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vom 25.01.2019, aktuelle Version,

Viehdorf

Viehdorf
Wappen Österreichkarte
Wappen von Viehdorf
Viehdorf (Österreich)
Viehdorf
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Amstetten
Kfz-Kennzeichen: AM
Fläche: 15,72 km²
Koordinaten: 48° 9′ N, 14° 54′ O
Höhe: 359 m ü. A.
Einwohner: 1.372 (1. Jän. 2018)
Postleitzahl: 3322
Vorwahl: 07472
Gemeindekennziffer: 3 05 36
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfplatz 1
3322 Viehdorf
Website: www.viehdorf.gv.at
Politik
Bürgermeister: Franz Zehethofer (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
17
2
17  2 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Viehdorf im Bezirk Amstetten
AmstettenArdaggerAschbach-MarktBehambergBiberbachEnnsdorfErnsthofenErtlEuratsfeldFerschnitzHaagHaidershofenHollenstein an der YbbsKematen an der YbbsNeuhofen an der YbbsNeustadtl an der DonauOed-OehlingOpponitzSeitenstettenSonntagbergSt. Georgen am ReithSt. Georgen am YbbsfeldeSt. Pantaleon-ErlaSt. Peter in der AuSt. ValentinStrengbergViehdorfWallsee-SindelburgWeistrachWinklarnWolfsbachYbbsitzZeillernAllhartsbergNiederösterreich Lage der Gemeinde Viehdorf im Bezirk Amstetten (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Viehdorf ist eine österreichische Gemeinde mit 1372 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2018) im niederösterreichischen Mostviertel.

Geografie

Viehdorf besteht aus den drei Katastralgemeinden, die zugleich drei Ortschaften sind (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Januar 2018[1]):

  • Hainstetten (3,40 km², 352 Ew.) samt Reikersdorf, Reinswidl und Schiltdorf
  • Seisenegg (5,76 km², 330 Ew.) samt Atzelsdorf, Grub, Haubenberg, Obernhof und Sippenberg
  • Viehdorf (6,73 km², 690 Ew.) samt Berging, Ennsfeld, Hochholz, Irzing und Wieden

Geschichte

Vielleicht schon während der Römerzeit, sicher jedoch während des Frühmittelalters war Viehdorf ein Verkehrsknotenpunkt der von Oed kommenden Hochstraße mit der von Ardagger kommenden Herfurt (Heerstraße). Auf der Kreuzung der Straße befand sich der wehrhafte Sitz Ennsfeld, heute eine Ortschaft in Viehdorf. Die unregelmäßige Form (Haufendorf) lässt vermuten, dass der Ortskern sehr alt ist. Die Namen Viehdorf leitet sich vom Namen eines Viehzuchtbetriebes her, in Schiltdor befand sich ein Betrieb zur Schilderzeugung. Möglicherweise wurden diese Betriebe vom niederbayrischen Kloster Metten errichtet.

Urkundlich sind Ritter von Viehdorf ab 1128 nachweisbar, das Geschlecht starb um 1500 wieder aus. Möglicherweise gab es in dieser Zeit in Viehdorf eine Wasserburg. Um 1600 wurde Viehdorf zu einer wichtigen Bastion des Protestantismus und Schloss Seisenegg zu einem Zentrum evangelischer Adelskultur. Katholische Pfarre wurde Viehdorf erst wieder 1775.

Schloss Seisenegg, das von 1303 bis 1483 den Herren von Walsee gehört hatte, wurde durch die verkehrstechnisch relativ günstige Lage und die Wichtigkeit der Besitzer eine lokale Größe und war bis 1848 Sitz eines Landgerichtes. Heute beherbergt es ein Kulturzentrum und ein Standesamt.

Auch in Hainstetten befindet sich ein Renaissanceschloss, dessen Besitzer oft wechselten. Derzeit ist es im Besitz der Schulschwestern in Amstetten.

In Anerkennung seiner wissenschaftlichen Leistungen wurde Gustav Tschermak 1906 von Kaiser Franz Joseph I. in den erblichen Adelsstand erhoben und erhielt das Prädikat "Edler von Seysenegg".


Politik

Gemeinderatswahlen
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80
70
60
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40
30
20
10
0
87,29  %
(+3,30 %p)
12,71  %
(+2,24 %p)
n.  k.
(-5,54 %p)
2010
  
2015
  

Der Gemeinderat hat 19 Sitze, Bürgermeister der Gemeinde ist Franz Zehethofer.

Bei der Gemeinderatswahl 2005 erreichte die ÖVP 15, die SPÖ 3 und die Bürgerliste Viehdorf (BLV) 1 Mandat. Bei der Gemeinderatswahl 2010 trat die BLV nicht mehr an, die SPÖ verlor einen Sitz. ÖVP und FPÖ gewannen je einen Sitz, letztere zog in den Gemeinderat ein.[2]

Nach der Gemeinderatswahl 2015 hat die ÖVP 17 Sitze, die restlichen zwei Mandate erreichte die SPÖ, es trat auch keine andere Partei zu dieser Wahl an.[3]

Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft und Infrastruktur

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 31, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 65. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 547. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 47,5 Prozent. Arbeitslose gab es am Ort im Jahresdurchschnitt 2003 90.

Söhne und Töchter der Gemeinde

Bildung

  • Kindergarten
  • Volksschule mit vier Klassen
  • Höhere Schulen gibt es nur in den umliegenden größeren Städten und Gemeinden. Die meisten Schüler pendeln ins nahe Amstetten.
  Commons: Viehdorf  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2018 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2018), (Excel)
  2. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in Viehdorf. Amt der NÖ Landesregierung, 8. Oktober 2010, abgerufen am 22. November 2018.
  3. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Viehdorf. Amt der NÖ Landesregierung, 1. Dezember 2015, abgerufen am 22. November 2018.