtsstätte Österreichs entstanden, gotische Kirche mit barocker Ausstattung. Gnadenbild ist eine gotische Figurengruppe Anna Selbdritt von Jakob Kaschauer, um 1440. Die Wallfahrt wurde 2007 revitalisiert. Der Annaberg (976 m) ist der erste der drei "heiligen Berge", die Mariazeller Pilger überwinden müssen. Es folgen Joachimsberg (829 m) und Josefsberg (1012 m). Diese beiden Kirchen wurden im 17. Jahrhundert errichtet.

* Mariazell - Mariazell in der Steiermark ist das österreichische Nationalheiligtum, es wurde 1157 von einem Benediktiner aus Lambach, OÖ, gegründet. Die dreischiffige Hallenkirche entstand Mitte des 14. Jahrhunderts. Man bezeichnet sie als vollendete Synthese von Gotik und Barock, zwei Barocktürme flankieren den gotischen Mittelturm. Das sakrale Zentrum bildet die Gnadenkapelle, das künstlerische der Hochaltar von Joseph Emanuel Fischer von Erlach. Das Gnadenbild ist eine spätromanische Statue der sitzenden Muttergottes, die das Jesuskind auf dem Arm trägt. Sie wird als Magna Mater Austriae, Magna Domina Hungarorum und Magna Mater Gentium Slavorum verehrt. Unter der Kuppel steht eine weitere Marienfigur auf einer Säule, die von den Wallfahrern umschritten wird. Die Kirche hat zwölf Seitenkapellen, die reiche Schmiedeeisengitter abschließen. In der Frömmigkeit der Habsburger nahm Mariazell eine besondere Stellung ein, davon zeugen wertvolle Geschenke in den Schatzkammern. Seit 1908 ist sie Kirche Basilika. 1983 kam Papst Johannes Paul II. nach Mariazell, 2007 feierte Papst Benedikt XVI. einen Gottesdienst zum 850-Jahr-Jubiläum. Die Basilika ist auch Ziel von Großwallfahrten, wie 1990 einer Dank- und Freiheitswallfahrt der ehemaligen Ostblockländer mit 25.000 Teilnehmern oder 2004 beim Mitteleuropäischen Katholikentag mit über 100.000 Besuchern.


Quellen:
Beitl: Wörterbuch der deutschen Volkskunde. Stuttgart 1974. S. 931
Pia Maria Plechl: Wallfahrt in Österreich. Wien 1988
Fastenwallfahrt
Kolping-Quartalszeitschrift Frühjahr 2011
PilgrimAge
2014

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