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vom 04.06.2017, aktuelle Version,

Apetlon

Apetlon
Wappen Österreichkarte
Wappen von Apetlon
Apetlon (Österreich)
Apetlon
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Neusiedl am See
Kfz-Kennzeichen: ND
Fläche: 82,03 km²
Koordinaten: 47° 45′ N, 16° 50′ O
Höhe: 120 m ü. A.
Einwohner: 1.772 (1. Jän. 2017)
Postleitzahl: 7143
Vorwahl: 02175
Gemeindekennziffer: 1 07 02
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchengasse 68
7143 Apetlon
Website: www.gemeinde-apetlon.at
Politik
Bürgermeister: Ronald Payer (ÖVP)
Gemeinderat: (2012)
(21 Mitglieder)
12
8
1
12  8  1 
Von 21 Sitzen entfallen auf:

Lage der Marktgemeinde Apetlon im Bezirk Neusiedl am See
Andau Apetlon Bruckneudorf Deutsch Jahrndorf Edelstal Frauenkirchen Gattendorf Gols Halbturn Illmitz Jois Kittsee Mönchhof Neudorf bei Parndorf Neusiedl am See Neusiedl am See Nickelsdorf Pama Pamhagen Parndorf Podersdorf am See Potzneusiedl Sankt Andrä am Zicksee Tadten Wallern im Burgenland Weiden am See Winden am See Zurndorf Bezirk Neusiedl am See Lage der Gemeinde Apetlon im Bezirk Neusiedl am See (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap

Lange Lacke
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Apetlon (ungarisch: Mosonbánfalva) ist eine Marktgemeinde mit 1772 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Burgenland im Bezirk Neusiedl am See in Österreich. Sie liegt im Osten des Neusiedler Sees in der Region Seewinkel.

Geografie

Apetlon liegt im Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel am Ostufer des Neusiedler Sees direkt an der ungarischen Grenze. Die Ortschaft selbst ist auf 120 Meter Seehöhe gelegen; im Gemeindegebiet liegt aber auch der mit 114 Meter Seehöhe tiefste Punkt Österreichs. Charakteristisch für die Landschaft dort sind weite, offene Ebenen und eine Salzflora, die viele kleine Lacken, wie etwa den Darscho, umgibt.

Tiefster Messpunkt Österreichs

Geschichte

Urkundlich wurde die Gemeinde erstmals 1318 erwähnt. Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Komitat Moson). Sein erster Name ist ungarisch “Vitézfelde” (Land der Recken),[1] später “Apátlan” (Vaterlos), in einer Ausgabe der Wiener Zeitung des Jahres 1814 findet die Ortschaft als "Appetlohn" Erwähnung [2]. Daraus wurde dann wahrscheinlich der heutige deutsche Name.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes). Marktgemeinde ist Apetlon seit 1991 (durch VO 79).

Bevölkerungsentwicklung

Politik

Der Gemeinderat hat 21 Mitglieder.

Bürgermeister

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche Apetlon

Wirtschaft

In Apetlon wird hauptsächlich Weinbau betrieben. Der Fremdenverkehr besitzt ebenfalls große Bedeutung. Besonders im Mai kommen alljährlich zahlreiche Ornithologen aus ganz Europa, um die seltene Vogelwelt an der Langen Lacke und den vielen Pusztagebieten zu beobachten und zu fotografieren. Lange vor der Errichtung des Nationalparks war die Lange Lacke schon ein bedeutendes Naturschutzgebiet, in dem bereits vor über einhundert Jahren wissenschaftliche Datensammlung zur Vogelwelt betrieben wurde.

Sprache

Apetlonerisch ist ein eigener Dialekt im Seewinkel.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde
Personen mit Bezug zur Gemeinde

Literatur

  • Marktgemeinde Apetlon. Festschrift, Herausgegeben anläßlich der Erhebung zur Marktgemeinde, Apetlon 1991
  • Peter Gräftner: Lautlehre der Ortsmundarten von Apetlon, Gols und Weiden im burgenländischen Seewinkel. Vom Leben und Sterben der alten Formen. Dissertation, Universität Wien 1966.
  • Alexandra Köninger: Die naturnahen Pflanzengesellschaften im Gemeindegebiet von Apetlon-Burgenland. Diplomarbeit, Universität für Bodenkultur Wien 1996.

Historische Landkarten

  Commons: Apetlon  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Die abgekommenen Orte des Heidebodens. (Memento vom 1. April 2010 im Internet Archive) unter Berufung auf Josef Klampfer: Das Land um den Neusiedlersee. Bergland Verlag, 1963.