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Sonderschulen#

1956 eingeführte Schulbezeichnung für Hilfsschulen (Hilfsklassen), die ab 1885 in Österreich zunächst für geistig behinderte Kinder errichtet wurden; 1959 wurde die Bezeichnung auch auf die Schulen für Schüler mit physischen Behinderungen ausgeweitet (Behindertenunterricht), 1962 erfolgte eine umfassende Neuregelung.

Gegenwärtig werden außer den Allgemeinen Sonderschulen für leistungsbehinderte oder lernschwache Kinder auch Sonderschulen für körperbehinderte, sprachgestörte, schwerhörige, gehörlose, sehbehinderte, blinde und schwerstbehinderte Kinder geführt; kranke Kinder in Spitälern werden kursmäßig unterrichtet (Heilstätten-Sonderschulen), erziehungsschwierige Kinder in Sondererziehungsschulen betreut. Nach Möglichkeit wird den Sonderschülern eine den Volksschulen, Hauptschulen oder Polytechnischen Lehrgängen entsprechende Bildung vermittelt. Im Schuljahr 1993/94 wurden in 2524 Klassen 18.943 Sonderschüler (davon 11.695 Knaben und 7248 Mädchen) unterrichtet.