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vom 25.04.2020, aktuelle Version,

Paul Floren

Paul Floren, auch Paulus Florenius, Florinus oder Florentius (* 1550 in Sankt Joachimsthal oder Prag; † 1615 in Chur) war ein böhmischer Jesuit, der später protestantischer Theologe wurde und in Österreich, Böhmen und der Schweiz wirkte.

Leben

Paul Floren wurde in Sankt Joachimsthal (Jáchymov)[1] oder in Prag[2] geboren. Bei Florenus (= Gulden) dürfte es sich um die latinisierte Wiedergabe des Familiennamens Gülden[3] oder Gulden handeln, der - mit dem Leitnamen „Paulus“ - im Erzgebirge für eine Goldschmiede- und Münzmeisterfamilie belegt ist.[4] Angeblich hatte er protestantische Eltern und trat in seiner Jugend zum Katholizismus über.[5] In einer zeitgenössischen polemischen Schrift wird Floren auch als ungetauftes jüdisches Findelkind bezeichnet, dessen Nachname auf Deutsch „Flöri“ (Fleury) gelautet habe.[6]

Professor im Jesuitenorden

Er studierte 1570 auf Empfehlung von Kardinal Giovanni Francesco Commendone (1524–1584) am Collegium Germanicum in Rom. Floren erhielt 1572/73 während des Studiums ein Kanonikat am Breslauer Dom.[7] Im April 1575 nahm er an einer öffentlichen Disputation in der neuerbauten, noch nicht geweihten Jesuitenkirche Il Gesù in Rom teil, vermutlich anlässlich seiner Promotion zum „Doctor theologiae“. 1575 trat Floren als Novize in den Jesuitenorden ein.

Paul Floren war 1576 bis 1578 Doktor und Professor der Theologie am Jesuitenkolleg zu Wien. Er wandte sich zunehmend dem Protestantismus zu und gewann dafür im Januar 1578 auch seinen Kollegen, den damaligen Professor für Philosophie am Wiener Jesuitenkolleg Christian Francken (* 1549; † nach 1595).[8] Ein Bericht über das entscheidende Gespräch mit Francken wurde 1579 unter dem Titel Breve Colloquium Jesuiticum veröffentlicht und erlebte viele Nachdrucke und Übersetzungen.

Im Februar 1578 wurde Floren aus dem Kolleg entfernt und zum Visitator der Jesuiten Nikolaus Lanoy (1507–1581) nach Olmütz geschickt, der ihn als Häretiker aus dem Orden entließ. Die Entlassung wurde rasch vollzogen, weil man negative Auswirkungen bei dem möglichen Übertritt eines Ordensangehörigen zu den „Utraquisten“ (Protestanten) befürchtete. Anfang Mai 1578 verließ mit Kaspar Kratzer (1545–nach 1585) ein weiterer Jesuit den Wiener Konvent, um evangelisch zu werden.

Pappenheimer Hof- und Schlossprediger

Floren verzichtete auf das Breslauer Domkanonikat und trat zum Protestantismus über. Er wurde 1578/79 Prediger bei Reichserbmarschall Conrad von Pappenheim (1534–1603) in Prag. 1578 trug Floren sich dort in das Stammbuch von Wilhelm Friedrich Lutz (1551–1597) ein, den er wahrscheinlich im Vorjahr in Wien kennengelernt hatte. Christian Francken, der das Wiener Kolleg im Februar 1579 verlassen hatte, traf Floren im März 1579 in Prag.[9] Mit dem ungarischen Humanisten Graf Balthasar Batthyány (* 1543; † 1590) stand Floren in Briefwechsel.[10]

In der Fastenzeit 1590 führten Floren und der Jesuit Georg Scherer (1540–1605) in Wien im Haus des Kaiserlichen Kammerrates Freiherr Christoph III. von Haym (1552–1611) im Beisein Pappenheims und vieler anderer Adeliger eine öffentliche kontroverstheologische Disputation durch, die heftigen literarischen Widerhall fand, da beide Seiten den Sieg für sich beanspruchten. Eusebius Sarkander[11] nannte Floren in einer verlorenen Schrift „ein auserwähltes Gefäß und heilbringendes Werkzeug Gottes und der Kirche Christi“.[12] Paul Floren führte einen Briefwechsel mit dem Zürcher Antistes Johann Rudolph Stumpf (1530–1592).

Floren begegnet um diese Zeit in Schaffhausen bzw. in der nahegelegenen Pappenheimischen Residenz Engen; mehrere Bücher aus seinem Besitz befinden sich heute in der Stadtbibliothek Schaffhausen.[13] Wahrscheinlich stammen sie aus dem Bücherbestand im Krenkinger Schloss in Engen, den die Stadt Schaffhausen 1637 von Maximilian von Pappenheim, einem Sohn Conrads von Pappenheim, kaufte.[13] 1591 ließ Kaiser Rudolf II. Conrad von Pappenheim in Engen durch württembergische Truppen verhaften und nach Schloss Hohentübingen bringen.

Aufnahme bei den Haintzel von Degelstein in der Schweiz

1598 während der Gefangenschaft Conrads von Pappenheim im Schloss Hohentübingen traf Martin Crusius (1526–1607) in Tübingen mit Floren zusammen. Dieser lebte damals im Schloss Haldenstein in Churrätien,[14][1] das 1594/95 vorübergehend von Hans Heinrich Haintzel von Degelstein/Degerstein (* um 1553; † nach 1606[15]),[16] Herr von Elgg, aus Augsburg bzw. Ulm erworben worden war.[17] Bereits die Vorbesitzer Gregor († 1577) und Franz Carl von Hohenbalken hatten versucht, in Haldenstein die Reformation einzuführen.[18] Die Herrschaft fiel um 1604 an die Carl-von-Hohenbalkischen Erben zurück, weil Hans Heinrich Haintzel den Kaufpreis letztlich nicht aufbringen konnte.[19]

Auch in Zürich hielt sich Paul Floren in dieser Zeit auf. Um 1600 trug er sich dort in das Studentenstammbuch von Johann Jakob Breitinger (1575–1645) ein.[20] Johann Wilhelm Stucki (1542–1607) schenkte Floren ein Exemplar seines 1592 in Zürich erschienenen Werkes Carolus Magnus redivivus.[21] 1590 bis 1599 besaßen die Brüder Hans Heinrich und Hans Ludwig (1560–1602) Haintzel von Degelstein (Tägernstein), Söhne des Augsburger Ratsbürgers und Bürgermeisters Johann Baptist I. Haintzel (1524–1581), Schloss Elgg (Elgouw, Elckau) im Kanton Zürich;[22] die Brüder Haintzel lebten zugleich auch in Chur und Zürich.[23]

Pfarrer in Chur

Paul Floren wurde reformierter Pfarrer an der Martinskirche in Chur.[24] 1604/05 wurde er durch Johannes Pontisella d. J. (1552–1622) abgelöst und an die Regulakirche versetzt, weil man ihm Nachlässigkeiten in seiner Amtsführung vorwarf. 1606 stritt er sich mit Pontisella wegen einer Predigt.[25] Floren wurde der erste Mitarbeiter von Georg Saluz (1571–1645) nach dessen Berufung 1606 nach Chur als Antistes.[26]

1607 gab Floren statt der geforderten einfachen Zustimmung zur Graubündner Synodal- und Predigerordnung Fides ac placita von 1553 ein eigenes Bekenntnis (confessio) ab, das jedoch beanstandet wurde. 1614 wurde er, vermutlich nach Ablegen der geforderten Verpflichtungserklärung, erneut in die Graubündner reformierte Prediger-Matrikel aufgenommen, was die Voraussetzung einer Anstellung war. Nach Florens Tod 1615 wurde Jodocus Gantner 1616 dessen Nachfolger an der Regulakirche.

Paul Floren stand seit 1596 auf dem Index Librorum Prohibitorum in der 1. Klasse häretischer Schriftsteller.

Quellen

  • Paulus Florenus: De Deo et divinis … Joanni Francisco Commendono Veneto S. R. E.[27] presbitero Card. amplissimo T. T.[28] S. Mariae Angelorum in Thermis … Paulus Florenus Bohemus S. P. D.[29] … 1. Sacra theologia quam vulgo scholasticam vocant … Disputabuntur publice Romae in templo collegii Romani societatis Jesu anno iubilaeo M.D.LXXV. die 17 mensis Aprilis. Hora 18 (Universitätsbibliothek München, 4o Cod. ms. 126, Blätter 29–40)
  • P. Laurentius Maggio[30] Praep. Prov. Austr. S. I.: Litterae de funesta Pauli Florenii apostasia (Viennae 15 febr. 1578). In: Ladislaus Lukács (Hrsg.): Monumenta paedagogica Societatis Iesu, Bd. IV 1573-1580, Nr. 174. Institutum Historicum Societatis Iesu, Rom 1981, S. 723–736
  • Christian Francken: Epistola …, in qua deplorat suum a Societate Iesu Et Ecclesia Catholica discessum. Leonhard Nassinger, Wien 1582[31] (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München)
    • (deutsche Übersetzung) Christian Francken: Brief Christian Franken's, worin derselbe seinen Austritt aus der Gesellschaft Jesu und der katholischen Kirche, wie auch seine unbesonnenen Angriffe auf den Glauben und die Religion beweint [vom 18. Oktober 1581 aus Breslau]. In: Andreas Räß: Die Convertiten seit der Reformation nach ihrem Leben und aus ihren Schriften dargestellt, Bd. III Von 1590–1601. K. M. Hoffmann, Colmar / Herder, Freiburg i. Br. 1866, S. 295–307, bes. S. 297 und 300–307 (Google-Books)
  • Briefwechsel von Paul Floren mit Johann Rudolph Stumpf (Zentralbibliothek Zürich, A 69, misc. XVI–XVII)
  • Brief von Paul Floren an Balthasar Batthyány aus Wien vom 12. Juli 1589 (Ungarisches Nationalarchiv Budapest, P 1314 Privatkorrespondenz der Familie Batthyány, Brief Nr. 14100)[10]
  • Georg Scherer: Bericht Vom wunderlichen Sieg, den Doctor Paulus Florenius, wider Georgen Scherer Jesuiten, die nechst abgelauffne Fasten zu Wienn in Osterreich, mit disputieren erhalten. Widmanstetter, Graz 1590 (Google-Books)
    • Georg Scherer, Gregor Lochner: Bericht Vom wunderbarlichen Sieg, welchen Doctor Paulus Florenius wider Georgium Scherer Jesuiten das verschienen 90. Jar zu Wien in Oesterreich mit disputie= erhalten. 2. Aufl. Berg, München 1591 (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München)
  • Jakob Rudolf Truog: Die Bündner Prädikanten 1555–1901 nach den Matrikelbüchern der Synode. In: Jahresbericht der Historisch-Antiquarischen Gesellschaft von Graubünden 31 (1901), S. 1–58, bes. S. 14f (Google-Books; eingeschränkte Vorschau)

Werke

  • Paulus Florenius, Christian Francken: Breve Colloqvivm Iesuiticvm. Toti Orbi Christiano, & vrbi potissimum Caesarae Viennensi, ad recte cognoscendam, hactenus non satis perspectam, Iesuitarum religionem, vtilissimum Breve Colloquium Jesuiticum. Habitatvm a Sacrae Theologiae Doctorae , & Professore, Pavlo Florenio, cum Christiano Francken, Philosophiae Professore in Caesareo Iesuitarum Gymnasio Viennae, Anno 1578. xx. Ianuarij. Steinmann, Leipzig 1579
    • 2. Aufl. Peter Perna, Basel 1580
    • 3. Aufl. Johann Ramba, Leipzig 1580 (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München)
    • und weitere Auflagen, z. T. mit abweichendem Titel, auch unter dem Pseudonym Paulus Albutius für Christian Francken
    • (wiederabgedruckt in:) Johann Fischart, Martin Chemnitz (Hrsg.): Doctrinae Jesuitarum praecipua Capita a quibusdam Theologis retexta. 2. Aufl. Theophil Regius, La Rochelle 1584, S. 785–807 (Google-Books)
    • (wiederabgedruckt in:) Petrus de Wangen: Physiognomonia Jesuitica. s. n., Lyon 1610, S. 1–33 (Google-Books)
    • (deutsche Übersetzung) Christian Francken: Ein Gesprech Von Jesuitern Allen frommen Christen, die Jesuiter und ihre Religion recht zu erkennen, Vast nützlich zulesen … Mit einem Sendbrieff Pauli Albutij an die Jesuiter. s. n. [Peter Perna], Basel 1581 (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München)
      • (wiederabgedruckt in:) Paulus Florenius, Christian Francken: Ein kurtzes Jesuitisch Gespräch, welches allen … Christen, denen bißhero die Jesuwitsche Religion und Glauben nicht gnugsam … bekannt worden, sehr nutzlich ist zu lesen, gehalten von Paulo Florenio … mit Christian Francken … zu Wien in Osterreich im jar 1578. den 20. tag Jenners. In: Johann Konrad Ulmer (Hrsg.): New Jesuwitspiegel. Darinnen durch … ein lustig Gespräche, ihre Lehre, Glauben, und Leben, auss ihren eignen Schrifften, klärlich für augen gestellet, und … aussführlich widerleget wird … Auff hoch Teutsch für gestellet durch J. C. U. Waldkirch, Basel 1586
    • (englische Übersetzung) William Charier, London 1580[32]
    • (englische Übersetzung) Paulus Florenius, Christian Francken, John Camilton (Johann Cambilhon): The doctrines and practises of the Societie of Iesuites, hrsg. von William Freake[33]. Bernard Alsop and Thomas Fawcet for George Gibbs, London 1630

Literatur

  • Siegmund Jacob Apinus: Christianvs Franck. In: ders.: Vitae Professorum philosophiae … Academiae Altorfinae, Tauber, Nürnberg / Altdorf 1728, S. 34–61 (Google-Books)
  • Carl August Bächtold: Einleitung zu Johann Jakob Rüeger: Chronik der Stadt und Landschaft Schaffhausen, Schaffhausen 1884, S. 37
  • Andreas Steinhuber: Geschichte des Kollegium Germanikum Hungarikum in Rom, Bd. I. 2. Aufl. Herder, Freiburg i. Br. 1906, S. 75f (Digitalisat bei OpenLibrary)
  • Jakob Rudolf Truog: Die Pfarrer der evangelischen Gemeinden in Graubünden und seinen ehemaligen Untertanenlanden, Teil I. In: Jahresbericht der Historisch-Antiquarischen Gesellschaft von Graubünden 64 (1934), S. 1–96, bes. S. 39
  • Hans Berger: Die Einführung der Reformation im Kreis der Fünf Dörfer und die daraus folgenden Kämpfe. Ein Beitrag zur Bündner Kirchengeschichte. (Dissertation Zürich). Bischofberger, Chur 1950, S. 19 Anm. 131 und S. 39 (PDF; 1,07 MB)
  • Lech Szczucki: Philosophie und Autorität. Der Fall Christian Francken. In: Paul Wrzecionko (Hrsg.): Reformation und Frühaufklärung in Polen. Studien über den Sozinianismus und seinen Einfluss auf das westeuropäische Denken im 17. Jahrhundert. (Kirche im Osten 14). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1977, S. 157–243, bes. S. 162–165 (Google-Books)
  • Clarisse Roche: Usages et mises en scène de l'amitié entre Paulus Florenius et Christian Francken dans les polémiques religieuses à Vienne (1578–1590). In: Bertrand Haan, Christian Kühner (Hrsg.): Freundschaft. Eine politisch-soziale Beziehung in Deutschland und Frankreich, 12.–19. Jahrhundert. (discussions 8) (2013) (Digitalisat von perspectivia.net)

Einzelnachweise

  1. 1 2 Vgl. Wilhelm Göz, Ernst Conrad (Hrsg.): Diarium Martini Crusii, Bd. II 1598–1599. H. Laupp, Tübingen 1931, S. 130.
  2. Vgl. Andreas Steinhuber: Geschichte des Kollegium Germanikum Hungarikum in Rom, Bd. I. 2. Aufl. Herder, Freiburg i. Br. 1906, S. 75f, u. a.
  3. Vgl. Adam Daniel Richter: Zuverläßige Nachricht von den Annabergischen Münz- und Schmittemeistern, Stöck- und Stempelschneidern. August Valentin Friese, St. Annaberg 1759, S. 10 (Digitalisat der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt Halle).
  4. Vgl. Herbert Pönicke: Gulden, Paul. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 7, Duncker & Humblot, Berlin 1966, ISBN 3-428-00188-5, S. 302 (Digitalisat).
  5. Es handelt sich um einen Standardvorwurf gegen Konvertiten.
  6. Vgl. Jakob Gretser, Conrad Vetter: Widerholung, Der Augspurgischen Predicanten, wegen der Cambilhonischen Relation. Andreas Angermayer, Ingolstadt 1612, bes. S. 139–142 (Google-Books).
  7. Vgl. Gerhard Zimmermann: Das Breslauer Domkapitel im Zeitalter der Reformation und Gegenreformation (1500-1600). Verfassungsgeschichtliche Entwicklung und persönliche Zusammensetzung. (Historisch-diplomatische Forschungen 2). Böhlau, Weimar 1938, S. 31f, 87, 122, 167, 183, 251, 253 (7. Mai 1573: „Cardinalis Commendonus contulit canonicatum Christophori Falkenhain cuidam Paulo Floreno Bohemo“) und S. 388.
  8. Aus Gardelegen, später wieder zum Katholizismus zurückgekehrt.
  9. Vgl. Christian Francken: Epistola Christiani Francken, in qva deplorat svvm a societate Iesv et ecclesia catholica discessvm. Heinrich von Aich, Würzburg 1583, unpaginiert (Google-Books) (1. Aufl. Leonhard Nassinger, Wien 1582).
  10. 1 2 Vgl. Dóra Bobory: Boldizsár Batthyány (c.1542–1590). Erudition, natural sciences, patronage and friendship in the life of a sixteenth-century Hungarian nobleman. (diss. phil. Budapest). Budapest 2007, S. 72–73.
  11. 1584-1587 protestantischer Pfarrer in Weißkirchlitz (Novosedlice).
  12. Vgl. Georg Scherer: Bericht Vom wunderlichen Sieg, den Doctor Paulus Florenius, wider Georgen Scherer Jesuiten, die nechst abgelauffne Fasten zu Wienn in Osterreich, mit disputieren erhalten. Widmanstetter, Graz 1590, S. 38: „electure vas, et salutare Dei et Ecclesiae Christi organon“ (Google-Books).
  13. 1 2 Vgl. Hanspeter Marti, René Specht, André Weibel: Die historischen Buchbestände der Stadtbibliothek Schaffhausen, S. 2, 52 und 54 (überarbeitete und ergänzte Fassung des Artikels Stadtbibliothek Schaffhausen. In: Urs B. Leu, Hanspeter Marti und Jean-Luc Rouiller (Bearb.): Handbuch der historischen Buchbestände in der Schweiz, Bd. II. Olms, Hildesheim 2011, S. 273–302; Digitalisat der Bibliotheken Schaffhausen).
  14. Mecum erat Paulus Florenius, Theol. D. sed non concionans. Erat cum generoso D. Conrado Bappenhaimio. Bohemus est, ex Valle Ioachimica. Viuit Haldenstaini in Rhaetia inferiore, semihora à ciuitate Curia, bidui itinere a Tiguro. Habitat in Palatio Haldensteinensi …“ (= „Bei mir war Paul Floren, ein Dr. theol., aber nicht im Predigerdienst. Er stand in Verbindung mit dem wohlgeborenen Conrad von Pappenheim. Er ist ein Böhme aus Joachimsthal, lebt in Haldenstein in Unterrhätien, einen halbe Stunde von der Stadt Chur, zwei Tagesreisen von Zürich entfernt. Er wohnt im Haldensteiner Schloss“).
  15. Vgl. Gustav Adolph Wehrli: Die Wundärzte und Bader Zürichs als zünftige Organisation. Geschichte der Gesellschaft zum Schwarzen Garten. (Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich 30/8). Zürich 1931, S. 102.
  16. Zu ihm vgl. Paul von Stetten: Geschichte der adelichen Geschlechter in der freyen Reichs-Stadt Augsburg. Johann Jakob Haid, Augsburg 1762, S. 227 und 229 (Google-Books); Heinrich Christoph Wilhelm Sigwart: Die Lebensgeschichte Giordano Bruno's. Heinrich Laupp, Tübingen 1880, S. 23f (Google-Books, eingeschränkte Vorschau).
  17. Vgl. Staatsarchiv Graubünden (Bestand A II LA 1 Landesakten 1585–1599, Akte 1595 Juli 10. b).
  18. Vgl. Georg Lütscher, Silvio Margadant: Geschichte der Freiherrschaft und Gemeinde Haldenstein. Verlag Bündner Monatsblatt, Chur 1995, S. 51.
  19. Vgl. Jakob Bott: Die ehemalige Herrschaft Haldenstein. Ein Beitrag zur Geschichte der rhätischen Bünde. L. Hitz, Chur 1864, S. 15f (Google-Books), z. T. abweichende Lebensdaten der älteren Forschung.
  20. Vgl. Jean-Pierre Bodmer: Das Studentenstammbuch von Johann Jakob Breitinger (1575-1645). In Zwingliana 18/3 (1990), S. 213–233, bes. S. 225 und 232 (Digitalisat auf www.zwingliana.ch).
  21. Exemplar der Stadtbibliothek Schaffhausen (Sign. VO 34).
  22. Vgl. Staatsarchiv des Kantons Zürich (C Urkunden, I Stadt und Landschaft Zürich, Nr. 2251); Thea Vignau-Wilberg: Christoph Murer und die „XL. Emblemata Miscella Nova“. Benteli, Bern 1982, S. 113.
  23. Vgl. Johann J. Mezger: Johann Jakob Rüger. Chronist von Schaffhausen. Hurter, Schaffhausen 1859, S. 50f (Google-Books); vgl. auch S. 51f zu Johann Wilhelm Stucki.
  24. Eine Verwandtschaft mit der rätoromanischen Bündner Aristokraten-Familie de Florin vom Hof Flurin bei Rueras in Tujetsch (Tavetsch) (vgl.Ursus Brunold: Florin. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 10. März 2017, abgerufen am 7. Juli 2019.) und dem gleichnamigen Graubündner Landrichter Paul de Florin ist nicht ersichtlich.
  25. Vgl. Kantonsbibliothek Graubünden (D V/03 Dauerdepositum v. Tscharner-St. Margrethen, Chur, 3.219.017).
  26. Vgl. Hans Berger: Der Churer Pfarrer Georg Saluz (1571–1645), seine Kollegen und seine Zeit. In: Jahresbericht der Historisch-Antiquarischen Gesellschaft von Graubünden 91 (1961), S. 1–102, bes. S. 17 und 19.
  27. „Sanctae Romanae Ecclesiae“ = „der Heiligen Römischen Kirche“.
  28. „titulo templi“ = „mit dem Titel der Kathedrale“.
  29. „salutem plurimam dicit“ - „wünscht alles Gute“.
  30. Lorenzo Maggio (1531–1605), Ordensprovinzial der Jesuiten.
  31. Möglicherweise ist dieser Brief eine Fälschung; Francken amtierte 1584 in Chmielnik und 1590 in Cluj-Napoca als Rektor unitarischer Schulen. Er soll in seinen letzten Lebensjahren wieder Katholik geworden sein.
  32. Vgl. David Clément: Bibliothèque curieuse, historique et critique, Bd. VIII. J. F. Gleditsch, Leipzig 1759, S. 457; bibliothekarisch nicht nachweisbar.
  33. Pfarrer von St Bartholomew-the-Less, London, † nach 1642.