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vom 23.05.2017, aktuelle Version,

Jois

Jois
Wappen Österreichkarte
Wappen von Jois
Jois (Österreich)
Jois
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Neusiedl am See
Kfz-Kennzeichen: ND
Fläche: 25,91 km²
Koordinaten: 47° 58′ N, 16° 48′ O
Höhe: 130 m ü. A.
Einwohner: 1.584 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 61 Einw. pro km²
Postleitzahl: 7093
Vorwahl: (+43)02160
Gemeindekennziffer: 1 07 10
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Untere Hauptstraße 23
7093 Jois
Website: www.jois.at
Politik
Bürgermeister: Leonhard Steinwandtner (SPÖ)
Gemeinderat: (2012)
(19 Mitglieder)
11
6
2
11  6  2 
Von 19 Sitzen entfallen auf:

Lage der Marktgemeinde Jois im Bezirk Neusiedl am See
Andau Apetlon Bruckneudorf Deutsch Jahrndorf Edelstal Frauenkirchen Gattendorf Gols Halbturn Illmitz Jois Kittsee Mönchhof Neudorf bei Parndorf Neusiedl am See Neusiedl am See Nickelsdorf Pama Pamhagen Parndorf Podersdorf am See Potzneusiedl Sankt Andrä am Zicksee Tadten Wallern im Burgenland Weiden am See Winden am See Zurndorf Bezirk Neusiedl am See Lage der Gemeinde Jois im Bezirk Neusiedl am See (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap

Jois mit den charakteristischen Weingärten
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Jois von Norden
Der Hochaltar der alten römisch-katholischen Pfarrkirche

Jois ist eine Marktgemeinde mit 1584 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Burgenland im Bezirk Neusiedl am See in Österreich. Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Nyulas.

Geografie

Die Gemeinde liegt im Nordburgenland. Jois liegt in 130 m Seehöhe an den Hängen des Leithagebirges direkt am Neusiedler See im österreichischen Burgenland. Teile des Gemeindegebietes gehören zum Naturpark Neusiedlersee – Leithagebirge.

Nachbargemeinden

Geschichte

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Nyulas verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes). Bereits 1429 gab es einen Marktrichter. Das Datum der Marktverleihung ist nicht bekannt.

Bevölkerungsentwicklung

Politik

Die Gemeindevertretung hat insgesamt 19 Sitze.

Bürgermeister
  • 1931–1933 Karl Steidl (SPÖ)
  • seit ? Leonhard Steinwandtner (SPÖ)

Wirtschaft

Jois ist vorwiegend eine Sommerfremdenverkehrsgemeinde (25.200 Übernachtungen) und ein Weinbauort. Seit 2008 befindet sich der aus Wien übersiedelte Antriebstechniks-Hersteller Zoerkler als einziger größerer Industriebetrieb in der Gemeinde.

  • Tourismus: In Jois hat die "Joiser Herzkirsche" ihren Ursprung, die auch das Wappen des Ortes ziert. Mehrere Heurigenkeller und Buschenschanken laden zur Einkehr ein. Im ortskundlichen Museum beginnt eine Zeitreise in den einstigen Alltag des Dorfes und der Menschen. Abgesehen vom üblichen Freizeitangebot kommt in Jois dem Schießsport große Bedeutung zu. Ein Schützenhaus mit Terrasse bietet dem Zuschauer beim Wurftauben-, Trap- und Jagdparcourschießen Platz. Rad- und Rundwanderwege laden zu einem Ausflug ein. Im Vollnaturschutzgebiet Hackelsberg führt ein Rundwanderweg durch die Umgebung. Aber auch im Winter kann man erholsame, ausgedehnte Spaziergänge in der sehr reizvollen Winterlandschaft des Weltkulturerbes Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel sowie im Naturpark Neusiedlersee – Leithagebirge genießen. Der Neusiedler See bietet sich nicht nur im Sommer ideal für das Ausüben diverser Sportarten wie Schwimmen, Segeln, Kitesurfen und Windsurfen an, sondern lädt auch im Winter zum Eislaufen, Eissegeln, Eissurfen ein. Am Gelände des Joiser (Yacht-)Hafens betreiben drei Segelclubs - der Yachtclub Seewind, der Yachtclub Jois und der "Österreichische Heeresyachtclub" - eigene Clubräumlichkeiten.

Verkehr

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Neolithische bis römerzeitliche Fundstätten, urkundlich 1214
  • Alte Pfarrkirche Jois (1757–1770) ist ein Barockbau mit dem bemerkenswerten Hochaltar (1749–1752) der Pfarrkirche hl. Michael von Sopron (1865 übertragen)
  • Neue Pfarrkirche Jois (1898, 1937 ausgebaut)
  • Lichtsäule (15. Jahrhundert)
  • Russenkreuz (1747)
  • Mariensäule (1877)

Persönlichkeiten

Literatur

Jois und Umgebung um 1873 (Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)
  Commons: Jois  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien