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vom 04.06.2017, aktuelle Version,

Waldegg

Waldegg
Wappen Österreichkarte
Wappen von Waldegg
Waldegg (Österreich)
Waldegg
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Wiener Neustadt-Land
Kfz-Kennzeichen: WB
Fläche: 36,1 km²
Koordinaten: 47° 53′ N, 16° 2′ O
Höhe: 402 m ü. A.
Einwohner: 2.042 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 57 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 2724, 2753, 2754, 2755, 2761
Vorwahl: 02633
Gemeindekennziffer: 3 23 32
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Waldegg 246
2754 Waldegg
Website: www.waldegg.co.at
Politik
Bürgermeister: Michael Zehetner jun. (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
13
6
13  6 
Von 19 Sitzen entfallen auf:

Lage der Marktgemeinde Waldegg im Bezirk Wiener Neustadt-Land
Bad Erlach Bad Fischau-Brunn Bad Schönau Bromberg Ebenfurth Eggendorf Felixdorf Gutenstein Hochneukirchen-Gschaidt Hochwolkersdorf Hohe Wand Hollenthon Katzelsdorf Kirchschlag in der Buckligen Welt Krumbach Lanzenkirchen Lichtenegg Lichtenwörth Markt Piesting Matzendorf-Hölles Miesenbach (Niederösterreich) Muggendorf Pernitz Rohr im Gebirge Schwarzenbach Sollenau Theresienfeld Waidmannsfeld Waldegg Walpersbach Weikersdorf am Steinfelde Wiesmath Winzendorf-Muthmannsdorf Wöllersdorf-Steinabrückl Zillingdorf Wiener Neustadt Niederösterreich Lage der Gemeinde Waldegg im Bezirk Wiener Neustadt-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Waldegg ist eine Marktgemeinde mit 2042 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Wiener Neustadt-Land in Niederösterreich.

Geografie

Waldegg liegt im Industrieviertel in Niederösterreich an der B21 und Gutensteinerbahn. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 35,69 Quadratkilometer. 79,79 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Der Fluss Piesting durchfließt die Marktgemeinde Waldegg.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende sieben Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2016[1]):

  • Dürnbach (66)
  • Ober-Piesting (618)
  • Oed (162)
  • Peisching (151)
  • Reichental (209)
  • Waldegg (393)
  • Wopfing (418)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Dürnbach, Oberpiesting, Oed, Peisching, Waldegg und Wopfing.

Geschichte

Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg.

Später unter den Römern lag das heutige Waldegg dann in der Provinz Pannonia.

Bevölkerung

Religion

Nach den Daten der Volkszählung 2001 sind 64,1 % der Einwohner römisch-katholisch und 2,9 % evangelisch. 18,8 % sind Muslime, 1,0 % gehören orthodoxen Kirchen an. 11,7 % der Bevölkerung haben kein religiöses Bekenntnis. Mit 18,8 % Moslems war Waldegg im Jahr 2011 die österreichische Gemeinde mit dem höchsten Moslemanteil. Dies ergab sich durch die hier beheimatete Industrie. Der Anteil ist aber in den Jahren danach stetig zurückgegangen, sodass er 2007 nur mehr 11 % betrug.[2]

Bevölkerungsentwicklung

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Der 1866 errichtete Bahnhof Waldegg steht unter Denkmalschutz
Die röm.-kath. Pfarrkirche hl. Jakob d. Ä. in Waldegg
Die röm.-kath. Pfarrkirche Zur schmerzhaften Mutter Gottes in Wopfing

Ober-Piesting

Das Florianikreuz steht am höchsten Punkt des Hetzentales. Es wurde am 8. Mai 2004 für den Schutzpatron der Feuerwehren, den Heiligen Florian und zur Erinnerung an den größten dokumentierten Waldbrand im Piestingtal vom 1. bis zum 6. Jänner 1984, am Entstehungsort des damaligen Brandes, eingeweiht.

Waldegg

Die röm.-kath. Pfarrkirche hl. Jakob d. Ä. – in erhöhter Lage und vom alten Friedhof umgeben – ist ein barockes Bauwerk (Langhaus errichtet 1786; Turm 1792) mit einem romanischen Chor aus dem 15. Jahrhundert. Der neugotische Hochaltar stammt aus dem Jahr 1899 und wurde nach einem Entwurf von F. Bail angefertigt. Die Orgel aus dem Jahr 1908 hat Franz Capek (1857–1938) gefertigt.[3]

Wopfing

Die röm.-kath. Pfarrkirche Zur schmerzhaften Mutter Gottes in Wopfing ist eine kleine Saalkirche direkt an der Durchzugsstraße. Das kurze barocke Langhaus wurde 1730/33 errichtet. Der eingezogene, gotische Chor mit Spitzbogenfenstern stammt aus dem 14. Jahrhundert. Ende des 19. Jahrhunderts wurde der hölzerne Dachreiter aufgesetzt und Rundbogenfenster im Langhaus eingebaut. 1999/2000 kam der Eingangsvorbau hinzu.[4]

Politik

Gemeinderatswahlen
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
61,05  %
(+18,59 %p)
32,44  %
(-10,87 %p)
4,05  %
(-0,62 %p)
1,95  %
(-3,22 %p)
0,51  %
(n. k.)
n.  k.
(-4,39 %p)
BLW
FLZ
2010



2015



Bürgermeister der Marktgemeinde ist nach der Gemeinderatswahl 2010 Michael Zehetner jun, Amtsleiterin Michaela Simetzberger. Im Marktgemeinderat gibt es nach der Gemeinderatswahl vom 25. Jänner 2015 bei insgesamt 19 Sitzen folgende Mandatsverteilung: 13 Liste ÖVP, 6 SPÖ.

Wirtschaft und Infrastruktur

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 83, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 57. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 862. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 42,72 Prozent.

Bedeutendster Industriebetrieb ist die Wopfinger Baustoffindustrie GmbH deren Wurzeln bis ins Jahr 1810 zurückreichen. Seit 1911 sind die Wopfinger Stein- und Kalkwerke im Handelsregister eingetragen. Sie verarbeitet den im werkseigenen Kalksteinbruch abgebauten Kalkstein (jährliche Abbaumenge 1,1 Mio t) zu Fertigputzen und Zementen.

Söhne und Töchter des Ortes

Sonstiges

Es gibt drei Freiwillige Feuerwehren, nämlich in Oed, Wopfing und Ober-Piesting.

  Commons: Waldegg  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria, Bevölkerung am 1.1.2016 nach Ortschaften
  2. Lukas Kapeller, "Die wollen sich nicht anfreunden", Der Standard, 22./23. September 2007, S 10. online-Version, abgerufen am 3. April 2017.
  3. Bundesdenkmalamt (Hg.): Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Niederösterreich, südlich der Donau, Teil 2. Verlag Berger, Horn/Wien 2003, Seite 2528, ISBN 3-85028-365-8
  4. Bundesdenkmalamt (Hg.): Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Niederösterreich, südlich der Donau, Teil 2. Verlag Berger, Horn/Wien 2003, Seite 2743f, ISBN 3-85028-365-8