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vom 22.06.2017, aktuelle Version,

Röschitz

Röschitz
Wappen Österreichkarte
Wappen von Röschitz
Röschitz (Österreich)
Röschitz
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Horn
Kfz-Kennzeichen: HO
Fläche: 21,17 km²
Koordinaten: 48° 40′ N, 15° 53′ O
Höhe: 280 m ü. A.
Einwohner: 1.052 (1. Jän. 2017)
Postleitzahlen: 3743, 3730
Vorwahl: 02984
Gemeindekennziffer: 3 11 20
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptplatz 1
3743 Röschitz
Website: www.roeschitz.at
Politik
Bürgermeister: Christian Krottendorfer (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
13
6
13  6 
Von 19 Sitzen entfallen auf:

Lage der Marktgemeinde Röschitz im Bezirk Horn
Altenburg Brunn an der Wild Burgschleinitz-Kühnring Drosendorf-Zissersdorf Eggenburg Gars am Kamp Geras Horn Irnfritz-Messern Japons Langau Meiseldorf Pernegg Röhrenbach Röschitz Rosenburg-Mold Sigmundsherberg St. Bernhard-Frauenhofen Straning-Grafenberg Weitersfeld Niederösterreich Lage der Gemeinde Röschitz im Bezirk Horn (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Röschitz ist eine Marktgemeinde mit 1052 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Osten des Bezirkes Horn und am Rande des Weinviertels.

Geografie

Röschitz liegt im westlichen Weinviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 21,17 Quadratkilometer. 2,85 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende vier Ortschaften (Einwohner Stand 1. Jänner 2016[1]):

  • Klein-Jetzelsdorf (120)
  • Klein-Reinprechtsdorf (48)
  • Roggendorf (213)
  • Röschitz (672)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Kleinjetzelsdorf, Kleinreinprechtsdorf, Roggendorf und Röschitz.

Nachbargemeinden

Pulkau Zellerndorf
Meiseldorf Sitzendorf an der Schmida
Eggenburg

Geschichte

In der Katastralgemeinde Kleinreinprechtsdorf wurde 1931 auf der Flur „Hollerberg“ ein Grab mit Beigaben zerstört. Eine 1932 daraufhin erfolgte Grabung legte weitere fünf Gräber – darunter eine Doppelbestattung – frei, alle aus der Mittellatènezeit (280 bis 190/150 v. Chr.) stammend. Im zerstörten Grab befand sich nach Auskunft des Finders ein Mann, geschmückt mit eisernen Schulter-Fibeln, Armreif und Gürtelkette. In einem Frauengrab fanden sich je ein Eisen- und Glasarmreif, zwei Eisenfibeln und eine Gürtelkette. Ein zweites Frauengrab enthielt je einen goldenen und eisernen Spiral-Fingerring, sowie ebenfalls zwei Fibeln und eine Gürtelkette mit Bronzeösen. Vermutliche Trepanationsspuren sind am Schädel zu erkennen. Die anderen Gräber enthielten ähnliche Grabbeigaben. Diese Artefakte machten die genannte Datierung möglich. Ein weiteres Körpergrab wurde 1938 im Ortsbereich freigelegt.[2]

Bevölkerungsentwicklung

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Weber-Keller: In diesem Keller wurden Bibeldarstellungen, Prominente und Politiker aller Zeitepochen, etc. in Löss geschnitzt.
  • Pfarrkirche: Die spätbarocke Pfarrkirche, die dem hl. Nikolaus geweiht ist, wurde 1768–1782 von Leopold Wißgrill erbaut. Die Kirche zählt zwei Altarbilder von Johann Martin Schmidt, dem „Kremser Schmidt“, zu ihren besonderen Kunstschätzen. Das Gotteshaus wirkt vor allem durch seinen großen, einheitlich gestalteten Innenraum und wurde in den letzten Jahren sorgfältig renoviert.
  • Röschitzer-Raritäten-Museum: Privatsammlung von Emmerich Grath; zu sehen sind: altes Handwerk, bäuerliche Geräte, altes Gewerbe, Weinbau, Alltagsleben, alte Ansichten von Röschitz, Radiosammlung, Fotoapparate, Puppen- und Spielzeugsammlung, Lebensstil der 1950er Jahre, Musikbox, Möbel, Motorräder, Traktor-Oldtimer.

Wirtschaft und Infrastruktur

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 32, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 126. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 445. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 43 Prozent.

Regionale Zusammenarbeit: Die Marktgemeinde Röschitz ist Mitglied der Kleinregion Manhartsberg.

Verkehr

Öffentlicher Verkehr

Das Linienbusunternehmen PostBus fährt in Röschitz und Klein-Reinprechtsdorf Haltestellen der Linien 1250 (Eggenburg - Hollabrunn) sowie in Röschitz, Klein-Jetzelsdorf und Roggendorf Haltestellen der Linie 1254 (Eggenburg–Retz) an. Der Personenverkehr auf der ebenfalls durch die Gemeinde führenden Pulkautalbahn wurde 1988 eingestellt. Der nächstgelegene Bahnhof der ÖBB ist Eggenburg an der Franz-Josefs-Bahn.

Straße

Röschitz liegt an der Waldviertler Straße B 2 sowie an der Retzer Straße B 35.

Postleitzahlen

Röschitz hat die Postleitzahl 3743. Die anderen Ortschaften der Gemeinde haben die Postleitzahl 3730.

Politik

  • Bürgermeister der Gemeinde ist Christian Krottendorfer.
  • Gemeinderat: Seit der Gemeinderatswahl 25. Jänner 2015 gibt es bei insgesamt 19 Sitzen folgende Mandatsverteilung:
Partei Sitze
ÖVP 13
SPÖ 6 (derzeit nicht besetzt, da alle Mandatare ihr Mandat zurücklegten)

Wappen

Zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde Röschitz mit dem Namen „respice“ im Jahre 1198. 1514 wurde der Ort zum Markt erhoben, und 46 Jahre später erhielt Röschitz von Kaiser Ferdinand I. ein eigenes Wappen. Durch Pest, den Dreißigjährigen Krieg (Schweden) und Feuersbrunst wurde die Marktgemeinde mehrmals erschüttert. In Kriegszeiten fanden viele Zuflucht in den sogenannten Erdställen. Es ist schwer zu sagen, wann diese Erdställe entstanden sind, aber vermutet wird, dass sie circa 1000 bis 1200 von Anhängern heidnischer Religionen (Bayern) gegraben wurden.

Wie das Wappen erkennen lässt, ist Röschitz vom Wein geprägt und daher einer der beliebtesten Weinorte der Region (Retzer Land).

Söhne und Töchter der Gemeinde

  Commons: Röschitz  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Einwohner nach Ortschaften (Excel-Datei, 835 KB); abgerufen am 29. August 2016
  2. Susanne Sievers/Otto Helmut Urban/Peter C. Ramsl: Lexikon zur Keltischen Archäologie. A–K und L–Z; Mitteilungen der prähistorischen Kommission im Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2012, ISBN 978-3-7001-6765-5, S. 933 f.