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Fachhochschule#

Die Fachhochschule ist eine Hochschulform, die mittlerweile einer universitären Ausbildung gleichgestellt ist. Die Schwerpunkte liegen dabei im Bereich der Lehre und Forschung auf anwendungsorientierter Grundlage.

Nachdem 1993 das Fachhochschul-Studiengesetz in Kraft getreten war, wurden die ersten Fachhochschulen 1994 eröffnet. Aus den ursprünglichen zehn Studiengängen (mit ca. 700 Studierenden) des Eröffnungsjahrs 1994/95 wurden bis 2018/2019 mehr als 680 Studiengänge (mit über 51.000 Studierenden) an 21 Standorten in allen österreichischen Bundesländern.

2007 erfolgte eine Gesetzesnovellierung des Fachhochschul-Studiengesetzes, womit die Fachhochschul-Studierenden in die Österreichische Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft eingliedert wurden. Konnten die FH-Studierenden ursprünglich die akademischen Grade eines Mag. (FH) sowie Dipl.-Ing. (FH) erwerben, wurden im Zuge des "Bologna-Prozesses" die Abschlüsse an den Fachhochschulen mit jenen der Universitäten gleichsetzt; d.h. die akademischen Grade sind nun gleichlautend mit jenen der Universitäten ("Bachelor" und "Master"), der Zusatz "(FH)" ist weggefallen.

Das Angebot von Fachhochschulen erstreckt sich über ingenieur-, natur-, sozial- und wirtschaftswissenschaftliche sowie technische Studiengänge – als Bachelor- oder Master-Studiengänge oder Lehrgänge und in verschiedenen Organisationsformen (Vollzeit, berufsbegleitend, dual, als Fernstudium).

Im Fachhochschulsektor gibt es eine klar geregelte Finanzierung auf Studienplatzgrundlage, wodurch der Zugang zu den Fachhochschul-Studiengängen beschränkt ist. Die Studierenden sind in den Fachhochschul-Studiengängen an klare Vorgaben zum Studienverlauf gebunden, wodurch diese Studiengänge grundsätzlich immer in der vorgesehenen Studienzeit absolviert werden. (Es ist jedoch – ähnlich wie im Schulsystem - möglich, einmalig ein Studienjahr zu wiederholen).

Das Bachelorstudium ist ein sechs Semester langes Grundstudium, das mit dem Erwerb des akademischen Grades eines Bachelors (BA oder BSc) endet. Dieses ist die Grundvoraussetzung, um ein anschließendes Masterstudium absolvieren zu können. Das Masterstudium dauert meist vier Semester und endet mit dem Erwerb des akademischen Grades eines Master (MA oder MSc). Fachhochschulen haben kein eigenes Promotions- und Habilitationsrecht; hierfür ist ein anschließender Umstieg auf eine entsprechende Universität erforderlich.

Fachhochschulen haben in der Regel eine privatrechtliche Organisationsform, und zwar als GmbH, als Verein oder als gemeinnützige Privatstiftung.

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