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vom 02.06.2017, aktuelle Version,

Ziersdorf

Ziersdorf
Wappen Österreichkarte
Wappen von Ziersdorf
Ziersdorf (Österreich)
Ziersdorf
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Hollabrunn
Kfz-Kennzeichen: HL
Fläche: 48,69 km²
Koordinaten: 48° 32′ N, 15° 56′ O
Höhe: 230 m ü. A.
Einwohner: 3.467 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 71 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3710
Vorwahl: 02956
Gemeindekennziffer: 3 10 53
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptplatz 1
3710 Ziersdorf
Website: www.ziersdorf.at
Politik
Bürgermeister: Johann Gartner (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(23 Mitglieder)
16
7
16  7 
Von 23 Sitzen entfallen auf:

Lage der Marktgemeinde Ziersdorf im Bezirk Hollabrunn
Alberndorf im Pulkautal Göllersdorf Grabern Guntersdorf Hadres Hardegg Haugsdorf Heldenberg Hohenwarth-Mühlbach am Manhartsberg Hollabrunn Mailberg Maissau Nappersdorf-Kammersdorf Pernersdorf Pulkau Ravelsbach Retz Retzbach Schrattenthal Seefeld-Kadolz Sitzendorf an der Schmida Wullersdorf Zellerndorf Ziersdorf Niederösterreich Lage der Gemeinde Ziersdorf im Bezirk Hollabrunn (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Rathaus in Ziersdorf
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Ziersdorf ist eine Marktgemeinde mit 3467 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Hollabrunn in Niederösterreich.

Geografie

Ziersdorf liegt im Weinviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 48,72 Quadratkilometer. 18,76 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende neun, bis auf Ziersdorf (Markt) als Dorf[1] qualifizierte Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2015[2]):

  • Dippersdorf (94)
  • Fahndorf (182)
  • Gettsdorf (223)
  • Großmeiseldorf (434)
  • Hollenstein (100)
  • Kiblitz (148)
  • Radlbrunn (388)
  • Rohrbach (223)
  • Ziersdorf (1.576)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Dippersdorf, Fahndorf, Gettsdorf, Großmeiseldorf, Hollenstein, Kiblitz, Radlbrunn, Rohrbach sowie Ziersdorf.

Geschichte

Der Ort Ziersdorf wurde erstmals um 1100 als "Ziehgeißdorf" urkundlich erwähnt. Die ursprüngliche Hauptortsachse zog sich von Ost nach West durch die heutige Hollabrunner Straße und die alte Kellergasse entlang eines alten Handelsweges. Entlang dieser Straße findet man auch heute die ältesten noch erhaltenen Häuser des Ortes.

Erst mit dem Bau der k.u.k. Reichsstraße, die von der kaiserlichen Reichshauptstadt Wien kommend, von Süd nach Nord durch Ziersdorf gebaut wurde, erhielt der Ort seine neue Hauptachse. An der wichtigen Hauptverkehrsstrecke der Österreichischen Monarchie gelegen, wuchs der Ort und übertraf auch langsam seine bis dahin größer gewesenen Nachbarorte.

Mit dem Bau der kaiserlichen Eisenbahnstrecke Kaiser Franz-Josefs Bahn erhielt der Ort eine zusätzliche Verkehrsader, die das Wachstum des Ortes weiter steigerte. Durch den lehmreichen Boden entstanden in Ziersdorf zahlreiche Ziegelöfen, die lange Zeit den Ort und seine Bevölkerung prägten. Durch die Ziegel erzeugenden Betriebe entstand ein Zuzug an Arbeitern nach Ziersdorf. Heute ist von der Ziegel erzeugenden Geschichte Ziersdorfs nahezu nichts mehr zu sehen. Ziersdorf wurde größer und erhielt das Marktrecht.

Einwohnerentwicklung

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 3.330 Einwohner. 1991 hatte die Marktgemeinde 3.060 Einwohner, 1981 2.999 und im Jahr 1971 3.184 Einwohner.

Politik

Bürgermeister der Marktgemeinde ist Johann Gartner, Amtsleiterin Herta Ehrentraud. Im Marktgemeinderat gibt es bei insgesamt 23 Sitzen nach der Gemeinderatswahl vom 25. Jänner 2015 folgende Mandatsverteilung: Liste ÖVP 16, SPÖ 7, andere keine Sitze.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der Kellergassen in Ziersdorf

Wirtschaft

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 104, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 177. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 1471. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 45,1 Prozent.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter:

Personen mit Beziehung zur Gemeinde:

Literatur

  • Festschrift der Marktgemeinde Ziersdorf zur 850-Jahrfeier. Marktgemeinde Ziersdorf, Ziersdorf 1962, OBV.
  • Friedrich Damköhler: Eine Wanderung durch Ort und Zeit. Ziersdorf im Wandel eines Jahrhunderts. Gewerbe, Betriebe, Institutionen. Ziersdorf von 1880 bis 2004. F(riedrich) Damköhler, Ziersdorf 2005, ISBN 3-200-00344-8.
  • Hannes Bauer, Friedrich Damköhler, Gerhard H. Gürtlich, Paul Weiss: Hundertvierzig Jahre Franz-Josef-Bahn – 900 Jahre erste urkundliche Erwähnung von Ziersdorf. Fassbaender, Wien 2010, ISBN 978-3-902575-35-7.
  Commons: Ziersdorf  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 4. Teil: Gemeinden Niederösterreich 567. Ziersdorf. In: Österreichischer Amtskalender online, Jusline Österreich (Verlag Österreich), Wien 2002–, ZDB-ID 2126440-5.
  2. Statistik Austria, Bevölkerung am 1.1.2015 nach Ortschaften
  3. Georg Winter: Ignaz Stich (1863–1926). In: Mitteilungen der Vereinigung Österreichischer Bibliothekare. Nr. 2/1988 (XLI. Jahrgang), ZDB-ID 2018209-0, S. 88–92. (Online bei ALO).
  4. Josef Pröll: Fusion von Primärgenossenschaften. Motive und Auswirkungen aufgezeigt am Beispiel der Fusion der Raiffeisengenossenschaften von Absdorf und Ziersdorf. Diplomarbeit. Universität für Bodenkultur Wien, Wien 1993, OBV.