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vom 28.05.2018, aktuelle Version,

Vorstadtweiber

Seriendaten
Originaltitel Vorstadtweiber
Produktionsland Österreich
Originalsprache Deutsch
Produktions-
unternehmen
MR Film
Länge ca. 55 Minuten
Episoden 30+ in 3 Staffeln
Genre Dramedy
Regie Sabine Derflinger, Harald Sicheritz
Drehbuch Uli Brée
Erstausstrahlung 12. Jänner 2015 auf ORF eins
Besetzung

Vorstadtweiber ist eine österreichische Fernsehserie, die die „bessere Gesellschaft“ der Wiener Nobelbezirke persifliert. Die Erstausstrahlung war am 12. Jänner 2015 auf ORF eins, ab 5. Mai 2015 wurde die Serie in Deutschland im Ersten gezeigt, und SRF zwei sendete die Serie ab 25. Mai 2015. Bereits vor Beginn der ersten, zehnteiligen Staffel wurde eine zweite Staffel angekündigt.[1][2] Die dritte Staffel wird seit 8. Jänner 2018 im ORF ausgestrahlt, seit 6. Februar ist sie im Ersten zu sehen.[3]

Hintergrund

Die Serie wird seit 2014 von der MR Film produziert und seit Jänner 2015 bei ORF eins ausgestrahlt. Ab Mai 2015 wurde die erste Staffel bei der ARD gesendet. Im Jänner 2015 wurde der Auftrag für die zweite Staffel fixiert.[4] Die Dreharbeiten für die zweite Staffel begannen im Frühjahr 2015[5] und wurden im Herbst 2015 abgeschlossen, im ORF zu sehen war diese Staffel ab 14. März 2016.[6] Die Rechte für die Serie wurden auch an das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) verkauft.[7] Bereits während der Produktion der zweiten Staffel begannen die Vorbereitungen für eine dritte Staffel, die ab Herbst 2016 gedreht wurde und 2017 ausgestrahlt werden sollte.[8][9][10] Die Dreharbeiten dauerten jedoch bis 2017 an, so dass die dritte Staffel erst seit Jänner 2018 gesendet wird.

Im Februar 2018 wurde bekannt, dass im Sommer 2018 zehn neue Folgen für die vierte Staffel gedreht werden sollen. Bei den ersten fünf Folgen soll wieder Harald Sicheritz Regie führen, in der zweiten Staffelhälfte soll Mirjam Unger die Regie übernehmen.[11]

Handlung

Im Mittelpunkt stehen fünf Frauen, denen es in ihrer vermeintlich heilen Wohlstandswelt der Wiener Vorstadt eigentlich gar nicht besser gehen könnte. Sie führen lukrative Ehen, tragen teure Kleider und können ein Leben voller Luxus genießen. Doch als plötzlich eine von ihnen von ihrem Ehemann mittellos vor die Tür gesetzt wird, holt sie die Realität ein. Allmählich beginnt auch die Fassade der anderen Frauen zu bröckeln und sie befürchten, dass es ihnen genauso ergehen könnte. Korruption, Intrigen und eine Menge Leichen im Keller prägen den Alltag der Wiener Vorstadt. Während ihre Gatten in illegale Geschäfte verstrickt sind, bereiten die Frauen einen finanziellen Befreiungsschlag vor.[12]

Erste Staffel

Die Serie beginnt mit einer Szene vom Begräbnis des Ministerialrates Josef Steinberg. In Form eines Rückblickes wird sodann jener Hergang geschildert, der zum gewaltsamen Tod des Ministerialrats führte. Hierbei sind Eifersucht, Hass und Gier jene Motive, die viele der Beteiligten gegen den Ministerialrat hegen. Dieser will sich einerseits von seiner Ehefrau Waltraud trennen und zugleich das Verhältnis zu seiner Geliebten Nico legalisieren. Nico wird von Francesco in Zusammenhang mit seiner ehemaligen Beziehung zu Minister Schnitzler erpresst. Der Ministerialrat gefährdet aber auch einen geheimen Plan seiner Freunde, die sich mit Grundstücksspekulationen bereichern wollen: Steinberg ist für die Umweltverträglichkeitsprüfung eines Autobahnprojekts zuständig. Die Insiderinformation über die geplante Autobahn hat der Immobilienmakler Georg Schneider durch seine intime Beziehung zum Minister erhalten. Letztlich bekommt aber auch der Minister Wind von den Geschäften seines Geliebten und sieht in der Umweltverträglichkeitsprüfung eine Chance, die Blase platzen zu lassen. Beim Begräbnis von Ministerialrat Josef Steinberg werden die Ehefrauen der Spekulanten verhaftet, denn die Verträge lauten auf ihre Namen. Zusätzlich gerät Maria Schneider in den Verdacht, Steinberg erschossen zu haben. Dessen wahrer Mörder, Minister Schnitzler, wird hingegen als Kanzlerkandidat gehandelt. Zudem kommt die längere Affäre von Marias erst 16-jährigem Sohn Simon mit Waltraud ans Tageslicht und die Tatsache, dass beide ein Kind erwarten. In der Schlussszene der ersten Staffel unternimmt Maria einen Mordversuch an ihrem Mann Georg.

Zweite Staffel

Zu Beginn der Staffel sind Maria, Nicoletta und Waltraud zerstritten. Während Waltraud Maria immer noch übel nimmt, dass sie als Simons Mutter das Erbe ihres verstorbenen Mannes verwalten darf, sitzt Nico, von ihren Freundinnen im Stich gelassen, im Gefängnis. Zudem stellt sich überraschend heraus, dass nicht nur Waltraud, sondern auch Maria schwanger ist, was diese zunächst nicht hinnimmt. Durch das Verhandlungsgeschick ihrer Anwältin Tina wird Nico für eine hohe Strafzahlung aus dem Gefängnis entlassen. Da sie allerdings einen hohen Schuldenberg angehäuft hat, nimmt sie das Angebot von Tina, ihr neu übernommenes Lokal zu leiten, an. Unterdessen stecken Caro und Hadi in einer Ehekrise. Sie sehen sich gezwungen, eine Sexualtherapeutin aufzusuchen. Wie sich später herausstellt, hat Hadi seit längerem eine Affäre mit seiner Ex-Frau und Georgs Schwester Sylvia, weshalb sich Caro von ihm trennt und auszieht. Georg konnte Marias Mordversuch überleben und muss vorerst im Rollstuhl sitzen, weswegen die Familie Schneider in ein neues, barrierefreies Haus umzieht. Einen Karrieresprung machte Sabine, sie sitzt in einer beratenden Position im Umweltministerium und schmiedet weiterhin Pläne, die Machenschaften Hadis, Georgs und Bertrams auffliegen zu lassen. Zudem ist sie nun mit Helga zusammen, die ebenfalls großes Interesse an der Aufdeckungsarbeit hat. Nach der Geburt von Waltrauds Tochter Josephine beginnt sie zunächst ein Scheinverhältnis mit Joachim Schnitzler, von welchem sie stark ahnt, dass er Josefs Mörder ist. Auch Nico, die mit Jörg Pudschedl eine Beziehung angefangen hat, hat Schnitzler unter Verdacht. Marias Kind hat, dadurch dass sie mit dem dunkelhäutigen Callboy Timo eine Affäre hatte, ebenfalls dessen Hautfarbe. Georg, der von Anfang an wusste, dass er nicht der Vater sein kann, verheimlicht dies zunächst. In der Schlussszene der zweiten Staffel schießt Nicoletta mit Jörg Pudschedls Waffe auf der Hochzeit von Waltraud und Joachim auf letzteren. Die Kugel verfehlt ihn, allerdings wird Walli von einem Querschläger getroffen.

Rezeption

Auf ORF eins hatte die erste Staffel im Schnitt 856.000 Zuseher, was einem Gesamtmarktanteil von durchschnittlich 28 Prozent entspricht. Die höchste Einschaltquote erreichte die fünfte Folge mit 984.000 Zusehern. In der ORF TVthek waren die ersten zehn Folgen mit 1,2 Mio. Abrufen (bis 8. März 2015) die erfolgreichste fiktionale Serie seit dem Start der Plattform.[13] Die Serie löste nach ihrer Premiere Kontroversen in der österreichischen Medienlandschaft aus. Während die ORF-Fernsehdirektorin Kathrin Zechner die Serie als „unterhaltsame, qualitativ hochwertige und auf die Nähe zum Publikum ausgerichtete österreichische Fiktion“ bezeichnete und Isabella Wallnöfer von der Presse die Dialoge als „giftiger als beim US-Vorbild Desperate Housewives“ lobte,[14] empfand Maciej Tadeusz Palucki von der Onlineausgabe derselben Zeitung die Figuren als klischeehaft und wenig differenziert und den Humor als flach.[15] Guido Tartarotti kritisierte im Kurier die Figuren als karikaturhaft.[16]

Das Urteil deutscher Medien war gemischt. Ursula Scheer von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung schrieb: „Man müsste schon sehr viel Geduld mitbringen, bis der Korruptions-Plot und das Spiel, wer wen übers Ohr haut, halbwegs interessant werden.“'[17] Und Marie Schmidt meinte in der Zeit: „Es tut einem ein bisschen leid um formidable Schauspieler wie Nina Proll, Simon Schwarz und Bernhard Schir. Und besonders um das Charaktergesicht von Gerti Drassl, das sich gelegentlich zu einer zuckrigen Puppenfratze verzieht, als wollte sie das Luxusweibchen-Getue doch noch ins Groteske ziehen.“[18]

Entsprechend ausgewogener fiel die Charakterisierung der Serie im Wochenmagazin Focus aus: „Als dumme Klischeeschleuder voller plumpen Humors wurde die Serie anfangs kritisiert. Gleichwohl ist Vorstadtweiber die erfolgreichste Produktion des ORF in den vergangenen 20 Jahren. Sie erreicht in Österreich Traumquoten von fast 30 Prozent Marktanteil. In Deutschland sahen bei der ersten Staffel im Schnitt vier Millionen Menschen zu, beim jungen Publikum war die Serie ein Hit.“ Und es heißt dort weiter: „Um politische Korrektheit schert sich der Autor wenig. Er entwirft keine modernen Frauen, die unabhängig und selbstbewusst ihr Leben meistern. Die Vorstadtluder lügen, intrigieren und spielen so falsch, dass sie sich buchstäblich vor Selbstekel übergeben müssen. Völlig unvermittelt schlagen Handlung oder Dialoge immer wieder eine unerwartete Richtung ein. Das macht den Reiz der Serie aus. Vulgär, derb und platt ist die Sprache. Und dann wieder entwickeln sich wunderbar absurde und umso wahrhaftigere Dialoge.“[19]

Die erste Folge erreichte bei der Erstausstrahlung in der ARD bei den 14- bis 49-Jährigen einen überdurchschnittlichen Marktanteil in Höhe von 9,3 %; beim Gesamtpublikum war sie die meistgesehene Sendung.[20][21] Allerdings sanken die Quoten später, und die ARD platzierte die zweite und dritte Staffel im Spätprogramm.[22]

Auszeichnungen und Nominierungen

Fünf Darsteller (Gerti Drassl, Maria Köstlinger, Proschat Madani, Juergen Maurer und Simon Schwarz) wurden 2015 für eine Romy nominiert.[23] Die Produzenten der Serie, Oliver Auspitz, Andreas Kamm und Kurt Mrkwicka, wurden mit der Akademie-Romy in der Kategorie Bester Produzent TV-Film ausgezeichnet.[24] Gerti Drassl wurde 2017 mit dem Deutschen Schauspielerpreis als beste Schauspielerin in einer komödiantischen Rolle für ihre Darstellung in Vorstadtweiber geehrt.[25]

Besetzung

Rolle Schauspieler Hauptrolle
(Staffel)
Nebenrolle
(Staffel)
Gastauftritte
(Staffel)
Anmerkungen (mit Handlungshinweisen)
Maria Schneider Gerti Drassl 1.01–3.05 3.06–3.09 Hausfrau, Ehefrau von Georg, Kundin von Timo, Patientin von Felix, Mutter von Simon und David, Großmutter von Josefine, Patientin von Barbara, taucht ab Folge 3.05 mithilfe der anderen „Vorstadtweiber“ in Indien unter
Waltraud „Walli“ (von) Steinberg Maria Köstlinger 1.01– verarmte Adelige, Ehefrau bzw. ab 1.08 Witwe von Josef, Ex-Affäre mit Simon, Patientin von Felix, Mutter von Josefine
Nicoletta „Nico“ Pudschedl
geb. Huber
Nina Proll 1.01– Inhaberin der Nobelboutique „Null, Acht, Fünfzehn“, verkaufte illegale Ware, Ehefrau von Jörg, Ex-Affäre mit Josef, taucht vor der Steuerfahndung unter, arbeitet nach ihrer Haftentlassung im Edelrestaurant „Sattsam“ ihre Schulden ab
Georg „Schorsch“ Schneider Juergen Maurer 1.01– Immobilienmakler, Ehemann von Maria, Vater von Simon, Großvater von Josefine, Sohn von Anna, Bruder von Sylvia, Onkel von Pia und Marco, Affäre mit Rudi, ehemalige Affäre mit Schnitzler, Affäre mit Francesco, Patient von Barbara
Dr. Hadrian „Hadi“ Melzer Bernhard Schir 1.01– in 1.01–2.04 Bankdirektor, Ehemann von Caroline, Ex-Mann und Affäre von Sylvia, Vater von Pia und Marco, in 2.07-3.01 neuer Parteiobmann der Opposition, Klient von Barbara und ihre Affäre, Affäre mit Vanessa
Bertram „Berti“ Selig Lucas Gregorowicz 1.01–2.10 Lobbyist, stammt aus Deutschland, in 1.01–1.05 Geliebter von Caroline, ab 1.07 Geliebter von Sabine, ab 2.10 neuer Inhaber des „Sattsam“
Caroline „Caro“ Melzer
geb. Schinnagl
Martina Ebm 1.01 – Ex-Sekretärin und Ehefrau von Hadrian, in 1.01–1.05 Affäre mit Bertram, Mutter von Lea, Ziehmutter von Pia, Tochter von Marianne, Schwester von Petra, Patientin von Barbara
Sabine „Sabi“ Herold Adina Vetter 1.01–2.09 mittellose Ex-Gattin von Peter Herold, ab 1.07 Geliebte von Bertram, ab 2.01 im Umweltministerium tätig, Ex-Freundin von Helga, Affäre mit Felix
Anna Schneider Gertrud Roll 1.01–3.10 Mutter von Georg und Sylvia, Großmutter von Simon und Pia, Urgroßmutter von Josefine, geht mit David zu Maria nach Indien
Josef „Joschi“ (von) Steinberg † Simon Schwarz 1.01–1.08 Ministerialrat, Ehemann von Waltraud, in 1.01–1.05 Affäre mit Nicoletta, wird in 1.08 von Joachim erschossen
František „Francesco“ Kovacs Xaver Hutter 1.01–2.09 3.08–3.09 Friseur, lieferte Nicoletta illegale Ware und erpresst sie dann damit, Affäre mit Georg, Ex-Geliebter von Joachim, Schulkollege von Milo
Simon Schneider Johannes Nussbaum 1.01– Sohn von Maria und Georg, Halbbruder von David, Mitschüler und Ex-Freund von Laura, Freund von Waltraud, Ex-Affäre von Mira, Vater von Josefine, Enkel von Anna, Neffe von Sylvia, Cousin von Pia und Marco, Haupterbe von Josef
Dr. Tina Mossaheb Proschat Madani 1.01– Rechtsanwältin, Ehefrau von Felix, Kundin von Timo, ab 2.01 bis 2.10 Inhaberin des Edelrestaurants „Sattsam“, Klientin von Barbara
Pia Melzer Victoria Nikolaevskaja 1.02– Tochter von Sylvia und Hadrian, Schwester von Marco, Ziehtochter von Caroline, Enkeltochter von Anna, Cousine von Simon
Helga Pariasek Sandra Cervik 1.02–2.05 Haushälterin von Bertram, saß eine Haftstrafe wegen Mordes an ihrem Ehemann ab, Ex-Freundin von Sabine
Dr. Joachim Schnitzler Philipp Hochmair 3.01–3.10 1.02–2.10 Minister, in 1.01–1.08 Affäre von Georg, Ex-Geliebter von Francesco, Mörder von Josef, Bruno, Minister Strobl und Dieter West, Parteiobmann, Kanzlerkandidat, Patient von Felix, Nachfolger von Strobl, Bruder von Barbara, wird nach einer Geiselnahme auf Rudi Braganas Geburtstagsfeier verhaftet
Timo Peter Marton 1.03–1.06, 1.08, 2.02– Callboy und Affäre von Maria, Vater von David
Jörg Pudschedl Thomas Mraz 3.01– 1.09–1.10, 2.02–2.10 1.01 Major der Kriminalpolizei, Sohn von Bruno und Franziska, Ehemann von Nicoletta, leitet die Ermittlungen im Mordfall Josef Steinberg, Klient von Barbara
Dieter West † Michael Dangl 1.01, 1.09–1.10, 2.02–3.10 Journalist, Vater von Vanessas erstem Sohn, befreundet mit Schnitzler, wird von diesem erschossen
Marco Melzer Nikolaus Barton 1.02 Sohn von Hadi und Sylvia, Bruder von Pia, Enkelsohn von Anna, Neffe von Georg, Cousin von Simon, Stiefsohn und Lover von Caroline, wird von Hadi rausgehaut
Otto Strobl † Helmut Bohatsch 1.03, 1.05, 2.04-2.08 Vorgänger von Schnitzler, wird von diesem, nach einem gescheiterten Suizidversuch, aus dem Fenster gestoßen.
Laura Zoë Straub 1.03–1.08, 2.01 Mitschülerin und Ex-Freundin von Simon
Bruno Pudschedl † Branko Samarovski 1.08–1.10, 2.03–3.10 1.01, 1.04 Steuerfahnder, Ehemann von Franziska, Vater von Jörg, leitet die Ermittlungen gegen Francesco und Nicoletta, wird von Joachim Schnitzler im Schlaf mit einem Kissen erstickt
Marianne Schinnagl Erika Deutinger 1.05, 1.07, 1.08, 2.02, 3.07, 3.10 Mutter von Caroline und Petra, Großmutter von Lea
Petra Simone Fuith 1.05, 3.10 Adoptivmutter und Tante von Lea, Schwester von Caroline, Tochter von Marianne
Lea Anna Katharina Thomashoff 1.05, 1.07, 2.02, 3.10 Tochter von Caroline, Enkeltochter von Marianne, Nichte von Petra
Bernd Lang Lukas Watzl 2.06– 1.09 Wahlkampfmanager, Bundeskanzler ab 3.01
Franziska Pudschedl Susi Stach 1.09–1.10, 2.02– Ehefrau bzw. ab Folge 3.10 Witwe von Bruno, Mutter von Jörg
Sylvia Melzer †
geb. Schneider
Julia Stemberger 2.01–2.08 Schwester von Georg, Tochter von Anna, Mutter von Pia und Marco, Tante von Simon, Ex-Frau und Affäre von Hadrian, Alkoholikerin, Inhaberin der Immobilienmaklerfirma in der Georg arbeitet, stürzt sich vom Balkon
Dr. Barbara Bragana
geb. Schnitzler
Nicole Beutler 2.01– Sexual- und Paartherapeutin (Psychologin), Schwester von Joachim, Ex-Frau von Dr. Rudi Bragana, Affäre von Hadi
Vanessa Schwarz Hilde Dalik 3.01– 2.01, 2.05–2.08 zweifache Helikopter-Mutter (erstes Kind von Dieter West), Ehefrau von Günter, Ex-Angestellte und schwanger von Felix, Affäre mit Hadi
Dr. Felix Heldt Michael Masula 2.01– Leiter einer Schönheitsklinik, Gynäkologe, Ehemann von Tina, Affäre mit Sabine, Vater von Vanessas zweitem Kind
Günter Schwarz Matthias Franz Stein 2.04, 2.06–2.08 Ehemann von Vanessa
Melanie Katharina Haudum 2.05, 2.08–2.09 Krankenschwester und Hebamme, Angestellte von Felix
Sedlacek Klaus Ofczarek 2.07, 2.09 Portier im Stundenhotel
Milo Albertin Murathan Muslu 3.01– Krankenpfleger (leistet Sozialstunden ab), Wirtschaftsverbrecher mit Beziehungen zur Mafia
Werner Vogel Christoph Grissemann 3.01– Gebrauchtwagenhändler, Chef von Vanessa
Dr. Rudolf „Rudi“ Bragana Thomas Stipsits 3.06– 3.03–3.05 Rechtsanwalt spezialisiert auf Scheidungsrecht, Ex-Mann von Dr. Barbara Bragana, Affäre mit Georg
Mira alias Zorica Doris Golpashin 3.05– Edelputzfrau, ehemalige Affäre von Simon, Komplizin von Milo

Episoden

Nr. Titel[26] Erstausstrahlung AT Erstausstrahlung DE Regie Drehbuch Marktanteil AT Marktanteil DE
1.01 Heile Welt 12. Jänner 2015 5. Mai 2015 Sabine Derflinger Uli Brée 28 % (ab 3 Jahren), 35 % (14–49 J) 17 % (ab 3 J), 9,3 % (14–49 J)
1.02 Scheinwelten 12. Jänner 2015 5. Mai 2015 Sabine Derflinger Uli Brée 28 % (ab 3 J), 33 % (14–49 J) 16,7 % (ab 3 J), 9,7 % (14–49 J)
1.03 Heimlichkeiten 19. Jänner 2015 12. Mai 2015 Sabine Derflinger Uli Brée 28 % (ab 3 J), 35 % (14–49 J) 11,5 % (ab 3 J), 7,3 % (14–49 J)
1.04 Gemeinheiten 26. Jänner 2015 19. Mai 2015 Sabine Derflinger Uli Brée 26 % (ab 3 J), 33 % (14–49 J) 14 % (ab 3 J), 8,1 % (14–49 J)
1.05 Lügen 2. Februar 2015 26. Mai 2015 Sabine Derflinger Uli Brée 29 % (ab 3 J), 36 % (14–49 J) 13,6 % (ab 3 J), 8,6 % (14–49 J)
1.06 Schamlos 9. Februar 2015 2. Juni 2015 Harald Sicheritz Uli Brée 28 % (ab 3 J), 36 % (14–49 J) 13,1 % (ab 3 J), 8,9 % (14–49 J)
1.07 Wahrheiten 16. Februar 2015 9. Juni 2015 Harald Sicheritz Uli Brée 26 % (ab 3 J), 36 % (14–49 J) 13,1 % (ab 3 J), 9,9 % (14–49 J)
1.08 Rundumschlag 23. Februar 2015 16. Juni 2015 Harald Sicheritz Uli Brée 26 % (ab 3 J), 34 % (14–49 J) 13,1 % (ab 3 J), 8,4 % (14–49 J)
1.09 Jagdgesellschaft 2. März 2015 23. Juni 2015 Harald Sicheritz Uli Brée 28 % (ab 3 J), 37 % (14–49 J) 12,5 % (ab 3 J), 8,5 % (14–49 J)
1.10 Schluss mit Lustig 9. März 2015 30. Juni 2015 Harald Sicheritz Uli Brée 28 % (ab 3 J), 39 % (14–49 J) 12,1 % (ab 3 J), 8,5 % (14–49 J)
2.01 Folge 11 14. März 2016 10. Mai 2016 Harald Sicheritz Uli Brée 28 % (ab 3 J), 39 % (14–49 J) 14,4 % (ab 3 J), 9,3 % (14–49 J)
2.02 Folge 12 21. März 2016 17. Mai 2016 Harald Sicheritz Uli Brée 26 % (ab 3 J), 34 % (14–49 J) 12,3 % (ab 3 J), 8,2 % (14–49 J)
2.03 Folge 13 4. April 2016 31. Mai 2016 Harald Sicheritz Uli Brée 27 % (ab 3 J) 11 % (ab 3 J), 6,9 % (14–49 J)
2.04 Folge 14 11. April 2016 7. Juni 2016 Harald Sicheritz Uli Brée 26 % (ab 3 J) 11,7 % (ab 3 J), 7,9 % (14–49 J)
2.05 Folge 15 18. April 2016 14. Juni 2016 Harald Sicheritz Uli Brée 26 % (ab 3 J) 10,5 % (ab 3 J), 5,9 % (14–49 J)
2.06 Folge 16 25. April 2016 28. Juni 2016 Sabine Derflinger Uli Brée 25 % (ab 3 J) 11,2 % (ab 3 J), 7,6 % (14–49 J)
2.07 Folge 17 2. Mai 2016 5. Juli 2016 Sabine Derflinger Uli Brée 25 % (ab 3 J) 9,6 % (ab 3 J), 6,2 % (14–49 J)
2.08 Folge 18 9. Mai 2016 12. Juli 2016 Sabine Derflinger Uli Brée 26 % (ab 3 J) 10,8 % (ab 3 J), 8,7 % (14–49 J)
2.09 Folge 19 23. Mai 2016 19. Juli 2016 Sabine Derflinger Uli Brée 24 % (ab 3 J) 10,4 % (ab 3 J), 7 % (14–49 J)
2.10 Folge 20 30. Mai 2016 26. Juli 2016 Sabine Derflinger Uli Brée 25 % (ab 3 J) 10 % (ab 3 J), 7,5 % (14–49 J)
3.01 Folge 21 8. Jänner 2018 6. Februar 2018 Sabine Derflinger Uli Brée 27 % (ab 12 J)[27] 9,7 % (ab 3 J), 7,5 % (14-49 J)
3.02 Folge 22 8. Jänner 2018 7. Februar 2018 Sabine Derflinger Uli Brée 8,4 % (ab 3 J)
3.03 Folge 23 15. Jänner 2018 13. Februar 2018 Sabine Derflinger Uli Brée 6,1 % (ab 3 J)[28]
3.04 Folge 24 22. Jänner 2018 13. Februar 2018 Sabine Derflinger Uli Brée 23 % (ab 12 J) 7,1 % (ab 3 J)[28]
3.05 Folge 25 29. Jänner 2018 20. Februar 2018 Sabine Derflinger Uli Brée 24 % (ab 12 J) 5,7 % (ab 3 J)[29]
3.06 Folge 26 5. Februar 2018 20. Februar 2018 Harald Sicheritz Uli Brée 23 % (ab 12 J) 7,4 % (ab 3 J)[29]
3.07 Folge 27 12. Februar 2018 27. Februar 2018 Harald Sicheritz Uli Brée 21 % (ab 12 J) 6,8 % (ab 3 J)
3.08 Folge 28 19. Februar 2018 27. Februar 2018 Harald Sicheritz Uli Brée 21 % (ab 12 J) 8,2 % (ab 3 J)
3.09 Folge 29 26. Februar 2018 6. März 2018 Harald Sicheritz Uli Brée 21 % (ab 12 J) 6,4 % (ab 3 J)
3.10 Folge 30 5. März 2018 6. März 2018 Harald Sicheritz Uli Brée 22 % (ab 12 J) 6,0 % (ab 3 J)

Kontroversen

Im Zuge der Ausstrahlung der ersten Staffel kam es zu mehreren Beschwerden an die österreichische Medienbehörde KommAustria. So wurde im Jänner 2015 bekannt, dass man Vorwürfe prüft, wonach Kennzeichnungspflichten verletzt wurden.[30] Der ORF wies damals den Verdacht auf Produktplatzierung zurück, und auch die KommAustria sah nach der Prüfung der Beschwerde keinen Verstoß gegen Werbebestimmungen.[31][32]

In der sechsten Folge der ersten Staffel hatte der ORF eine Dialogszene entfernt, worin Heinz-Christian Strache, der Parteivorsitzende der FPÖ, als schwul bezeichnet wird.[33] Als bekannt wurde, dass der entsprechende Dialogteil in der Fassung für Hörbehinderte im Untertitel weiter zu lesen war, beschwerte sich Strache bei der Medienbehörde. Die Beschwerde wurde zwei Monate später mit der Begründung abgewiesen, dass eine derartige Behauptung nicht aufgestellt wurde.[34]

Literatur

  • Uli Brée: Vorstadtweiber – Am Anfang war die Lüge: Wie alles begann. Roman. Residenz-Verlag, Salzburg 2016, ISBN 978-3-7017-1675-3
  • Patrick Fux: Vorstadtweiber: Das Buch zur Kultserie, Styria-Verlag, Wien 2016, ISBN 978-3-222-13527-9

Einzelnachweise

  1. „Vorstadtweiber“: Hausfrauen verzweifeln ab Jänner im ORF. In: derStandard.at, 18. Dezember 2014, abgerufen am 17. Jänner 2015.
  2. „Vorstadtweiber“ starten im deutschen TV. In: TV-Butler.at
  3. Bernd Krannich, Glenn Riedmeier: "Vorstadtweiber": Das Erste zeigt dritte Staffel auf späterem Sendeplatz. In: TV Wunschliste. 18. Dezember 2017, abgerufen am 9. Januar 2018.
  4. Nun fixiert: Zweite Staffel „Vorstadtweiber“ für ORF. In: derStandard.at, 31. Jänner 2015, abgerufen am 1. Februar 2015.
  5. Starker Start der „Vorstadtweiber“ in Deutschland. In: kurier.at, 6. Mai 2015
  6. Sabine Derflinger und die Schamlosigkeit der „Vorstadtweiber“. In: derStandard.at, 8. März 2015, abgerufen am 8. März 2015.
  7. ORF verkauft Serie „Vorstadtweiber“ in die Schweiz. In: derStandard.at, 17. April 2015, abgerufen am 18. April 2015.
  8. Vorstadtweiber: Dritte Staffel steht. Abgerufen am 21. Juli 2016.
  9. Wann kommt Vorstadtweiber Staffel 3? 2017 bringt noch mehr schwarzen Humor. Abgerufen am 21. Juli 2016.
  10. Vorstadtweiber: Staffel 3 verzögert sich. In: heute.at. Abgerufen am 1. Februar 2017.
  11. Kurier: Die "Vorstadtweiber" gehen in Staffel vier. Artikel vom 27. Februar 2018, abgerufen am 27. Februar 2018.
  12. Vorstadtweiber. In: fernsehserien.de. Abgerufen am 7. Januar 2018.
  13. „Vorstadtweiber“: ORF bilanziert mit beachtlichen Zahlen. In: Kurier, 11. März 2015, abgerufen am 29. April 2015
  14. „Vorstadtweiber“: Desperat in Wien-Grinzing. In: Die Presse, 9. Jänner 2015, abgerufen am 29. April 2015
  15. „Vorstadtweiber“: Eine Serie zum Verzweifeln. In: DiePresse.com, 13. Jänner 2015, abgerufen am 29. April 2015
  16. Ein wenig lästig. In: Kurier.at, 13. Jänner 2015, abgerufen am 29. April 2015
  17. Ursula Scheer: Im Biotop der Luxusluder. In: FAZ.net, 5. Mai 2015
  18. Marie Schmidt: Serie Vorstadtweiber – Hicks und Hihi. In: Die Zeit, 5. Mai 2015
  19. Susanne Wittlich: „Vorstadtweiber“: Am Dienstag startet die neue Staffel in der ARD
  20. Alexander Krei: ARD-„Vorstadtweiber“ starten mit Tagessieg. In: dwdl.de, 6. Mai 2015
  21. Manuel Nunez Sanchez: «Vorstadtweiber» begeistern junge Zuschauer. In: Quotenmeter.de, 6. Mai 2015
  22. Manuel Nunez Sanchez: Nach starkem DFB-Pokal: «Vorstadtweiber» startet schwach in dritte Staffel In: Quotenmeter.de, 7. Februar 2018
  23. Romy 2015: Chancen für „Vorstadtweiber“. In: orf.at, 4. März 2015, abgerufen am 4. März 2015.
  24. APA-Meldung: 13 Auszeichnungen für den ORF bei der „Romy 2015“. In: ots.at, 25. April 2015, abgerufen am 26. April 2015.
  25. Deutscher Schauspielerpreis an „Vorstadtweib“ Gerti Drassl. In: orf.at, 22. September 2017, abgerufen am 23. September 2017.
  26. In Österreich wurden die Folgen ohne Titel ausgestrahlt, angegeben sind daher jene der ARD.
  27. Mehr als 950.000 beim Start der "Vorstadtweiber" in ORF 1. In: derStandard.at. 9. Januar 2018, abgerufen am 30. Januar 2018.
  28. 1 2 Manuel Nunez Sanchez: Serienpower auch im Ersten - bis die «Vorstadtweiber» kommen. In: Quotenmeter.de. 14. Februar 2018, abgerufen am 27. Februar 2018.
  29. 1 2 Manuel Nunez Sanchez: Three Shades of Serien-Elend: «Simpsons», «Family Guy» & «Vorstadtweiber». In: Quotenmeter.de. 21. Februar 2018, abgerufen am 27. Februar 2018.
  30. Medienbehörde prüft „Vorstadtweiber“. In: derStandard.at, 15. Jänner 2015, abgerufen am 17. Jänner 2015.
  31. „Vorstadtweiber“: Modeboutique keine unerlaubte Werbung. In: derStandard.at, 3. März 2015, abgerufen am 29. April 2015.
  32. Keinesfalls „08/15“: „Vorstadtweiber“ punkten im ORF. In: derStandard.at, 13. Jänner 2015, abgerufen am 17. Jänner 2015.
  33. APA-Meldung: ORF entfernt „schwulen Strache“ aus der Serie „Vorstadtweiber“. In: derStandard.at, 10. Februar 2015, abgerufen am 10. Februar 2015.
  34. APA-Meldung: „Vorstadtweiber“: Strache blitzt bei Medienbehörde ab. In: derStandard.at, 3. April 2015, abgerufen am 29. April 2015.