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vom 28.01.2019, aktuelle Version,

Mieczysław Halka Ledóchowski

Kardinal Ledochowski als Präfekt der Kongregation der Propaganda Fide, Rom (1892)
Epitaph für Kardinal Ledochowski in der Kathedrale von Posen von Władysław Marcinkowski
Denkmal in Ostrów Wlkp.
Wappen

Mieczysław Kardinal Halka Ledóchowski (* 29. Oktober 1822 in Górki (Diözese Sandomir in Polen); † 22. Juli 1902 in Rom, Italien) war Erzbischof von Gnesen und Posen, Primas von Polen und später ein Kurienkardinal der römisch-katholischen Kirche.

Leben

Am 13. Juli 1845 empfing Ledóchowski das Sakrament der Priesterweihe. 1861 ernannte ihn Pius IX. am 30. September zum Titularerzbischof von Thebae und am 1. Oktober zum Apostolischen Nuntius in Belgien. Die Bischofsweihe spendete ihm am 3. November desselben Jahres Kardinal Camillo Di Pietro; Mitkonsekratoren waren die Kurienerzbischöfe Salvatore Nobili Vitelleschi und Alessandro Franchi.

Am 8. Januar 1866 ernannte ihn Papst Pius IX. zum Erzbischof von Gnesen und Posen. Aufgrund seiner standhaften Weigerung, während des Kulturkampfes in Preußen dem neu eingeführten Kanzelparagraphen Folge zu leisten, wurde er von den preußischen Behörden zwei Jahre in Ostrowo inhaftiert. Dies verschaffte ihm vor allem bei der polnischen Bevölkerung in der Provinz Posen und in Westpreußen, jedoch auch bei deutschsprachigen Katholiken den Ruf eines Märtyrers. Seine Erhebung zum Kardinal erfolgte noch in Haft am 15. März 1875. Als Kardinalpriester erhielt er die Titelkirche Santa Maria in Aracoeli. Er gehörte auch zu den Kardinälen, die am Konklave von 1878 teilnahmen.

Mieczysław Halka Ledóchowski (um 1874)

Papst Leo XIII. ernannte Ledóchowski am 26. Januar 1892 zum Präfekten der Kongregation für die Verbreitung des Glaubens (Propaganda Fide). Daraufhin trat er am 2. Februar als Erzbischof von Gnesen zurück und wurde am 30. November Kardinalpriester von San Lorenzo in Lucina.

Sein Neffe zweiten Grades[1] Wladimir Ledóchowski war General der Jesuiten, eine Nichte zweiten Grades[1] die heilige Ordensgründerin Ursula Ledóchowska, eine andere die selige Ordensgründerin Maria Teresia Ledóchowska.

Mieczysław Halka Ledóchowski wurde durch Giuseppe Valerga, den Patriarchen von Jerusalem, in den Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem investiert.

Er war Ehrenmitglied der KÖStV Austria Wien im ÖCV (gegr. 1876).

Literatur

  Commons: Mieczysław Halka Ledóchowski  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Geneanet / Robert Baranowski: Stammbaum Ledóchowski
Vorgänger Amt Nachfolger
Leon Michał Przyłuski Erzbischof von Gnesen
1866–1886
Julius Dinder
Giovanni Kardinal Simeoni Präfekt der Kongregation De Propaganda Fide
1892–1902
Girolamo Maria Kardinal Gotti
Teodolfo Mertel Kardinalprotopriester
1899–1902
José Sebastião Neto OFMDisc