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vom 22.08.2016, aktuelle Version,

Theodor Kotschy

Theodor Kotschy, 1863

Karl Georg Theodor Kotschy (* 15. April 1813 in Ustron, Österreichisch-Schlesien; † 11. Juni 1866 in Wien) war ein österreichischer Botaniker, Forschungsreisender und Pflanzensammler. Von seinen Reisen, meist in den Orient, brachte er über 300.000 Pflanzenexemplare mit. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „Kotschy“.

Leben

Theodor Kotschy ist der Sohn der evangelischen Theologen, Pädagogen und Botanikers Carl Friedrich Kotschy. 1836–1838 begleitete Kotschy Joseph Russegger auf dessen Forschungsreise nach Kilikien, Syrien, Ägypten und in den Sudan. 1839 besuchte er nochmals Kordofan, 1840 Zypern, 1841 Kleinasien. 1842–1843 unternahm er eine Expedition nach Persien, wo er den Damavand bestieg, danach kehrte er über Erzurum, Trapezunt und Konstantinopel nach Wien zurück. Weitere Reisen führten ihn 1855 erneut nach Ägypten und Palästina, 1859 nach Zypern, Kleinasien und Kurdistan. 1862 bereiste er abermals Zypern und Nordsyrien.

Zahlreiche Pflanzen- und Tierarten tragen Kotschys Namen, darunter die auf der Insel Karak im Persischen Golf vorkommende Viereckskrabbe (Epixanthus kotschyi) und der ägäische Nacktfingergecko (Mediodactylus kotschyi). Die Pflanzengattung Kotschya ist nach ihm benannt.

Kotschy gilt als Begründer der Orientforschung in Österreich. Im Jahr 1857 wurde er zum Mitglied der Leopoldina gewählt.

Werke

  • Abbildungen und Beschreibungen neuer und seltener Thiere und Pflanzen, in Syrien und im westlichen Taurus gesammelt, 1843
  • Analecta botanica (zusammen mit Heinrich Wilhelm Schott und Carl Frederik Nyman), 1854
  • Coniferen des Cilicischen Taurus (zusammen mit Franz Antoine), 1855
  • Die Eichen Europas und des Orients, 1858–1862
  • Plantae Tinneanae (zusammen mit Johann Joseph Peyritsch), 1867
  • Reise in den cilicischen Taurus über Tarsus, 1858

Literatur