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Wie der steirische Erzberg entdeckt wurde - Teil 3 Um den Hochschwab - Bilder, Bücher, Videos

Bild der Sage
Abbau am Erzberg um 1930
Frauen, Männer, Krampen, Schaufeln  3
Frauen, Männer, Krampen, Schaufeln  4
Frauen, Männer, Krampen, Schaufeln  5
bohren, sprengen, verladen 6
bohren, sprengen, verladen 7
bohren, sprengen, verladen 8
bohren, sprengen, verladen 9
 und so geschieht es heute
Sprengung
täglich von Montag bis Fr-9 Uhr 53
danach Abtransport zur Verarbeitung im Kegelbrecher
Lademengen Radlager 25-30t, Schwerlastkraftwagen 115 t
Elektroschaufelbagger
Rampe vom Schrägaufzug zum Gipfel
Bahnhof Erzberg mit ehemaliger Verladevorrichtung
ehemaliger Hugo-Stinnes-Aufzug auf den Erzberg
Impression-Erzberg
Blick in Richtung Pfaffenstein
Blick in Richtung Schwarzlstein
Blick in Richtung Frauenmauer
Blick in Richtung Stadelstein
Gipfelweihe mit Ehrengast Erzherzog Johann
Erzberg-Gipfelkreuz
Symbiose von Wasser und Erz
Erzberg besichtigen
Impression Erzberg

Wie der steirische Erzberg entdeckt wurde#

In der Nähe des Leopoldsteiner Sees, hart neben der Straße, die von Eisenerz nach Hieflau führt, ist ein kleiner Wassertümpel: die "Schwarze Lack'n". Dort sahen die Leute vor vielen Jahren öfter einen Wassermann. Gewöhnlich war er in der Grotte hinter dem Tümpel; zuweilen aber stieg er an warmen Tagen ans Ufer, um sich zu sonnen. 

Damals glaubte man, dass so ein Wassermann große Schätze besitze; deshalb wollten ihn die Leute fangen. Er war aber sehr scheu und glatt wie ein Fisch, mit bloßen Händen daher nicht zu halten; also griffen die Leute zu einer List. 

Eines Morgens, es war ein warmer, sonniger Tag, stellten sie Braten und Wein ans Ufer und legten Kleidungsstücke dazu, die sie vorher innen mit Pech bestrichen hatten. Dann versteckten sie sich und warteten. Nach einer Weile kam wirklich der Wassermann aus der Grotte heraus und besah neugierig die Sachen. Schließlich griff er begierig nach dem Braten und trank den Wein aus. Dann zog er die Kleider an, tanzte eine Weile herum und legte sich nieder. Der Wein übte seine Wirkung aus, und der Wassermann schlief fest ein. Als dies die Leute sahen, stürzten sie sich auf den Schlafenden und banden ihn. Er wachte auf, wehrte sich mit aller Macht, aber es half nichts. Sie führten ihn taleinwärts und waren schon zu der Stelle gekommen, wo man zum ersten Male den Erzberg erblickt; hier wollte der Wassermann nicht mehr weiter. Er tobte, jammerte und schrie und versprach schließlich für seine Freilassung große Schätze. Das hörten die Leute gerne und fragten gleich: "Was willst du uns geben?" 

Und der Wassermann sprach: "Wählet selbst: einen goldenen Fuß, ein silbernes Herz oder einen eisernen Hut! Das Gold aber währt nur kurze Zeit, das Silber nicht lange, das Eisen jedoch ewig!" - "Den eisernen Hut wollen wir haben", riefen die Leute. - Nun zeigte der Wassermann auf den Erzberg und sprach: "Seht, dort steht er; dieser Berg wird euch Eisen geben für immer! - Jetzt aber führt mich zurück in Grotte!"

Die Leute glaubten ihm, führten ihn zurück zur Grotte und ließen ihn frei. Sogleich verschwand der Wassermann in der Tiefe; aber die Erde erbebte, das Wasser rauschte gewaltig und wurde blutrot. Eilig liefen die Leute davon; der Wassermann aber zeigte sich nie wieder.

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© Bild und Text Fritz Bayerl, Karl und Inge Friedl