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vom 02.11.2018, aktuelle Version,

Eva Blimlinger

Eva Blimlinger (2018)

Eva Blimlinger (* 12. September 1961 in Wien) ist österreichische Historikerin und Rektorin der Akademie der bildenden Künste Wien. Seit Jänner 2018 ist sie Präsidentin der Österreichischen Universitätenkonferenz.

Leben

Eva Blimlinger und ihr politisch bei den Grünen tätiger Bruder Thomas Blimlinger sind Enkelkinder des parteilosen, von der SPÖ nominierten Justizministers (mit Unterbrechungen 1945–1954 im Amt) und Sportfunktionärs Josef Gerö. Eva maturierte 1979 und absolvierte anschließend bis 1990 an der Universität Wien ein Studium der Deutschen Philologie, Geschichte und Sozialkunde, das sie mit dem akademischen Titel Magistra abschloss. Von 1988 bis 1991 war sie außerdem kaufmännische Angestellte in einer Tabaktrafik.

Von 1991 bis 1992 war sie Gleichbehandlungsbeauftragte der Österreichischen Rektorenkonferenz und von 1992 bis 1999 Leiterin des Büros für Öffentlichkeitsarbeit der Hochschule für angewandte Kunst Wien. Von 1999 bis 2004 war sie Forschungskoordinatorin der Österreichischen Historikerkommission und gleichzeitig von 2002 bis 2004 Geschäftsführerin des Stipendienprogramms Premiere. 2004 wurde sie Leiterin der Abteilung für Projektkoordination und Prozessmanagement Kunst und Forschungsförderung an der Universität für angewandte Kunst.[1]

2011 wurde sie zur Rektorin der Akademie der bildenden Künste gewählt. Damit stieg der Anteil an Rektorinnen in Österreich von 0 auf 19 Prozent, nachdem innerhalb eines Jahres auch die Molekularbiologin Sonja Hammerschmid, die Werkstofftechnikerin Sabine Seidler und die Neuropsychologin Christa Neuper zu Rektorinnen gewählt wurden.[2]

Darüber hinaus ist Blimlinger zuständig für die wissenschaftliche Koordination der Kommission für Provenienzforschung[3] sowie Mitglied und stellvertretende Vorsitzende des beim Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur eingerichteten Kunstrückgabebeirates.[4]

2006 erhielt sie den Willy-und-Helga-Verkauf-Verlon-Preis für antifaschistische österreichische Publizistik.[5]

Von 2007 bis März 2018[6] war sie ein von den Grünen nominiertes Mitglied des ORF-Publikumsrats.[7]

Im Dezember 2017 wurde Blimlinger als Nachfolgerin von Oliver Vitouch zur Präsidentin der Österreichischen Universitätenkonferenz für die Funktionsperiode 2018 bis 2019 gewählt.[8]

Auszeichnungen

  Commons: Eva Blimlinger  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Who is who in Österreich: Eva Blimlinger (Memento des Originals vom 19. Februar 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.whoiswho.co.at; abgerufen am 26. Jän. 2014
  2. Die Presse: Eva Blimlinger neue Akademie-Rektorin; abgerufen am 26. Jän. 2014
  3. Webpräsenz der Kommission für Provenienzforschung (Memento des Originals vom 16. August 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.provenienzforschung.gv.at, abgerufen am 27. Jänner 2014
  4. Kunstrückgabe in Österreich - Restitution nach dem Kunstrückgabegesetz 1998 auf bmukk.gv.at, abgerufen am 27. Jänner 2014
  5. DÖW: Willy und Helga Verkauf-Verlon PreisträgerInnen; abgerufen am 1. Jänner 2018
  6. derStandard.at: Vorstadtweiber, "schon sehr wahnsinnig". Artikel vom 7. Jänner 2018, abgerufen am 7. Jänner 2018.
  7. Historikerin Blimlinger im Publikumsrat. In: Der Standard. 27. Dezember 2007
  8. diepresse.com: Eva Blimlinger ist neue Rektorenchefin. Artikel vom 11. Dezember 2017, abgerufen am 11. Dezember 2017.