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Kriegsopfer#

Während des 1. Weltkriegs starben 1,2 Millionen Soldaten der Habsburgermonarchie auf den Schlachtfeldern und in Gefangenenlagern. Die Anzahl der durch direkte Kriegseinwirkung umgekommenen Zivilisten lässt sich nicht genau feststellen, war aber im Vergleich zu den zahllosen Opfern durch Unterernährung und Seuchen relativ gering. 1936 bezogen in Österreich noch 70.000 Menschen eine Invalidenrente.

Der 2. Weltkrieg forderte ungleich höhere Opfer unter der Bevölkerung Österreichs (in den Grenzen von 1937). 247.000 Österreicher, die in der deutschen Wehrmacht gedient hatten, kehrten aus dem Krieg nicht zurück (davon 76.000 dauernd Vermisste). Bei Luftangriffen und bei den Kämpfen auf österreichischem Boden 1945 wurden mehr als 24.000 Zivilisten getötet. Mehr als 32.000 Österreicher starben durch politische Verfolgung, 65.000 österreichische Juden fielen dem nationalsozialistischen Rassenwahn zum Opfer. Bezogen 1948 noch über 400.000 Österreicher eine Kriegs-, Invaliditäts-, Witwen- oder Waisenpension, so belief sich die Zahl 1997 noch immer auf rund 85.000. Kriegsopferversorgung.

Die Umsetzung des sogenannten „Auschwitz-Erlasses“ (ab Frühjahr 1943), der die Ausrottung aller "Zigeuner" und "Zigeunermischlinge" vorsah, forderte zwei Drittel von den 11.000 österreichischen Roma und Sinti. Sie wurden Opfer des NS-Holocaust.