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vom 11.06.2017, aktuelle Version,

Gerersdorf-Sulz

Gerersdorf-Sulz
Wappen Österreichkarte
Wappen von Gerersdorf-Sulz
Gerersdorf-Sulz (Österreich)
Gerersdorf-Sulz
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Güssing
Kfz-Kennzeichen: GS
Hauptort: Gerersdorf bei Güssing
Fläche: 21,62 km²
Koordinaten: 47° 4′ N, 16° 15′ O
Höhe: 228 m ü. A.
Einwohner: 1.006 (1. Jän. 2017)
Postleitzahlen: 7540, 7542
Vorwahl: 03328
Gemeindekennziffer: 1 04 04
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gerersdorf 47
7542 Gerersdorf-Sulz
Website: www.gerersdorf-sulz.at
Politik
Bürgermeister: Wilhelm Pammer (ÖVP)
Gemeinderat: (2012)
(15 Mitglieder)
9
6
9  6 
Von 15 Sitzen entfallen auf:

Lage der Gemeinde Gerersdorf-Sulz im Bezirk Güssing
Bildein Bocksdorf Burgauberg-Neudauberg Eberau Gerersdorf-Sulz Großmürbisch Güssing Güttenbach Hackerberg Heiligenbrunn Heugraben Inzenhof Kleinmürbisch Kukmirn Moschendorf Neuberg im Burgenland Neustift bei Güssing Olbendorf Ollersdorf im Burgenland Rauchwart Rohr im Burgenland Sankt Michael im Burgenland Stegersbach Stinatz Strem Tobaj Tschanigraben Wörterberg Burgenland Lage der Gemeinde Gerersdorf-Sulz im Bezirk Güssing (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Gemeindeamt
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Gerersdorf-Sulz ist eine Gemeinde im Bezirk Güssing im Burgenland in Österreich. Der ungarische Name der Gemeinde ist Németszentgrót-Sóskút.

Geografie

Die Gemeinde liegt im Südburgenland.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende drei Ortschaften bzw. gleichnamige Katastralgemeinden (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2015[1]):

Deutscher Ortsname Ungarischer Ortsname Kroatischer Ortsname
Gerersdorf bei Güssing Németszentgrót Sigrot
Rehgraben Özgödör Prašcevo
Sulz im Burgenland Sóskútfalu Šeškut

Geschichte

Kastell Sulz, Stich um das Jahr 1886

Die Gemeinde gehörte, wie das gesamte Burgenland, bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Németszentgrót-Sóskút verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkrieges wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Die Gemeinde gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).

In Sulz befindet sich eine gut erhaltene Kastellburg aus dem 18. Jahrhundert. Die Architektur des Gebäudes mit seinen sechs großen, toskanischen Säulen ist durchaus bemerkenswert und reizvoll. Das Kastell wurde im 18. Jahrhundert als eine Badeanstalt für Gäste aus dem ungarischen Raum durch die Gräfin Festetic genutzt. Die umschließende Parklandschaft vermittelt gemeinsam mit dem Gebäude einen harmonischen Eindruck. Im Zweiten Weltkrieg fand die Burg eine Verwendung als Lazarett für verwundete russische Soldaten. Zuvor befand sie sich im Besitz einer jüdischen Familie. Mit dem Tod des Besitzers 1962 setzte sich der Verfall des Gebäudes fort. Im Jahr 1973 wurde die Burg unter Denkmalschutz gestellt und von einem Verein zur Erhaltung übernommen. Der Verein renovierte mit Unterstützung des Burgenlandes das Dach und sicherte die Bausubstanz.

Im Gemeindegebiet befinden sich auch mehrere Mineralwasserquellen, welche schon den Römern bekannt waren. Dies wurde mit Funden vor Ort belegt (Tonkrüge für die Abfüllung des natürlichen Mineralwassers und römische Münzen). 1905 wurden gegenüber dem Kastell in Sulz eine Abfüllhalle und ein Lager im Stil des Kastells gebaut. Das Mineralwasser wurde in große Teile der Monarchie unter der Marke Vita Quelle erfolgreich vertrieben. Die Quellen werden zurzeit von der Güssinger Mineralwasser wirtschaftlich genutzt und sind nun wieder im Besitz eines österreichischen Unternehmens.

Filialkirche Rehgraben

Bevölkerungsentwicklung

Politik

Der Gemeinderat hat 15 Mitglieder.

Bürgermeister
  • seit ? Wilhelm Pammer (ÖVP)

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Taubenschlag im Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf
Pfarrkirche Gerersdorf bei Güssing

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde
Personen mit Bezug zur Gemeinde
  • Siegfried Bauer aus Gerersdorf (Wintertriathlon)
  • Julia Dujmovits aus Sulz (Olympiasiegerin, Snowboard)
  • Peter Jandrisevits aus Sulz (Fußballspieler, U-19-Nationalspieler)

Literatur

  • Brigitte Leimstättner: Hinter der Kreuzung: von Einheimischen und Zuwanderern. Diplomarbeit, Universität Graz 1998.
  • Gerlinde Reichel: Veränderung der Nahrung und Wirtschaftsform in Gerersdorf bei Güssing. Dissertation, Universität Wien 1993.
  Commons: Gerersdorf-Sulz  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria, Bevölkerung am 1. Jänner 2015 nach Ortschaften