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vom 16.12.2015, aktuelle Version,

Hans Jaksch

Hans Jaksch (* 29. Oktober 1879 in Hennersdorf, Nordböhmen; † 7. Jänner 1970 in Wien) war ein österreichischer Architekt.

Leben

Hans Jaksch war der Sohn eines Landwirtes und Schneiders. Er stammte aus bescheidenen Verhältnissen. Er studierte an der Technischen Hochschule in Wien und an der Akademie der Bildenden Künste bei Friedrich Ohmann. Kurzfristig war er Mitarbeiter von Max Ferstel. Von 1907 bis 1961 führte er mit Siegfried Theiss das Wiener Architekturbüro Theiss & Jaksch, das sowohl in der Ersten Republik wie auch im Ständestaat, in der NS-Periode und beim Wiederaufbau nach 1945 erfolgreich tätig war. Das Hochhaus Herrengasse im 1. Wiener Gemeindebezirk und die Reichsbrücke zählten zu den prestigeträchtigsten Bauaufträgen, die in Österreich zu vergeben waren.

1938 rief Jaksch als Präsident der Zentralvereinigung der Architekten Österreichs zu einem „JA“ bei der Volksabstimmung auf.[1] Theiss und Jaksch, die beide der NSDAP beitraten, setzten ihre Karriere 1938 ungebrochen fort, einen Schwerpunkt ihrer Tätigkeit bildete nun der Umbau arisierter Villen in NS-Heime.

Nach 1945 war die erprobte Ateliergemeinschaft dann auch beim Wiederaufbau zerstörter Industrieanlagen tätig.

Werke des Büros Theiss & Jaksch

Kärnten:

Niederösterreich:

Wiener Neustädter Wasserturm (1909–1910)

Steiermark:

Wien:

Verklärungskirche (1912–1926)

Auszeichnungen

Literatur

  • Georg Schwalm-Theiss: Theiss & Jaksch: Architekten 1907–1961. Brandstätter Verlag, Wien 1986, ISBN 3-85447-196-3.
  Commons: Hans Jaksch  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Aufruf an die deutschösterreichischen Architekten. In: Neue Freie Presse, 9. April 1938, S. 12 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/nfp