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vom 04.06.2017, aktuelle Version,

Wiesmath

Wiesmath
Wappen Österreichkarte
Wappen von Wiesmath
Wiesmath (Österreich)
Wiesmath
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Wiener Neustadt-Land
Kfz-Kennzeichen: WB
Fläche: 38,44 km²
Koordinaten: 47° 37′ N, 16° 17′ O
Höhe: 695 m ü. A.
Einwohner: 1.514 (1. Jän. 2017)
Postleitzahl: 2811
Vorwahl: 02645
Gemeindekennziffer: 3 23 35
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptplatz 2
2811 Wiesmath
Website: www.wiesmath.at
Politik
Bürgermeister: Erich Rasner (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
10
5
4
10  5  4 
Von 19 Sitzen entfallen auf:

Lage der Marktgemeinde Wiesmath im Bezirk Wiener Neustadt-Land
Bad Erlach Bad Fischau-Brunn Bad Schönau Bromberg Ebenfurth Eggendorf Felixdorf Gutenstein Hochneukirchen-Gschaidt Hochwolkersdorf Hohe Wand Hollenthon Katzelsdorf Kirchschlag in der Buckligen Welt Krumbach Lanzenkirchen Lichtenegg Lichtenwörth Markt Piesting Matzendorf-Hölles Miesenbach (Niederösterreich) Muggendorf Pernitz Rohr im Gebirge Schwarzenbach Sollenau Theresienfeld Waidmannsfeld Waldegg Walpersbach Weikersdorf am Steinfelde Wiesmath Winzendorf-Muthmannsdorf Wöllersdorf-Steinabrückl Zillingdorf Wiener Neustadt Niederösterreich Lage der Gemeinde Wiesmath im Bezirk Wiener Neustadt-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap

Wiesmath, mittig die Pfarrkirche Hll. Peter und Paul
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Wiesmath ist eine Marktgemeinde mit 1514 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Wiener Neustadt-Land in Niederösterreich.

Geografie

Wiesmath liegt im Industrieviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 38,44 km², 50,78 % der Fläche sind bewaldet.

Geschichte

Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg.

Später unter den Römern lag das heutige Wiesmath dann in der Provinz Pannonia.

Die erste urkundliche Erwähnung Wiesmaths erfolgte im Jahr 1295 als „Wiesmarcht“. Um 1300 wurden die drei ältesten Häuser Wiesmaths erbaut: Beisteiner, Trimmel, Schrammel.

Im 17. Jahrhundert litt Wiesmath sehr unter den Türken und Kuruzen. Danach starb fast die gesamte Bevölkerung an der Pest. Zur Erinnerung wurde die Mariensäule errichtet.

Bevölkerungsentwicklung

Religion

Nach den Daten der Volkszählung 2001 sind 97,9 % der Einwohner römisch-katholisch und 0,4 % evangelisch, 0,1 % sind Muslime, 1,4 % der Bevölkerung haben kein religiöses Bekenntnis.

Politik

Gemeinderatswahlen
 %
80
70
60
50
40
30
20
10
0
54,15  %
(-16,35 %p)
25,28  %
(+3,47 %p)
20,57  %
(+12,88 %p)
2010



2015



Quelle: www.wiesmath.at

Im Gemeinderat gibt es nach der Gemeinderatswahl 2015 bei insgesamt 19 Sitzen folgende Mandatsverteilung: ÖVP 10, SPÖ 5, FPÖ 4 Sitze.

Bürgermeister
  • 2004–2015 Roland Weber (ÖVP)
  • seit 2015 Erich Rasner (ÖVP)[1],[2]

Wappen

Der Marktgemeinde Wiesmath wurde mit Beschluss der NÖ-Landesregierung vom 24. September 1991 ein Gemeindewappen verliehen.[3]

Blasonierung: „In blauem Schild, aus grünem Dreiberg hervorragend, ein halbes goldenes Rad, daraus wachsend ein goldener Mann mit Mantel und Kappe, der in seiner Rechten ein Schwert hält und seinen linken Arm in die Seite stemmt.“

Gleichzeitig wurden die vom Gemeinderat der Marktgemeinde Wiesmath festgesetzten Gemeindefarben „Blau-Gelb-Grün“ genehmigt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Filialkirche St. Anna in Annaberg
  • Filialkirche hl. Anna in Annaberg: Die spätgotische Kirche wurde 1509 auf einer Kuppe eines Bergrücken errichtet und ist weithin sichtbar. In der Barockzeit wurde sie erweitert und umgebaut, unter anderem erhielt das Langhaus hohe Rundbogenfenster. Bei einem Brand 1775 wurde die Kirche stark beschädigt und 1783 im Zuge der Josephinischen Reformen gesperrt sowie verkauft und als Schafstall genutzt. Durch die Bemühungen des Pfarrers Mathias Gittler wurde die Kirche nach einer neuerlichen Weihe 1803 wieder eröffnet.[4] Nach schweren Kriegsschäden erfolgte 1946/47 der Wiederaufbau. 1955/56 wurde nach Plänen von Karl Simon der Westturm und die Vorhallen errichtet.[5]

Wirtschaft

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 58, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 147. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 722. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 45,96 %.

Wiesmath lag an der Grenze zu Ungarn, um 1780, Josephinische Landesaufnahme

Söhne und Töchter der Gemeinde

  • Franz Johann Ernst (1869–1946), Landwirt und Politiker, Abgeordneter zum Landtag von Niederösterreich
  Commons: Wiesmath  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Gemeinde Wiesmath: Nachrichten, 1/2015 (pdf-Dokument, 2,28 MB; abgerufen am 24. August 2016)
  2. Gemeinde Wiesmath: Bürgermeister (abgerufen am 24. August 2016)
  3. NÖ-Landesregierung: Kundmachung über die Verleihung eines Gemeindewappens (…) für die Marktgemeinde Wiesmath (abgerufen am 7. Jänner 2012)
  4. Pfarre Wiesmath: Wallfahrtskirche St. Anna; abgerufen am 2. März 2014
  5. Bundesdenkmalamt (Hg.): Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Topographisches Denkmälerinventar. Niederösterreich südlich der Donau, Teil 2, M bis Z. Verlag Berger, Horn/Wien 2003. ISBN 3-85028-365-8. Seiten 2697–2698.