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vom 02.01.2020, aktuelle Version,

Gründberg (Gemeinden Sierning, Steyr)

Gründberg (Stadtteil)
Statistischer Bezirk Gründbergsiedlung
Gründberg (Gemeinden Sierning, Steyr) (Österreich)
Red pog.svg
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Steyr (SR), Oberösterreich
Gerichtsbezirk Steyr
Pol. Gemeinde Steyr  (KG Föhrenschacherl)
Ortschaft Steyr
Koordinaten 48° 2′ 46″ N, 14° 23′ 9″ Of1
Höhe 317 m ü. A.
Einwohner der stat. Einh. 917 (2009)
Gebäudestand 257 (2001f1)
Postleitzahl 4400 Steyr
Statistische Kennzeichnung
Zählsprengel/ -bezirk o.N. (40201 14[0])
Gründbergsiedlung, Damm und Streulagen;
seit 1938 Teil von Steyr; ehem. VIII Stadtbezirk (Bezeichnung bis 1992), Statistische Zone 13. Gründbergsiedlung; alter Zählbezirksname (bis 2000er): VIII.Bez.:Gründberg
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; DORIS; Stadt Steyr: Statut,[1][2] Statistik[3]
f0

BW

Gründberg ist ein Ort im Steyrtal im Traunviertel von Oberösterreich, wie auch Gemeindeteil und Katastralgemeinde der Gemeinde Sierning im Bezirk Steyr-Land, und – auch als GründbergsiedlungStadtteil der Statutarstadt Steyr.

Geographie

Der Ort befindet sich zwischen der Stadt Steyr und dem Ort Sierning. Die Ortslagen erstrecken sich über etwa 7 Kilometer linksufrig nördlich des Steyrflusses, an der Südkante der Traun-Enns-Platte. Die Ortslage umfasst Ober- und Untergründberg in Sierning, dazu kommt die Gründbergsiedlung flussabwärts, die schon zu Steyr gehört.

Gründberg im eigentlichen Sinne als Sierninger Gemeindeteil (Ortschaft im Sinne der gemeindeeigenen Gliederung)[4] umfasst die beiden Orte Obergründberg auf der Hochfläche oberhalb von Sierning, und Untergründberg direkt im Talboden am Fluss, östlich von Sierninghofen. Dabei ist Untergründberg mit über 300 Häusern und über 900 Einwohnern größer, Obergündberg umfasst an die 200 Adressen.

Die Steyrer Gründbergsiedlung liegt in der Katastralgemeinde Föhrenschacherl. Sie bildet dort mit der Rotte Damm, sowie einigen Streulagen und Gewerbegebiet einen eigenständigen Stadtteil (Gründberg beziehungsweise Gründbergsiedlung).[3] Dieser erstreckt sich zwischen Steyrufer und Wolfernstraße (L564), und hat gut 250 Adressen mit über 900 Einwohnern.

Nachbarorte und -ortslagen:
Oberbrunnern (Gem. Sierning, Bez. Steyr-Ld.)
Oberwolfern   (O, 
Pachschallern     Gem. Wolfern)
(Gem. Sierning)
Judendorf (Gem. Wolfern, Bez. Steyr-Ld.)

Paichberg (Gem. Sierning, Bez. Steyr-Ld.) Stein (Stt., Std. Steyr)

Steyrdorf (Stt., Std. Steyr)

Sierning (Gem. Sierning, Bez. Steyr-Ld.)

Sierninghofen
(Gem. Sierning)     Pergern (O,
Gem. Garsten)
Steyrfluss

Christkindl (Stt., Std. Steyr)

Gründberg (Gemeindeteil/Ortschaft)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Steyr-Land (SE), Oberösterreich
Gerichtsbezirk Steyr
Pol. Gemeinde Sierning  (KG Gründberg, Sierninghofen)
f5
Koordinaten 48° 3′ 12″ N, 14° 20′ 9″ O
Höhe 331 m ü. A.
Postleitzahl 4522 Sierning, 4523 Neuzeug
Statistische Kennzeichnung
Zählsprengel/ -bezirk Hilbern-Brunnern-Gründbg, Sierninghofen-Nord (41516 002, 007)
Gemeindeteil (Ortschaft der Gemeindegliederung) mit Obergründberg und Untergründberg
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; DORIS; Gemeinde Sierning[4]
Vorlage:Infobox Gemeindeteil in Österreich/Wartung/Nebenbox
f0

BW

Zur Sierninger Katastralgemeinde Gründberg mit 775,5 Hektar gehört auch der Gemeindeteil Pachschallern mit Loibersdorf und die Ortslage Enzengarn, nicht aber Untergründberg, das in der Katastralgemeinde Sierninghofen liegt.

Nachbarkatastralgemeinden:
Oberbrunnern (Gem. Sierning, Bez. Steyr-Ld.) Unterwolfern (Gem. Wolfern, Bez. Steyr-Ld.) Judendorf (Gem. Wolfern, Bez. Steyr-Ld.)
Droissendorf (Gem. Schiedlberg, Bez. Steyr-Ld.) Föhrenschacherl (Std. Steyr)
Sierning (Gem. Sierning, Bez. Steyr-Ld.) Sierninghofen (Gem. Sierning, Bez. Steyr-Ld.) Pergern (Gem. Garsten, Bez. Steyr-Ld.)  
In einem Punkt in der Steyr auch Christkindl (Std.  Steyr)
Gründberg (Katastralgemeinde)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Steyr-Landf8, Oberösterreich
Gerichtsbezirk Steyr
Pol. Gemeinde Sierning
Gemeindeteile / Ortschaften Gründberg, Pachschallern
Koordinaten 48° 3′ 41″ N, 14° 20′ 57″ O
Fläche d. KG 7,75 km²
Statistische Kennzeichnung
Katastralgemeinde-Nummer 49208
Zählsprengel/ -bezirk Hilbern-Brunnern-Gründbg (41516 007)
Obergründberg, Pachschallern mit Loibersdorf, Enzengarn;
bis 2010 Ortschaft (Statistik Austria) Gründberg (OKz. 11976): auch mit Untergründberg (in KG Sierninghofen)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; DORIS
Vorlage:Infobox Gemeindeteil in Österreich/Wartung/Nebenbox

BW

Geschichte

Obergründberg und Pachschallern sind zwei Althöfe des frühen 9. Jahrhunderts.[5][6] Der Ortsname erscheint circa 1325 als dasz grindveria[7] im Sinne eines Flurnamens, und lautete neben Grin[d]berg bis in das 18. Jahrhundert amtlich Grünberg (der Name bezogen auf das heutige Dorf Obergründberg).[8] Die Gegend der Hochterrasse über dem Steyrfluss ist bis heute landwirtschaftlich geprägt.

Die Flur von Untergründberg war noch bis in das frühe 20. Jahrhundert nur spärlich besiedelt, und wurde auch In der Au genannt.[8] 1891 wurde hier die Flügelstrecke Pergern–Bad Hall der Steyrtalbahn erbaut, einer Schmalspurstrecke, die die Rudolfsbahn im Ennstal und die Kremstalbahn verband. Die Haltestelle war in Sierninghofen.

Auch das Terrassen-Gebiet zur Stadt hin war lange reine landwirtschaftliche Streubesiedlung. Die Gründbergsiedlung entstand 1933–1935, mit der Entwicklung der Steyrer Eisenindustrie. Nach dem Anschluss kam dieses Areal[9] per 15. Oktober 1938 zur Stadt Steyr,[10] und wurde dort hauptsächlich der VIII. Stadtbezirk Gründberg und die Katastralgemeinde Gründberg (ab den 1950ern Föhrenschacherl genannt).[9][11]

Nach Kriegsende verblieb dieser Teil bei Steyr,[1] Sierning erhielt als Ausgleich dafür Brunnern von Thanstetten (Schiedlberg).[9]

In der Nachkriegszeit wurden dann Untergründberg und die Gründbergsiedlung zu den Hauptsiedlungsräumen der alten Ortslage.

Seit dem neuen Stadtstatut 1992 wird Gründberg in der Stadt Steyr nicht mehr als VIII. Bezirk geführt,[2] firmiert aber weiterhin als statistischer Bezirk Gründbergsiedlung (14, statistische Zone gleichen Namens Nr. 13).[3] Seit 2010 wird der Sierninger Teil von der Statistik Austria nicht mehr als eigenständige Ortschaft geführt,[12] aber noch von der Gemeinde.[4]

Einzelnachweise

  1. 1 2 § 1 Abs. 2 Gesetz betreffend die Wiederinkraftsetzung des mit dem Gesetz vom 18. März 1930, LGBl. Nr. 13/1930, erlassenen Gemeindestatuts für die Stadt Steyr. LGBl. Nr. 41/1948 20. Stück (pdf, ris.bka; rückwirkend mit 1. Jänner 1946 in Kraft).
  2. 1 2 Kundmachung der o.ö. Landesregierung über die Wiederverlautbarung des Statutes für die Stadt Steyr. LGBl. Nr. 9/1992 6. Stück (i.d.g.F. online, ris.bka).
  3. 1 2 3 Stadtteil Gründberg in der Österreichischen Karte und im Ortsverzeichnis; ehemaliger VIII. Bezirk Gründberg heute als Statistischer Bezirk Gründbergsiedlung; die Statistik Austria gibt seit den 2000ern für die Zählbezirke von Steyr keine Namen mehr; siehe Statistische Bezirke. Statistische Zonen. Statistische Zählsprengel. Magistrat Steyr, Planungdatum 2008 (alle pdf, abgerufen 8. Juli 2018).
  4. 1 2 3 Information von Sierning. sierning.at > Gemeinde & Politik > Wissenswertes, abgerufen 10. Juli 2018.
  5. Hans Krawarik; Frühmittelalterliche Erschliessung im unteren Traungau. In: Jahrbuch des Oberösterreichischen Musealvereins. Band 147/1, Linz 2002, S. 88, ganzer Artikel S. 75–125, PDF auf ZOBODAT.at dort S. 14.;
    dslb.: Siedlungsgeschichte Österreichs: Siedlungsanfänge, Siedlungstypen, Siedlungsgenese. Reihe LIT Geographie, Band 19, Verlag Lit, Wien-Berlin 2006, ISBN 3-8258-9040-6, S. 136.
  6. Kurt Klein (Bearb.): Historisches Ortslexikon. Statistische Dokumentation zur Bevölkerungs- und Siedlungsgeschichte. Hrsg.: Vienna Institute of Demography [VID] d. Österreichische Akademie der Wissenschaften. Oberösterreich Teil 2, Sierning: Sierning , S. 80 (Onlinedokument, Erläuterungen. Suppl.; beide PDF o.D. [aktual.]).
    Spezielle Quellenangaben: 1869 und später: Statistische Central-Commission/Bundesamt für Statistik/Österreichisches Statistisches Zentralamt/Statistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis. (Ergebnisse der Volkszählungen, ab 2011 Registerzählungen).
  7. Peter Wiesinger: Ortsnamenbuch des Landes Oberösterreich. 2001, 7.6.5.8. Gründberg. S. 163 f.
  8. 1 2 Die Josephinische Landesaufnahme (um 1780) gibt Grünberg, Franziszäischer Kataster (um 1830) und Franzisco-Josephinische Landesaufnahme (um 1880) geben Gründberg (alle Landesaufnahmen DORIS: Erste Landesaufnahmen oder online auf Arcanum/Österreichisches Staatsarchiv: mapire.eu).
  9. 1 2 3 Wilhelm Rausch, Hermann Rafetseder: Gebiets- und Namensänderungen der Stadtgemeinden Österreichs seit der Mitte des 19. Jahrhunderts. Band 2 von Österreichischer Arbeitskreis für Stadtgeschichtsforschung, Ludwig Boltzmann-Institut für Stadtgeschichtsforschung: Forschungen zur Geschichte der Städte und Märkte Österreichs. 1989, ISBN 3-900387-22-2, S. 261 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  10. Verordnung des Landeshauptmannes von Oberösterreich vom 30. September 1938 über die Vereinigung von Gebietsteilen der Ortsgemeinden Garsten, Gleink und Sierning mit der Stadtgemeinde Steyr. VOBl. Nr. 61/1938 14. Stück, S. 44 f (in Kraft getreten 15. Oktober d. J. lt. § 7 und § 2 VOBl. Nr. 63/1938 ; EReader, ALEX Online).
  11. Siehe Gebietsentwicklung der Stadt Steyr. Magistrat Steyr, Planungdatum 2008 (pdf, abgerufen 8. Juli 2018).
  12. Ortsverzeichnis 2001; Änderung per Ortsliste Statistik Austria, 4. November 2010.