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Umweltproblem Elektro Autos#

von H. Maurer

Benzin und Dieselautos gelten umweltmäßig als schlecht, e-Autos als gut. Leider ist das nicht so.

Es werden zur Zeit vor allem Dieselautos verteufelt, obwohl es die sind, die pro km am wenigsten CO2 ausstossen. Allerdings, ohne geeignete Filter (die man kennt) erzeugen sie mehr Stick- und Schwefeloxide als Benziner.

Als tolle Alternative werden e-Autos angepriesen und subventioniert. Alle Studien, die aber den gesamten Lebensweg von e-Autos verfolgen zeigen eher das Gegenteil: Sie sind umweltschädlicher als Dieselfahrzeuge! Die schwedische Studie "The Life Cycle Energy Consumption and Greenhouse Gas emissions from Lithium" schreibt: "Based on our review greenhouse gas emissions of 150-200 kg CO2 -eq/kWh battery looks to correspond to the greenhouse gas burden of current battery production. Energy use for battery manufacturing with current technology is about 350 – 650 MJ/kWh battery" . Umgelegt auf z.B. einen Tesla Model S mit einer 100 kWh Batterie wären das etwas 17.5 Tonnen CO2. Damit könnte man mit einem gewöhnlichen Verbrennungsmotor etwa acht Jahre (!) fahren, um einen ähnlichen CO2 Ausstoß zu produzieren. Das alles liegt stark an der energieaufwendigen umweltfeindlichen Erzeugung von Lithium.

Die MIT Studie "Personal Vehicles Evaluated against Climate Change Mitigation Targets" verschärft die Situation: Ein Kleinwagen ist über sein ganzes Betriebsleben gerechnet umweltfreundlicher als ein Elektroauto der Oberklasse. Allerdings ist ein solches umweltfreundlicher als ein Fahrzeug der Premiumklasse mit Verbrennungsmotor (etwa ein BMW 750i xDrive mit 4,4 Liter Hubraum und 450 PS).

Um objektiv zu sein, es gibt auch eine Studie des Umweltbundesamtes in Wien "Ökobilanz alternativer Antriebe" in der Elektroautos im Stadtverkehr etwas besser abschneiden als Autos mit Verbrennungsmotoren.

Das ist lokal wohl vielleicht richtig. Freilich fragt man bei allen Studien auch immer besser nach dem Auftraggeber.

Insgesamt kann eines gesagt werden: Nicht Autos mit Verbrennungsmotoren gehören aus den Innenstädten verbannt, sondern alle großen PKWs (SUV etc.), mit Sonderegelungen für den Lastverkehr. Darüber werde ich getrennt berichten.


"Umweltproblem Elektroauto"? Ja, aber nicht nur. Denn ein Elektroauto ist von den Kosten her eine tickende Zeitbombe.

Es geht um die Lebensdauer der Batterie. Selbst bei noch so pfleglicher Behandlung (geringer Anteil an Schnellladungen über der Gesamtnutzungszeit, noch so behutsames Lade-/Entlade-Management seitens der Hersteller, noch so ausgeklügeltes Temperaturmanagement hält die Batterie etwa 8 bis max. 10 Jahre. Danach ist die Kapazität so weit gesunken, dass die Reichweite die Nutzung des Autos massiv einschränkt.

Eine neue Batterie kostet nach heutigem Stand je nach Größe (Kapazität) 8.000 bis 11.000 €. Bei einem 10 Jahre alten Auto wird so eine Investition unsinnig, das macht keiner. Fazit: Wirtschaftlicher Totalschaden nach 10 Jahren. Auch Wiederverkauf unmöglich. Verschrotten? Daraus resultiert eine zusätzliche Umweltproblematik.

Wie kritisch die Batterie ist, zeigt der Umstand, dass nur ein Teil der Gesamtkapazität genutzt werden kann: Die Batterie wird im Interesse der Lebensdauer nie ganz aufgeladen (auf 80 % der Kapazität) und nur auf ca. 50% entladen - bei einem Hybrid, dann greift schon der Verbrennungsmotor ein (diese Angaben gelten z. B. für einen Toyota Prius). Das heißt, das Auto schleppt etwa mindestens 50 % seiner Batteriekapazität (Bauraum, Gewicht, Kosten ...) nicht für die praktische Nutzung (Reichweite, Ladekomfort), sondern nur wegen der kritischen Lebensdauer mit. Ein reines Elektroauto kann man natürlich so nicht betreiben, also ist die Ladungsstrategie viel aggressiver - zu Lasten der Lebensdauer.

Noch ein Wort zur Reichweite von E-Autos: Die weicht in der Praxis noch viel weiter von der Herstellerangabe ab als bei Autos mit Otto- oder Dieselmotor von der NEFZ-Verbrauchsangabe. - Dutzende Fahrberichte in europäischen und amerikanischen Publikationen belegen das überdeutlich. Manche dieser Berichte sind fast rührend.

-- Lechner Peter, Dienstag, 6. März 2018, 08:33