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vom 30.03.2020, aktuelle Version,

Gunskirchen

Marktgemeinde
Gunskirchen
Wappen Österreichkarte
Wappen von Gunskirchen
Gunskirchen (Österreich)
Gunskirchen
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Wels-Land
Kfz-Kennzeichen: WL
Fläche: 36,24 km²
Koordinaten: 48° 8′ N, 13° 57′ O
Höhe: 352 m ü. A.
Einwohner: 6.138 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 169 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4623
Vorwahl: 07246
Gemeindekennziffer: 4 18 08
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktgemeinde Gunskirchen
Marktplatz 1
4623 Gunskirchen
Website: www.gunskirchen.com
Politik
Bürgermeister: Christian Schöffmann (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(31 Mitglieder)
16
8
7
16  8  7 
Insgesamt 31 Sitze
Lage von Gunskirchen im Bezirk Wels-Land
AichkirchenBachmanningBad Wimsbach-NeydhartingBuchkirchenEberstalzellEdt bei LambachFischlhamGunskirchenHolzhausenKrenglbachLambachMarchtrenkNeukirchen bei LambachOffenhausenPennewangPichl bei WelsSattledtSchleißheimSipbachzellStadl-PauraSteinerkirchen an der TraunSteinhausThalheim bei WelsWeißkirchen an der TraunWelsOberösterreich Lage der Gemeinde Gunskirchen im Bezirk Wels-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap

Ortsschild von Gunskirchen
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Gunskirchen ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Wels-Land im Hausruckviertel mit 6138 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019). Der zuständige Gerichtsbezirk ist Wels.

Geografie

Gunskirchen liegt auf einer Höhe von 352 m ü. A. im Hausruckviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 7,3 km, von West nach Ost 7,7 km. Die Gesamtfläche beträgt 36,2 km². 11,3 % der Fläche sind bewaldet, 77,6 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt. In Gunskirchen befindet sich der mathematische Flächenschwerpunkt von Oberösterreich.[1]

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 51 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[2]):

  • Aichberg (9)
  • Aigen (23)
  • Au bei der Traun (166)
  • Au bei Hischmannsberg (8)
  • Au bei Sirfling (17)
  • Auholz (13)
  • Baumgarting (34)
  • Bichlwimm (40)
  • Buchleiten (9)
  • Dorf (7)
  • Fallsbach (54)
  • Fernreith (90)
  • Gänsanger (88)
  • Grünbach (209)
  • Gunskirchen (3875)
  • Hof (12)
  • Holzgassen (9)
  • Holzing (16)
  • Irnharting (246)
  • Kalchau (2)
  • Kappling (40)
  • Kottingreith (15)
  • Kranzl am Eck (10)
  • Lehen (41)
  • Liedering (21)
  • Lucken (56)
  • Luckenberg (17)
  • Moostal (341)
  • Niederschacher (5)
  • Oberndorf (124)
  • Oberriethal (9)
  • Oberschacher (60)
  • Pfarrhofwies (3)
  • Pöschlberg (14)
  • Pötzlberg (17)
  • Riethal (5)
  • Roith (7)
  • Salling (44)
  • Schlambart (25)
  • Sirfling (58)
  • Spraid (5)
  • Straßern (22)
  • Ströblberg (44)
  • Thal (14)
  • Vitzing (18)
  • Vornholz (17)
  • Waldenberg (12)
  • Waldling (106)
  • Wallnstorf (29)
  • Wilhaming (15)
  • Wimberg (17)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Fallsbach, Grünbach, Irnharting und Straß.

Geschichte

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern gelegen (819 als Kundechirichun erwähnt[3]), gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich und wurde seit 1490 dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet. Die Pfarre war seit dem 12. Jahrhundert im Besitz des Bistums Passau.[3]

Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt.

Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich.

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. An der Gemeindegrenze zwischen Gunskirchen und Edt bei Lambach wurde 1944 das Konzentrationslager Gunskirchen errichtet, ein Außenlager des KZ Mauthausen, in dem vor allem ungarische Juden interniert und umgebracht wurden.

Einwohnerentwicklung

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 4961 Einwohner, 2001 dann 5296 Einwohner, 2005 5375 Einwohner, 2008 schließlich 5544 Einwohner.

Wappen

Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: In Gold ein schwarzer, mit einem goldenen Pflug belegter Schrägbalken, begleitet von zwei roten Zahnrädern. Die Gemeindefarben sind Rot-Gelb-Schwarz.
Der Pflug im schwarzen Schrägbalken ist das Familienwappen der Pflügl, kann aber auch allgemein als Symbol für die Landwirtschaft gelten. Die Tellerzahnräder weisen auf den industriellen Charakter der Gemeinde in der heutigen Zeit.

Politik

Der Gemeinderat hat insgesamt 31 Mitglieder. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2015 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 16 ÖVP, 8 SPÖ und 7 FPÖ.

Bürgermeister
  • 2009–2020 Josef Sturmair (ÖVP)
  • seit 2020 Christian Schöffmann (ÖVP)

Wirtschaft und Infrastruktur

Ein Biomasseheizwerk mit Fernwärmenetz wurde durch B3 Energie am Standort Offenhausener Straße 12 zur Versorgung der Marktgemeinde Gunskirchen und des Betonwerkes der Fa. Oberndorfer im Jahr 2011 errichtet. Damit werden durch den Einsatz von 17.000 Schüttraummetern Hackschnitzel aus der Region in Gunskirchen rund 3900 Tonnen CO2 pro Jahr vermieden.[4][5][6]

Ansässige Unternehmen

Bildung

Volksschule Gunskirchen:

Seit wann es in Gunskirchen eine Schule gibt, weiß man nicht ganz genau, doch sicher ab dem Jahre 1624. Das erste Schulhaus befand sich in der Kirchengasse 2 neben der Apotheke, war gleichzeitig das Mesnerhaus und hatte nur ein Klassenzimmer. Es war eine Pfarrschule mit nur einer Klasse. Im Jahr 1869 brannte sie ab.

Das zweite Schulhaus wurde 1875 in der Kirchengasse 14 gebaut. Darin befanden sich zuerst vier, später sechs Klassenzimmer, in denen jeweils 50–100 Schüler Platz finden mussten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde dieses zu klein, seit 1954 gibt es das jetzige Schulhaus. Für die Hauptschule gab es zweimal einen Anbau, 1965 und 1974.

Der Turnsaal und die Schwimmhalle kamen 1972 dazu. 2006 wurde die Schule saniert.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Wallfahrtskirche Maria Fallsbach
  • Wallfahrtskirche Maria Fallsbach: Die jetzige Kirche stammt aus dem Jahre 1516, mit einem Netzrippengewölbe im Chor und im Langhaus sowie einem reich profilierten Südportal aus feinem Sandstein; Vor der Kirche befindet sich ein Wallfahrerbrunnen mit Schmiedeeisengitter und Dach aus dem Jahr 1700.

Die Gründungssage der Wallfahrtskirche erzählt von einem Jäger, der in ungezügelter Jagdleidenschaft auch am Sonntag der Jagd nachging. Im Schacherholz nächst der Wimmerkapelle schoss er einen Hirschen an, der in seinem Geweih das Bild der Himmelskönigin Maria trug. Der Hirsch verendete schließlich in der Nähe des Fallsbaches. Zur Sühnung seines Frevels ließ der Jäger eine Kirche zu Ehren Mariä errichten und das Hirschgeweih mit dem Marienbild zum ewigen Andenken in der Kirche anbringen.

Filialkirche St. Peter
  • Filialkirche St. Peter in Liedering: der heutige Kirchenbau ist ein kleiner kuppelgewölbter Ovalbau, der 1729 begonnen und 1731 geweiht wurde. Das Helmdach trägt eine Laterne.
Commons: Gunskirchen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Amt der Oö. Landesregierung: Der Mittelpunkt von OÖ. Abgerufen am 24. Mai 2017.
  2. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  3. 1 2 Kurt Holter in: Handbuch der Historischen Stätten Österreich. 1: Donauländer und Burgenland. Stuttgart 1970, S. 46.
  4. Ein neues Heizkraftwerk wird künftig für die Marktgemeinde Gunskirchen ...@1@2Vorlage:Toter Link/archiv.print-gruppe.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF; 842 kB)BezirksRundschau Nr. 16, 21. April 2011; Abgerufen am 5. Mai 2011.
  5. B3 Energie Biomasse-Fernwärmetrasse@1@2Vorlage:Toter Link/www.gunskirchen.ooe.gv.at (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. in Marktgemeinde Gunskirchen, S. 17; Abgerufen am 5. Mai 2011.
  6. Das Wärmeversorgungs-Unternehmen B3 errichtet ein Biomasse-Heizwerk an der Offenhausner Straße; OÖ. Online GmbH & Co.KG; Abgerufen am 5. Mai 2011.