unbekannter Gast
vom 07.11.2018, aktuelle Version,

Bezirk Tulln

Lage
Bezirk AmstettenBezirk Baden (Niederösterreich)Bezirk Bruck an der LeithaBezirk GänserndorfBezirk GmündBezirk HollabrunnBezirk HornBezirk KorneuburgKrems an der DonauBezirk Krems-LandBezirk LilienfeldBezirk MelkBezirk MistelbachBezirk MödlingBezirk NeunkirchenSt. PöltenBezirk Sankt Pölten-LandBezirk ScheibbsBezirk TullnBezirk Waidhofen an der ThayaWaidhofen an der YbbsWiener NeustadtBezirk Wiener Neustadt-LandBezirk Zwettl Lage des Bezirks Tulln im Bundesland Niederösterreich (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Basisdaten
Bundesland Niederösterreich
NUTS-III-Region AT-126
Verwaltungssitz Tulln an der Donau
Fläche 734 km²
Einwohner 102.715 (1. Jänner 2018)
Bevölkerungsdichte 140 Einw./km²
Kfz-Kennzeichen TU
Bezirkshauptmannschaft
Bezirkshauptmann Andreas Riemer
Webseite www.noel.gv.at/
Bezirke/BH-Tulln
Karte
AbsdorfAtzenbruggFels am WagramGrafenwörthGroßriedenthalGroßweikersdorfJudenau-BaumgartenKirchberg am WagramKlosterneuburgKönigsbrunn am WagramKönigstettenLangenrohrMichelhausenMuckendorf-WipfingSieghartskirchenSitzenberg-ReidlingSt. Andrä-WördernTulbingTulln an der DonauWürmlaZeiselmauer-WolfpassingZwentendorf an der Donau Lage der Gemeinde Bezirk Tulln im Bezirk Tulln (anklickbare Karte)
Über dieses Bild

Der Bezirk Tulln ist ein Verwaltungsbezirk des Landes Niederösterreich.

Geschichte

Ursprünglich gehörten die Gerichtsbezirke Tulln und Klosterneuburg (in den damaligen Grenzen) zum Bezirk Hernals, ab 1890 für kurze Zeit zum Bezirk Währing, der ehemalige Gerichtsbezirk Kirchberg am Wagram zum Bezirk Krems-Land sowie der ehemalige Gerichtsbezirk Atzenbrugg zum Bezirk Sankt Pölten-Land. Nach Auflassung des Bezirkes Währing aufgrund der Eingemeindung der Stadt nach Wien wurde 1892 der Bezirk Tulln gegründet (RGBl Nr. 179/1891).[1]

Klosterneuburg, sowie die umliegenden, damals selbständigen Gemeinden Kierling, Maria Gugging und Höflein an der Donau, die heute zu Klosterneuburg gehören, wurden 1938 abgetrennt und nach Wien eingemeindet, kamen 1954 wieder zu Niederösterreich, jedoch zum neu errichteten Bezirk Wien-Umgebung.

Am 24. September 2015 wurde vom Niederösterreichischen Landtag beschlossen, dass der Bezirk Wien-Umgebung mit 31. Dezember 2016 aufgelöst wird.[2] Anschließend wurde von der Landesregierung die Neuzuteilung der Gemeinden auf die angrenzenden Bezirke durchgeführt: Die Gemeinde Klosterneuburg wurde Teil des Bezirkes Tulln.[3]

Geografie

Landschaftlich gehört der Teil nördlich der Donau zum Weinviertel, das Tullnerfeld zum Mostviertel und die Stadt Klosterneuburg zum Industrieviertel. Für die Raumplanung des Landes ist der Bezirk Teil der Hauptregion „Niederösterreich Mitte“, dessen Grenzen quer zur traditionellen Vierteleinteilung liegen.[4]

Verkehr

Die wichtigsten Verkehrsadern schneiden den Bezirk in Ost-West-Richtung. Nördlich der Donau verläuft die Stockerauer Schnellstraße S 5, sie ist Teil des großräumig um Wien herum angelegten Autobahnrings. Am westlichsten Ende des Bezirks zweigt die Kremser Schnellstraße S 33 von der S 5 Richtung St. Pölten ab, welche die Region mit der Hauptverkehrsachse Österreichs, der Westautobahn A 1, verbindet und somit den Autobahnring schließt. Die Bundesstraße 1 ist eine weitere wichtige Verbindung, die durch das Tullnerfeld verläuft.

Von Wien bis nach Tulln liegt die Strecke der Franz-Josefs-Bahn südlich der Donau, quert diese dann und führt am Nordufer weiter bis nach Gmünd bzw. Krems an der Donau. Die Tullnerfelderbahn zweigt bei Tulln ab und verläuft am Südufer der Donau bis St. Pölten. Gleichzeitig wurde diese Strecke an den neuen Verlauf der Westbahn angebunden. Der Bahnhof Tullnerfeld stellt als Pendlerbahnhof den Knotenpunkt dar.[5]

Die Donau kann im Bezirk nur an zwei Stellen, jeweils in Tulln, gequert werden, die neuere Rosenbrücke wurde als Entlastung für die alte Tullner Donaubrücke konstruiert, über die auch die Eisenbahn fährt.[6]

Nachbarbezirke

Verwaltungsgliederung

Der Bezirk Tulln gliedert sich seit 2017 in 22 Gemeinden, darunter 2 Städte und 16 Marktgemeinden.

Regionen sind Kleinregionen in Niederösterreich
Gemeinde Lage Ew km² Ew / km² Gerichts­bezirk Region Typ
Absdorf
2.087 16 130 Tulln Region Wagram Markt-
gemeinde
Atzenbrugg
2.948 26,01 113 Tulln Tullnerfeld West Markt-
gemeinde
Fels am Wagram
2.318 29,41 79 Tulln Region Wagram Markt-
gemeinde
Grafenwörth
3.132 46,4 68 Tulln Region Wagram Markt-
gemeinde
Großriedenthal
899 18,75 48 Tulln Region Wagram Gemeinde
Großweikersdorf
3.180 43,41 73 Tulln Region Wagram Markt-
gemeinde
Judenau-Baumgarten
2.262 14,31 158 Tulln Tullnerfeld West Markt-
gemeinde
Kirchberg am Wagram
3.670 60,26 61 Tulln Region Wagram Markt-
gemeinde
Klosterneuburg
27.058 76,2 355 Klosterneuburg - Stadt-
gemeinde
Königsbrunn am Wagram
1.319 28,58 46 Tulln Region Wagram Markt-
gemeinde
Königstetten
2.406 13,14 183 Tulln Tullnerfeld West Markt-
gemeinde
Langenrohr
2.369 22,56 105 Tulln Tullnerfeld West Markt-
gemeinde
Michelhausen
3.113 32,01 97 Tulln Tullnerfeld West Markt-
gemeinde
Muckendorf-Wipfing
1.573 6,34 248 Tulln Tullnerfeld West Gemeinde
Sieghartskirchen
7.528 61,68 122 Tulln Tullnerfeld West Markt-
gemeinde
Sitzenberg-Reidling
2.102 22,14 95 Tulln Tullnerfeld West Gemeinde
St. Andrä-Wördern
7.870 39,31 200 Tulln - Markt-
gemeinde
Tulbing
2.971 18,35 162 Tulln Tullnerfeld West Markt-
gemeinde
Tulln an der Donau
16.197 72,23 224 Tulln Region Wagram
Tullnerfeld West
Stadt-
gemeinde
Würmla
1.429 20,44 70 Tulln Tullnerfeld West Markt-
gemeinde
Zeiselmauer-Wolfpassing
2.302 12,72 181 Tulln - Gemeinde
Zwentendorf an der Donau
3.982 53,75 74 Tulln Tullnerfeld West Markt-
gemeinde

Bevölkerungsentwicklung

Gebietsstand 2016

Siehe auch

  Commons: Bezirk Tulln  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. RGBl 179/1891 in ÖNB-ALEX. Abgerufen am 9. Januar 2014.
  2. Niederösterreichischer Landtag: Gesetzesbeschluss Ltg.-729/A-1/50-2015
  3. NÖ-Pressedienst: Außerordentliche Sitzung der NÖ Landesregierung – Neuzuteilung der Gemeinden nach Auflösung des Verwaltungsbezirkes Wien-Umgebung, Artikel vom 24. September 2015, abgerufen am 27. September 2015
  4. Mitgliedsgemeinden, Regionalverband NÖ-Mitte. (Nicht mehr online verfügbar.) Ehemals im Original; abgerufen am 8. Januar 2014.@1@2Vorlage:Toter Link/www.noe-mitte.at (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)   Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  5. ÖBB verstärken Pendlerangebot auf Weststrecke. Abgerufen am 8. Januar 2014.
  6. Tulln als Verkehrsknotenpunkt. Abgerufen am 8. Januar 2014.