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vom 04.01.2018, aktuelle Version,

Burgstall Hainfeld

Burgstall Hainfeld
Anstelle der alten Veste steht heute eine kath. Pfarrkirche des hl. Andreas

Anstelle der alten Veste steht heute eine kath. Pfarrkirche des hl. Andreas

Entstehungszeit: Hochmittelalterlich
Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: Burgstall
Ständische Stellung: Ministeriale
Ort: Hainfeld
Geographische Lage 48° 2′ 3,5″ N, 15° 46′ 5,7″ O
Burgstall Hainfeld (Niederösterreich)
Burgstall Hainfeld

Der Burgstall Hainfeld ist eine abgegangene Höhenburg (vermutlich eine Turmburg) auf einem Hügel bei der Gemeinde Hainfeld im Bezirk Lilienfeld in Niederösterreich.

Geschichte

Wann genau die Burg entstand, ist heute nicht mehr bekannt. Jedoch steht fest, dass die Veste Hainfeld eines der ersten, oder gar das erste Bollwerk im Gölsental zu dessen Rodung und Urbanisierung war. Die Veste Hainfeld war Sitz der Herren von Hainfeld, einem den steirischen Otakaren hörigen, adeligen Ministerialgeschlecht. Die beiden letzten Angehörigen der Herren von Hainfeld, Richard der Ältere von Hainfeld und sein Sohn Richard der Jüngere von Hainfeld, sind uns dank einer Urkunde aus dem späten 12. Jahrhundert (ca. 1170–1172) bekannt, in der sie ihre gesamten Güter an Stift Vorau vermachen, im Falle der Kinderlosigkeit Richards des Jüngeren.

Die Veste Hainfeld existierte zum Zeitpunkt dieser Urkunde an Stift Vorau bereits nicht mehr, da ca. um 1120 der Traungauer Markgraf Ottokar II. von Steier die Veste Hainfeld aufgehoben und an ihrer Stelle eine romanische Wehrkirche des hl. Andreas gegründet hatte. Der Bergfried der ehemaligen Burg wurde Teil des neuen Gotteshauses.

1161 übergab Ottokar III. die beiden markgräflichen Kirchen zu Hainfeld und St. Veit (beide von Ottokar II. gegründet) an Stift Göttweig.

Literatur

  • Josef Greimel: Hainfelder Heimatkunde, 1. Heft, 1924, Seite 11
  • Margarete Kowall in: Karl Jägersberger: Werden und Wachsen der Stadt Hainfeld, 2004, Seite 32–33