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vom 13.04.2018, aktuelle Version,

Bad Erlach

Bad Erlach
Wappen Österreichkarte
Wappen von Bad Erlach
Bad Erlach (Österreich)
Bad Erlach
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Wiener Neustadt-Land
Kfz-Kennzeichen: WB
Hauptort: Erlach
Fläche: 9,16 km²
Koordinaten: 47° 44′ N, 16° 13′ O
Höhe: 312 m ü. A.
Einwohner: 3.051 (1. Jän. 2017)
Postleitzahlen: 2822, 2823, 2833
Vorwahl: 02627
Gemeindekennziffer: 3 23 06
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Fabriksgasse 1
2822 Bad Erlach
Website: www.baderlach.gv.at
Politik
Bürgermeister: Johann Rädler (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(21 Mitglieder)
16
4
1
16  4  1 
Insgesamt 21 Sitze

Lage der Marktgemeinde Bad Erlach im Bezirk Wiener Neustadt-Land
Bad ErlachBad Fischau-BrunnBad SchönauBrombergEbenfurthEggendorfFelixdorfGutensteinHochneukirchen-GschaidtHochwolkersdorfHohe WandHollenthonKatzelsdorfKirchschlag in der Buckligen WeltKrumbachLanzenkirchenLichteneggLichtenwörthMarkt PiestingMatzendorf-HöllesMiesenbach (Niederösterreich)MuggendorfPernitzRohr im GebirgeSchwarzenbachSollenauTheresienfeldWaidmannsfeldWaldeggWalpersbachWeikersdorf am SteinfeldeWiesmathWinzendorf-MuthmannsdorfWöllersdorf-SteinabrücklZillingdorfWiener NeustadtNiederösterreich Lage der Gemeinde Bad Erlach im Bezirk Wiener Neustadt-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Bad Erlach (Bad Erlach an der Pitten) ist eine Marktgemeinde mit 3051 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Wiener Neustadt-Land in Niederösterreich.

Geografie

Bad Erlach liegt im südöstlichen Industrieviertel in Niederösterreich, am Ausgang des Tals der Pitten in das Steinfeld und gehört zur Region Bucklige Welt. Wenige Meter nordöstlich von Erlach befindet sich der Zusammenfluss der Pitten mit der Schwarza, die ab dort die Leitha bilden.

Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 9,16 Quadratkilometer. 50,67 % der Fläche sind bewaldet. Bad Erlach hat 680 Gebäude.

Gliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende drei Ortschaften und gleichnamigen Katastralgemeinden (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2017[1]):

  • Bad Erlach (2.639 Einwohner, 6,59 km²)
  • Brunn bei Pitten (395 Ew., 1,57 km²)
  • Linsberg (17 Ew., 1,01 km²)

Zur Ortschaft Bad Erlach gehören die Rotten Vorderbrühl und Ziegelöfen.

Nachbargemeinden

Die fünf Nachbargemeinden von Bad Erlach sind:

Schwarzau am Steinfeld Lanzenkirchen
Pitten
(Bezirk Neunkirchen)
Walpersbach
Bromberg

Geschichte

Ulrichskirche
Waldfriedhof
Kreuzweg
Schloss Linsberg, Schlossturm
Während der Wohntrakt im Schloss Linsberg liebevoll restauriert wurde …
… macht das Wirtschaftsgebäude einen eher trostlosen Eindruck
Kalkbrennofen als Industriedenkmal

Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg.

Später unter den Römern lag das heutige Bad Erlach dann in der Provinz Pannonia.

Erlach wurde 987 erstmals in einer in der Schlosskirche von Ebenfurth aufliegenden Urkunde erwähnt. In dieser ist angeführt, dass Leute von „Elira“ für den Heiligen St. Ulrich eine Dankkapelle errichtet haben. 1045 wurde „Erlaha“ erstmals urkundlich als Dorf unter den Ministerialen der Grafen von „Wels-Lambach“ genannt.

Unter Kaiser Josef II. wurde 1780 die Ulrichskirche geschlossen.

1850 begann in Erlach das Zeitalter der Industrialisierung durch die Errichtung einer Spinn- und Webfabrik. Auf Initiative von Baron Kempen von Fichtenstein wurde 1858 die Ulrichskirche renoviert und wiedereröffnet. 1871 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Brunn-Linsberg in die Gemeinde Erlach eingemeindet.

Durch die Eröffnung der Aspangbahn am 7. August 1881 erhielt Erlach den lange ersehnten Eisenbahnanschluss, was sich insbesondere auf die Entwicklung der Wirtschaft positiv auswirkte.

Am 29. Juni 1995 beschloss der Landtag von Niederösterreich einstimmig die Erhebung von Erlach zur „Marktgemeinde“.[2] Die Markterhebungsfeier erfolgte im Rahmen eines großen Festes am 5. September 1996.

Gemeinsam mit der NÖ-Landesregierung und der Kongregation der Salvatorianerinnen wurde 2001 mit dem Bau eines Pensionistenheimes begonnen, das heute ein wichtiger Wirtschaftsträger der Gemeinde ist.

2004 wurden im Bereich der Katastralgemeinde Linsberg erfolgreich Bohrungen zur Erschließung von Thermalwasser vorgenommen. Nach anfänglichen Finanzierungsproblemen wurde im Februar 2007 mit dem Bau des Thermalbades Linsberg begonnen, das am 8. August 2008 in Betrieb ging.

Am 22. März 2007 wurde der Marktgemeinde Erlach gemäß Beschluss der NÖ-Landesregierung die Bezeichnung „Bad“ Erlach verliehen.

Am 15. Februar 2013 erfolgte der Spatenstich für den Bau des Gesundheitszentrums und damit der erste Schritt in Richtung Gesundheitscluster Bad Erlach. Das 25 Mio. Euro schwere Projekt wird vom Land Niederösterreich und der Ecoplus Regionalförderung auf Initiative von Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav unterstützt. Das neue Gesundheitszentrum mit 192 Betten, das auf die Behandlung von Krebspatienten ausgelegt sein wird, soll bis Oktober 2014 fertiggestellt werden.[3]

Einwohnerentwicklung

Bad Erlach ist eine prosperierende Gemeinde, deren Einwohnerzahl seit 1991 stetig zugenommen hat. Insbesondere durch die Schaffung von Startwohnungen für Jungfamilien, durch die Errichtung von Wohnhausanlagen und durch die Schaffung günstiger Baugründe hat Bad Erlach an Attraktivität gewonnen. Dies wird besonders durch die Privathaushalte unterstrichen, deren Anzahl von 876 (1991) auf 1.050 (2001) anstieg.

Nach dem Ergebnis der Volkszählung von 2001 wies die Marktgemeinde Bad Erlach 2.531 Einwohner auf. Eine Erhebung vom 31. Dezember 2007 ergab einen Zuwachs innerhalb der letzten sechs Jahre um 10,8 % auf 2.729 Bewohner. Da sich die Geburtenbilanz negativ entwickelt hat, ist dieser Zuwachs auf den großen Zuzug zurückzuführen.

Die folgende Grafik zeigt die Bevölkerungsentwicklung von Bad Erlach seit 1869:

  • „Ortsanwesende Bevölkerung“ jeweils am 31. Dezember bis 1910 bzw. am 7. März 1923
  • „Wohnbevölkerung“ am 22. März 1934
  • „Ständige Bevölkerung“ zuzüglich der „Berufsmilitärpersonen“ und des „Reichsarbeitsdienstes“ am 17. Mai 1939
  • Offizielle Volkszählung am 1. Juni 1951, 21. März 1961, 12. Mai 1971 und 1981, 15. Mai 1991 und 2001
  • Statistische Daten Bad Erlach am 31. Dezember 2005 und 2007[4]

Religion

Nach den Daten der Volkszählung 2001 waren 82,6 % der Einwohner römisch-katholisch, 1,4 % evangelisch und 4,1 % Muslimisch. 0,9 % gehörten orthodoxen Kirchen an, 9,4 % der Bevölkerung hatten kein religiöses Bekenntnis.

Politik

Gemeinderatswahlen
 %
80
70
60
50
40
30
20
10
0
73,51  %
(-6,08 %p)
19,61  %
(-0,80 %p)
6,89  %
(n. k.)
2010



2015



Im Gemeinderat gibt es nach der Wahl vom 25. Jänner 2015 bei insgesamt 21 Sitzen folgende Mandatsverteilung:

Bürgermeister
Frühere Bürgermeister von Bad Erlach
Amtszeit Bürgermeister
1848–1861 Mathias Dorfmeister
1861–1865 Ignaz Hammer
1865–1868 Georg Hammer
1868–1869 Mathias Dorfmeister
1870–1873 Mathias Karnthaler
1873–1877 Josef Breitschnik
1877–1880 Georg Kattinger
1880–1886 Wilhelm Fendler
1886–1892 Roman Hayden
Amtszeit Bürgermeister
1892–1896 Alois Wessely
1896–1901 Georg Kattinger
1901–1905 Roman Hayden
1905–1913 Alois Wessely
1913–1920 Josef Schwendenwein
1920–1934 Franz Röhsler
1934–1938 Ing. Andreas Jeitler
1938–1942 Karl Buchner
1942–1945 Heinrich Rädler
Amtszeit Bürgermeister
1945–1947 Karl Jasansky
1947–1955 Leopold Baumgartner
1955–1970 Karl Wagner
1970–1984 Herbert Kovacs
1984–1997 Franz Ofenböck
1997–2000 Walter Dorner
seit 2018 Johann Rädler

BürgermeisterJohann Rädler

Wappen

Der Marktgemeinde Erlach wurde mit Beschluss der NÖ-Landesregierung vom 16. April 1996 ein Gemeindewappen verliehen.[5]

Blasonierung:

„In blauem Schild, aus goldenem Dreiberg hervorragend, ein halbes goldenes Rad, daraus wachsend ein silberner Mann, in seiner Rechten einen silbernen Stab mit einem Ulrichskreuz haltend, den linken Arm in die Seite gestemmt.“

Gleichzeitig wurden die vom Gemeinderat der Marktgemeinde Erlach festgesetzten Gemeindefarben „Gelb-Blau-Weiß“ genehmigt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Pfarrkirche Bad Erlach: Die nach den Plänen des damaligen Dombaumeister von St. Stefan in Wien, Prof. Karl Holey, im Jahre 1933 erbaute St. Antonius-Kirche (Kirchenpatron Antonius von Padua, 13. Juni Patrozinium) ersetzte die in der Nähe befindliche, im 17. Jahrhundert errichtete Ortskapelle, wobei die Raumform und der Rundturm des Bauwerkes an die einst in Bad Erlach dominierende Ziegelindustrie erinnern. Der neu gestaltete Altarraum in der Pfarrkirche wurde 1998 von Erzbischof Dr. Christoph Kardinal Schönborn geweiht.
  • Erlacher Madonna: Die 166 cm große, um 1320 bis 1330 geschaffene Holzskulptur zählt zu jenen seltenen Madonnendarstellungen, wo das Kind am rechten Arm Mariens gehalten wird. Es ist nicht bekannt, wie lange die Statue in der Ulrichskirche ihren Platz hatte, bevor sie 1939 vom Erzbischöflichen Dom- und Diözesanmuseum in Wien durch Kauf erworben wurde. 1991 ist es gelungen, die Madonna in Form einer Kopie nach Erlach zurückzuholen und in einer Nische der Antoniuskirche aufzustellen.
  • Ulrichskirche mit Waldfriedhof und Kreuzweg: Die derzeitige Ulrichskirche stammt aus dem 13. Jahrhundert, was durch die Grabplatte an der Außenseite bestätigt wird. Es wird angenommen, dass sich schon weit früher auf dem Höhenzug Mönche angesiedelt haben. Ab 1945 wurde um die Kirche ein Waldfriedhof zwischen Schwarzföhren angelegt. Grabungen des Instituts für Ur- und Frühgeschichte aus dem Jahre 1994 haben neben zahlreichen Skelettfunden auch römische Mauerreste zum Vorschein gebracht. Den Zugang zum Waldfriedhof bildet ein vom Bad Erlacher Glaskünstler Alois Hammer gestalteter Kreuzweg aus Tiffany-Glastafeln.
  • Schloss Linsberg: Der einstmals von zahlreichen Türmen umgebene „freye Thurmhof“ zu Linsberg vermittelt heute den Eindruck, als würde die Straße mitten durch die Kirche führen.
  • Ziegelofen: In Bad Erlach befanden sich einst bis zu elf Ziegelöfen. Der Ziegelofen an der Bromberger Straße, der heute noch betrieben wird, ist das letzte Überbleibsel dieses einst blühenden Industriezweiges.
  • Mühle: Die Bad Erlacher Mühle ist eines der ältesten Gebäude der Gemeinde Bad Erlach und ist heute Heimstätte des Heimatmuseums. Darin werden nicht nur Ortsgeschichte, sondern auch die Exzentriques-Höhle präsentiert. Auch die Geschichte des Müllers, der einst Gips unter sein Mehl mischte und dafür zum Tod verurteilt wurde, ist dokumentiert.
  • Harrathof: Der ehemalige Adelssitz wurde 1406 („Nicolai de Harreth“) erstmals urkundlich erwähnt. Später kommt der Hof in die Zehentpflicht der Reichersberger. Heute ist der Harrathof in Privatbesitz. Interessant ist das Grafengrab, das links des Weges am Waldrand liegt. Die Inschrift erinnert an den Grafen Luis de Rosiers, der am Harrathof am 14. Oktober 1813 verstarb.
  • Das Heimatmuseum Bad Erlach ist in der „Alten Mühle“ in der Altagasse 37 untergebracht. Es umfasst rund 500 Exponate:[6]
    • Schaustücke zu den Themen Schule, Haushalt, Gewerbe, Industrie (Ziegelindustrie), Landwirtschaft und Vereinsleben;
    • eine Münzensammlung;
    • Skelettfunde von 22 Menschen aus der Zeit von etwa 1000 n. Chr., die bei Sanierungsarbeiten der Ulrichskirche freigelegt wurden;
    • eine Kopie der Erlacher Madonna (Original um 1330) sowie
    • Funde aus der Umgebung ab der Hallstattzeit, Ausgrabungsdokumentation, Ulrichskirche, Dokumentation Excentriques-Höhle.
Musik
  • Der „Kirchenchor und Jugendchor Bad Erlach“ wurde 1933 gegründet und umfasst heute rund 50 Mitglieder. Im Jahr 1977 übernahm der jetzige Dirigent Mag. Gottfried Wiesbauer die Leitung des Chors. Die jugendlichen Sänger schlossen sich 1996 zum „Jugendchor Bad Erlach“ zusammen und treten seitdem im Rahmen von kulturellen Veranstaltungen in der Marktgemeinde Bad Erlach sowie bei Konzerten und Hochzeiten auf.
Naturdenkmäler
  • Die Excentriquehöhle wurde erst 1960 bei Arbeiten im Kalksteinbruch entdeckt. In dieser Tropfsteinhöhle finden sich seltene Gesteinsformationen, weshalb diese nicht allgemein zugänglich, sondern besonders geschützt ist.[7]

Wirtschaft und Infrastruktur

Im Jahr 2001 gab es 92 nicht landwirtschaftliche Arbeitsstätten. Nach der Erhebung von 1999 waren 31 land- und forstwirtschaftliche Betriebe zu verzeichnen. Auf Grund der Volkszählung 2001 wurden 1194 Erwerbstätige am Wohnort registriert. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 48,16 %.

Linsberg Asia
Im Ortsteil Linsberg wurde das „Asia Resort“ errichtet
Mit den Bauarbeiten für die Therme Linsberg wurde Anfang 2007 begonnen

Baubeginn war im Herbst 2005, die Arbeiten mussten jedoch wegen archäologischer Funde gestoppt werden. Nach Abschluss archäologischer Grabungen durch das Bundesdenkmalamt im Dezember 2006 wurden die Bauarbeiten im Jänner 2007 fortgesetzt.[8] Nach anfänglichen Finanzierungsproblemen wurde im Ortsteil Linsberg auf einer 150 ha großen Liegenschaft mit dem Bau eines Thermalbades begonnen, das im August 2008 eröffnet wurde.[9] Bauherr der Therme Linsberg ist die „L&L Projektentwicklungs GmbH“, hinter der wiederum die „Asia Resort Linsberg L&L Projektentwicklungs GmbH & Co KG“ steht. Diese steht im Eigentum von 95 österreichischen Privatpersonen, die jeweils zwischen einem halben und zwei Prozent an der Gesellschaft in Form einer Kommanditbeteiligung halten, wobei die Interessen der Investoren durch eine Treuhandgesellschaft wahrgenommen werden. Betreiber ist die „Asia Resort Linsberg Betriebs GmbH“, deren Gesellschaftsstruktur ident mit jener der Errichtergesellschaft ist.

Die Projektkosten für das Thermalbad und angeschlossene Hotel mit 250 Betten waren mit 64,4 Mio. Euro veranschlagt. Davon wurden rund 18 Mio. Euro von 95 Privatinvestoren, rund 20,4 Mio. Euro durch das Land Niederösterreich und rund 25,0 Mio. Euro durch ein Bankenkonsortium aufgebracht. Die Marktgemeinde Bad Erlach war mit rund 1,0 Mio. Euro beteiligt.

Durch die Errichtung des Thermalbades Linsberg, das am 8. August 2008 eröffnet wurde und unter dem Namen „Hotel & Spa Linsberg Asia“ vermarktet wird, erwarten sich die Marktgemeinde Bad Erlach und die umliegenden Gemeinden der Region Bucklige Welt wesentliche wirtschaftliche Impulse. Allein durch die Therme und das angeschlossene Hotel entstanden 150 Arbeitsplätze. Als begleitendes Projekt wird im Umfeld der Therme ein Golfplatz mit 18 Löchern errichtet. Neben Kurgästen sollen vor allem Tagesgäste durch die Therme angesprochen werden.

Die 2004 erbohrten Quellen liefern Mineralthermalschwefel-Heilwasser. Die Gesamtmineralisation liegt bei 2370 mg/l, die Wassertemperatur bei 26,6 °C. Der Gehalt an titrierbarem, zweiwertigem Schwefel beträgt 16,01 mg/l. Mit Bescheid vom 9. Jänner 2007 wurde das Wasser der Therme offiziell als „Heilquelle Linsberg“ anerkannt. Auf Grund der balneochemischen Nomenklatur handelt es sich bei diesem Wasser um ein „Calcium-Magnesium-Sulfat-Schwefel-Thermal-Mineral-Wasser“, das für folgende Krankheitssymptome geeignet ist: Erkrankungen des Bewegungsapparates, Nachbehandlung nach Verletzungen verschiedener Genese (Zustände nach Frakturen, Wundheilstörungen, Sportverletzungen etc.), periphere Kreislauferkrankungen, Hauterkrankungen wie Psoriasis oder Neurodermitis.

Öffentliche Einrichtungen

Sport

  • Kegelsportklub Bad Erlach: Die Herrenmannschaft des KSK Bad Erlach zählte viele Jahre lang zum Stamm der höchsten Spielklasse, der Bundesliga, in Österreich. Der derzeitige Obmann Josef Baumgartner konnte sich in die Rekordlisten der Kegler eintragen und auch hervorragende Einzelergebnisse bei den Österreichischen Meisterschaften erzielen.
  • SV Bad Erlach: Der Fußballverein, der derzeit in der 2. Klasse Wechsel spielt, kam über die regionale Bedeutung nie hinaus.
  • TC Union Bad Erlach: Der Tennisverein nimmt mit mehreren Mannschaften an den regionalen Kreismeisterschaften teil. Die Damenmannschaft 1 spielt in der Landesliga.
  • Schachklub Bad Erlach: Der Schachklub nimmt an regionalen Meisterschaften und Turnieren teil.
  • Reitschule Bad Erlach: Der Reitclub nimmt bei mehreren Turnieren in der Region und an örtlichen Aktivitäten teil.

Persönlichkeiten

Sonstiges

In Bad Erlach befindet sich eine Wettermessstelle, von der die Daten online über das Internet abgerufen werden können. Darüber hinaus befindet sich in Bad Erlach eine Pegelmessstelle für die Pitten.

  Commons: Bad Erlach  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria, Bevölkerung am 1.1.2017 nach Ortschaften
  2. Niederösterreichischer Landtag: Sitzungsbericht, 28. Sitzung der Tagung 1994/95 der XIV. Gesetzgebungsperiode des Landtages von Niederösterreich am 29. Juni 1995 (DOC-Datei; 590 kB)
  3. Errichtung des Gesundheitszentrums Bad Erlach wird aus Mitteln der ecoplus Regionalförderung unterstützt. Ecoplus, 22. Mai 2013, archiviert vom Original am 11. September 2013; abgerufen am 9. Juni 2013.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ecoplus.at
  4. Land Niederösterreich: Archivlink (Memento des Originals vom 12. November 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www01.noel.gv.at
  5. NÖ-Landesregierung: Kundmachung über die Verleihung eines Gemeindewappens (…) für die Marktgemeinde Erlach (abgerufen am 7. Jänner 2012)
  6. Volkskultur Niederösterreich: Erlacher Heimatmuseum
  7. Niederösterreichische Landesregierung: NÖ Höhlenschutzgesetz, Besonders geschützte Höhlen
  8. Therme Linsberg startet Mitte 2008. APA-Meldung vom 5. Mai 2007, abgerufen am 19. März 2015.
  9. Therme Linsberg offiziell eröffnet. APA-Meldung vom 23. August 2008, abgerufen am 19. März 2015.